Nico Rosberg ist seit 2010 Werksfahrer bei Mercedes

Formel 1 2012

— 28.04.2012

Rosberg: "Das ist ein toller Moment"

Nico Rosberg fährt in Hockenheim den Fangio-Mercedes von 1955 und nimmt Stellung zur aktuellen Reifensituation in der Formel 1



Nico Rosberg ist an diesem Wochenende zu Gast beim DTM-Saisonauftakt in Hockenheim. Der Deutsche holte beim dritten Formel-1-Grand Prix des Jahres in Schanghai vor zwei Wochen den ersten Sieg in einem Mercedes-Werksauto seit Juan Manuel Fangio im Jahre 1955.

Am heutigen Samstag pilotiert Rosberg den Fangio-Mercedes mit der Bezeichnung W 196 um den Kurs von Hockenheim und zeigte sich zuvor von diesem Moment sehr angetan. "Es ist schon ein toller Moment, wenn man überlegt, dass man gleich das Auto fährt mit dem Fangio zuletzt 1955 gewann", so der Deutsche. Ohnehin sei es etwas ganz Besonderes, "einen Silberpfeil zu fahren und damit Rennen zu gewinnen."

Nach dem Sieg in Schanghai lief es zuletzt in Bahrain für Mercedes schwieriger. Das betraf jedoch auch einige Teams, die zuvor ebenfalls sehr stark gewesen waren, wie etwa McLaren-Mercedes. Grund dafür sind die Pirelli-Reifen, die je nach Streckenbeschaffenheit und Temperaturen sehr empfindlich reagieren.

"Der Umgang mit den Reifen wird immer wichtiger", sagt Rosberg diesbezüglich. "Auch in technischer Hinsicht ist es anspruchsvoller geworden, das Optimum aus den Reifen herauszuholen. Wie man diese Saison bislang gesehen hat, sind immer andere Autos bei unterschiedlichen Bedingungen, bei unterschiedlichen Temperaturen an der Spitze. Es kommt also darauf an, wer am schnellsten die Reifen richtig versteht. Wir arbeiten intensiv daran, das schneller zu verstehen als die Konkurrenz."

Viele Piloten beschwerten sich darüber, dass man aufgrund der schnellabbauenden Pneus nicht voll angreifen und sein fahrerisches Potenzial zeigen könne. Nico Rosberg kann diesem Umstand aber durchaus etwas Positives abgewinnen: "Es macht die Formel 1 interessanter. Wir hatten bislang in vier Rennen vier unterschiedliche Sieger, alles ist durcheinander gewirbelt. Es könnte gar nicht besser sein. Besser so als wenn immer derselbe vorne wegfährt. Aufgrund der Reifensituation waren die Rennen sehr abwechslungsreich. Es ist eine außergewöhnlich aber auch sehr spannende Herausforderung. Es gilt, sich daran zu gewöhnen." Macht es das Rennfahren schwieriger? "Es ist immer schwierig, in der Formel 1 zu fahren. Das ist einfach eine unbekannte Neuheit. Sie ist nicht schwierig oder einfach, sondern einfach anders. Mir gefällt das sehr."

Mit der bisherigen Leistung seines Mercedes-Teams zeigt sich Rosberg zufrieden, es stünde aber noch einiges an Arbeit an: "Wir sind noch nicht die Besten, also müssen wir uns in einigen Bereichen noch verbessern. Aber wir haben in letzter Zeit viele Schritte nach vorn gemacht. Im ersten Rennen lagen wir noch weit hinter der Spitze und jetzt in Bahrain, wo die Bedingungen sehr schwierig waren, waren wir noch bei der Musik. Wir wurden immerhin Fünfter und lagen damit vor McLaren und Ferrari. Wir arbeiten definitiv in die richtige Richtung."

In den Augen von Nico Rosberg werden die Reifen auch beim Mugello-Test nächste Woche im Vordergrund stehen: "Wir hoffen, dass wir dort die Reifen noch besser verstehen können und werden außerdem noch an der Abstimmung arbeiten. Abzuwarten bleibt, inwieweit uns das weiterbringt, weil wir in Mugello natürlich wieder nur eine Strecke und eine Art von Bedingungen antreffen werden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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