Lotus-Testfahrer Jerome D'Ambrosio während der heutigen Tests in Mugello

Formel 1 2012

— 01.05.2012

Räikkönen verzichtet auf Test in Mugello

Jerome D'Ambrosio absolvierte den ersten Testtag in Mugello für Lotus - Kimi Räikkönen kommt wegen des Regens gar nicht erst in die Toskana



Kimi Räikkönen hat zwar Freude am Rennfahren, aber ein Test-Weltmeister war der "Iceman" noch nie. Und so dürfte es ihm ganz gelegen kommen, dass er angesichts der wechselhaften Wetterprognosen nicht nach Mugello reisen muss und dort dann vielleicht gar nicht zum Fahren kommt, sondern zu Hause bleiben darf. Das hat sein Lotus-Team heute offiziell bestätigt.

"Wir haben uns entschieden, die nächsten zwei Tage nur mit einem Fahrer zu testen, weil wir die Zeit dann besser nutzen können", erklärt Chefingenieur Alan Permane. Ursprünglich hätte Räikkönen morgen im Auto sitzen sollen, am Donnerstag dann Romain Grosjean. Letzterer kommt nun an beiden Tagen zum Zug, nachdem heute Testfahrer Jerome D'Ambrosio den Auftakt bestritten hat. Der gehörte mit 40 Runden noch zu den fleißigeren Akteuren an einem verregneten ersten Tag.

"Wir wollten einiges ausprobieren, aber das ging wegen des Regens nicht", bedauert er zwar, meint aber gleichzeitig: "Ich bin schon froh, überhaupt diesen Tag gehabt zu haben. Wir wussten seit drei oder vier Tagen, dass es regnen würde. Nichtsdestotrotz ist es enttäuschend. Am Nachmittag gab es einfach zu viel Regen. Es war kaum etwas zu sehen, es gab Aquaplaning. Natürlich will man als Fahrer immer raus auf die Strecke, aber man muss auch professionell sein."

"Ein Rennen würde unter Bedingungen, wie wir sie heute vorgefunden haben, sofort abgebrochen", vermutet der Belgier. "Es geht im Rennen also nicht darum, unter diesen Bedingungen zu fahren. Das meine ich: Mit Intermediates wäre ich gerne auf die Strecke gegangen." Für den für ihn neuen E20 ist er voll des Lobes: "Es ist ein tolles Gefühl, ein tolles Auto. Obwohl ich nur ein paar Runden gefahren bin, bin ich begeistert."

"Es war mein erster Tag im Auto. Es ist schwer zu sagen, ob das Auto während der Saison Fortschritte gemacht hat. Wir sind unter diesen Bedingungen nicht mal nahe an dem, was das Auto kann. Am Rennwochenende hat man aber nicht die Zeit, die Dinge auszuprobieren", so D'Ambrosio, der sich auf der Strecke übrigens pudelwohl fühlt: "Mugello, Suzuka, das sind Strecken, die fantastisch zu fahren sind. Kurve acht ist etwas Besonders, gerade in so einem Auto."

Mit Marussia könne man seinen neuen Arbeitgeber ohnehin nicht vergleichen: "Es ist eine andere Welt. Mein altes Team hat sich verbessert, aber wir stehen jetzt ganz woanders, fahren um die Pole-Position. Wir haben ein unglaubliches Auto. Es ist nicht schwierig zu fahren. Mein altes Team war in seiner zweiten Saison. Um den Unterschied im Auto zu spüren, braucht man keine trockenen Bedingungen. Man merkt es schon auf Intermediates."

Mit gut eineinhalb Sekunden Rückstand belegte D'Ambrosio im Tagesklassement den vierten Platz. Nach der Installationsrunde am frühen Morgen stand er gleich mal eine Stunde an der Box, um das Setup anpassen zu lassen. Die Hoffnung, danach trockene Bedingungen vorzufinden, ging aber nicht auf - stattdessen wurde es im Laufe des Tages immer schlimmer. "Kein idealer Tag", räumt Chefingenieur Permane ein, "aber trotz des Wetters bekamen wir ein paar nützliche Runden hin."

"Für Jerome war es der erste Kontakt mit dem E20. Er ist mit dem Auto sehr glücklich, auch Sitzpositionen und Bedienelemente haben gepasst. Das ist wichtig, denn so ist er viel besser vorbereitet, wenn er während der Saison einmal einspringen muss", sagt Permane. "Außerdem waren die Mischverhältnisse mit Intermediates am Anfang und dann Medium-Slicks eine gute Basis für Romain, der die nächsten zwei Tage fahren wird."

"Wir hatten ein dicht gestaffeltes Programm für Romain", ergänzt Technikchef James Allison, "inklusive viel aerodynamischer Arbeit, Sensormessungen und Vorbereitungen für die nächsten zwei Tage. Leider konnten wir im Trockenen nicht alles davon erledigen, sodass wir jetzt am Mittwoch und Donnerstag viel mehr unterbringen müssen. Das Wichtigste ist aber, dass wir eine Basis haben. Die nächsten zwei Tage sollten viel produktiver werden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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