Kimi Räikkönen kann dem Glamour der Formel 1 nichts abgewinnen

Formel 1 2012

— 29.04.2012

Räikkönen: "Auf den anderen Bullshit kann ich verzichten"

Kimi Räikkönen kann mit dem Glamour der Formel 1 nichts anfangen und schickt eine Kampfansage an Sebastian Vettel



Kimi Räikkönen gelang dieses Jahr ein beeindruckendes Comeback: Der Formel-1-Weltmeister von 2007 stieg nach zwei Jahren im Rallyesport beim Lotus-Rennstall ein und schien sich auf Anhieb zurechtzufinden. Bei den ersten vier Saisonrennen fuhr der Finne drei Mal in die Punkte und hatte zuletzt in Bahrain sogar Siegchancen. Letztendlich musste er sich jedoch Sebastian Vettel geschlagen geben.

"Er war schneller", sagt Räikkönen gegenüber der 'Bild'-Zeitung. "Ich hoffe, dass ich noch mal so nah an ihn herankomme. Dann ist er dran." Dabei verstehen sich Räikkönen und Vettel gut, zumindest abseits der Strecke. Räikkönen: "Er ist ein netter Kerl. Mit ihm kann man gute Späße machen. Aber auf der Strecke ist er mein Gegner."

Auf den bisherigen Saisonverlauf angesprochen sagt Räikkönen: "Schlecht gelaufen ist es nicht. Ich mag das, was ich gerade tue, das reicht. Mir ist egal, ob jemand sagt, dass ich das gut mache oder nicht. Allerdings ist es enttäuschend, wenn man trotzdem nur Zweiter wird. Nachdem das Rennen in China mit Platz 14 nicht so gelaufen ist, wie wir wollten, müssen wir mit dem Ergebnis in Bahrain erst mal glücklich sein." Am liebsten sähe sich der 32-Jährige aber eine Stufe höher auf dem Treppchen: "Ich mag keine zweiten Plätze. Das hätte auch schon in den ersten drei Rennen passieren können. Die Basis ist gut, und wer weiß, was beim nächsten Rennen passiert."

Abgesehen von seiner Schnelligkeit ist Kimi Räikkönen vor allem für sein exzessives Partyleben und seine schweigsame Art bekannt. In Interviews antwortet er gerne einsilbig auf ausformulierte Fragen. Ihm selber ist das aber offenbar ziemlich egal, denn mit dem Umfeld der Formel 1 kann der Finne recht wenig anfangen: "Auf den anderen Bullshit kann ich gut verzichten. Wenn man mir die Autos aus der Formel 1 wegnehmen würde, wäre ich nicht mehr hier. Das ganze Drumherum, die Bekanntheit und so, das interessiert mich nicht."

Viele seiner Fahrerkollegen sehen es gerne, wenn ihre Freundinnen oder Frauen mit an der Strecke sind. Kimi Räikkönen hält davon nicht viel, seine Frau Jenni Dahlmann mit an die Strecke zu bringen, denn: "Es wäre für sie langweilig, den ganzen Tag hier herumzusitzen. Die Zeit kann sie sicher besser nutzen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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