Daniel Ricciardo verbrauchte am Samstag zu viele frische Reifensätze

Formel 1 2012

— 26.04.2012

Ricciardo trauert verpasster Chance nach

Nach einem beeindruckenden Qualifying lief bei Daniel Ricciardo in Bahrain nichts zusammen - Vor dem Mugello-Test testet der Red-Bull-Junior im Simulator



Am Samstag wurde Daniel Ricciardo von seinem Team für Startplatz sechs gefeiert, doch bereits nach der ersten Runde kehrte wieder Ernüchterung ein. Nach einem schlechten Start fand sich der Australier im hinteren Mittelfeld wieder und wurde von der frisch bereiften Konkurrenz überrumpelt. Zudem erschwerte ein beschädigter Frontflügel das Rennen.

"Mein Start war nicht gerade gut. Ich hatte sehr viel Schlupf und bin schlecht weggekommen", bedauert Ricciardo in seinem Blog. "Dann bin ich in der ersten Kurve innen gewesen, was wohl die falsche Seite war. Ich bremste zu zeitig und etwa das halbe Feld fuhr außen an mir vorbei. Im zweiten Sektor der Runde hatte ich eine Berührung, mit wem weiß ich nicht genau."

Reifen sind entscheidend

"Ich habe mir dabei den Frontflügel beschädigt. Diese erste Runde war komplette... Das Wort sage ich lieber nicht." Trotz der Enttäuschung ist sich der Toro-Rosso-Pilot bewusst, dass es auch solche Rennen gibt: "Egal, wo man sich befindet, so etwas passiert von Zeit zu Zeit."

"Als ich meine zweite Runde begann, wusste ich, dass ich 16. war, ich wusste, dass ich ein beschädigtes Auto hatte und ich wusste, dass mein Vorteil, als Sechster zu starten, dahin war", erklärt er. "Ein guter Startplatz kostet einen Preis: Wenn man Q2 und Q3 meistert, verbraucht man viele Reifen und hat keine frischen fürs Rennen. Es ist eine Art Tausch, die man gerne eingeht."

"Doch wenn man den Vorteil verspielt und sich hinten wiederfindet, fährt man gegen Autos, die eine Box voller frischer Reifen haben. Es spielt keine Rolle, wie schnell man Samstag war, das Rennen am Sonntag wird schwierig. Es gibt im Moment keine Performance-Lücke", analysiert Ricciardo, der nach der Zieldurchfahrt die Gründe für das schwierige Rennen suchte.

"Als erstes habe ich nach dem Rennen die Daten und eine Wiederholung des Starts angesehen. Die gute Nachricht ist, dass die Vorgehensweise nicht so schlecht war. Ich bin in der Regel ziemlich entspannt, wenn ich in der Startaufstellung stehe", schildert er. "Wenn der Start näher rückt, höre ich ein bisschen Musik, bevor ich ins Auto steige, damit ich meinen Puls etwas anhebe. Ich habe in Bahrain nichts anders gemacht als sonst."

Ricciardo mag Mugello

Nach der verpassten Chance in Bahrain blickt Ricciardo in die Zukunft und bereitet sich für den Test in Mugello vor. "Ich bin Donnerstag und Freitag im Simulator. Das Programm ist recht vollgepackt. Nach Melbourne und Sepang bin ich in Australien geblieben, bevor es nach Schanghai ging. Ich war also seit Anfang März nicht mehr in Europa", berichtet er und scherzt: "Das Haus wird eiskalt sein, doch es wird sich aufwärmen, weil die Waschmaschine für den Rest der Woche durchgängig in Betrieb ist."

"Nach den Tagen im Simulator geht es in die Fabrik und danach zum Mugello-Test", freut sich der Toro-Rosso-Pilot. "Das Team wird ein paar neue Teile haben, die wir ausprobieren müssen. Zudem gibt es aus China und Bahrain viele Dinge, die wir unter anderen Bedingungen testen müssen. Die Ingenieure meinten, dass wir sehr viel Arbeit vor uns haben."

"Ich bin in Mugello seit 2007, als ich in der Italienischen Formel Renault fuhr, nicht mehr gefahren. Es war mein Lieblingskurs in der Meisterschaft. Er zählt für mich zu den fünf besten Strecken in Europa, vielleicht sogar zu den Top 5 weltweit", urteilt er. "Mit einem Formel-1-Auto wird es fantastisch werden."

Fotoquelle: Toro Rosso

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