Bestzeit, ohne auf die Zeiten geachtet zu haben: Romain Grosjean auf Lotus

Formel 1 2012

— 03.05.2012

Bestzeit für Lotus: "Wertvolle Schlüsse gezogen"

Eine eigentlich gar nicht geplante Bestzeit und ein dicht gestaffeltes Testprogramm lassen Lotus und Romain Grosjean zufrieden aus Mugello abreisen



Das Lotus-Team arbeitete sich am heutigen Schlusstag der Testfahrten in Mugello durch ein intensives Programm: "Nachdem wir uns die Daten von gestern angeschaut hatten, fuhren wir heute weitere Back-to-Back-Tests mit verschiedenen Radaufhängungs-Konfigurationen", schildert Chefingenieur Alan Permane. "Wir hörten vor Mittag früher auf, um die Radaufhängung umbauen und nach der Mittagspause gleich wieder fahren zu können. Am Nachmittag probierten wir dann ein paar Unterboden-Updates für Barcelona aus, ebenso wie ein weiteres Update der Hinterrad-Aufhängung."

All das ließ sich in 66 Runden bewältigen, von denen Romain Grosjean fast jede dritte unter 1:22 Minuten fuhr. Seine Bestzeit lag am Ende bei 1:21.035 Minuten. So schnell war die ganze Woche sonst niemand. "Vorne zu stehen, obwohl wir nicht darauf geachtet haben, schneller als die Konkurrenz zu sein, ist zufriedenstellend", freut sich der Franzose. "Ich bin zufrieden mit unseren Fortschritten hier in Italien und hoffe, dass wir das in Rundenzeit umwandeln können, wenn wir nach Barcelona kommen."

Konkurrenz zieht den Hut

Auch Eric Boullier wirkt zufrieden: "Gestern hatten wir ein paar große Änderungen am Auto und auch heute hatten unsere Ingenieure noch Kopfschmerzen deswegen, aber die Pace ist da. Das Auto scheint immer leicht zu fahren und schnell zu sein", stellt er fest. Und selbst Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko, dessen Schützling Sebastian Vettel trotz der weicheren Reifen um 0,232 Sekunden langsamer war, muss gegenüber 'auto motor und sport' eingestehen: "Der Lotus sieht auf der Strecke am schnellsten aus."

Aus Sicht von Permane war Mugello auf jeden Fall eine Reise wert: "Nach dem Regen am ersten Tag haben wir jetzt doch noch einiges gelernt", gibt er zu Protokoll. "Mugello ist ziemlich anspruchsvoll für die Reifen - nicht so sehr vom Abbau her, aber durch die schnellen Kurven, in denen Hitze entsteht. Da haben wir einige Schlüsse gezogen, die diese Saison noch wertvoll werden könnten. Außerdem ist Mugello eine exzellente Strecke für aerodynamische Evaluierung. Die Zeit hier war sinnvoll genutzt."

Auch Grosjean, der gestern und heute komplett durchfahren konnte, weil Kimi Räikkönen entgegen der ursprünglichen Planungen doch nicht in die Toskana kam, reist mit einem positiven Gefühl ab: "Es gab einige Dinge, die wir schon seit dem ersten Rennen testen wollten, aber wir hatten nie Gelegenheit dazu. Hier konnten wir das tun. Manchmal dauert es eine Weile, bis man geändert hat, was man ändern wollte. Hier hatten wir diese Zeit - und daraus haben wir für Barcelona einiges gelernt."

Starterfeld so eng wie noch nie

"Weiterentwicklung ist dieses Jahr der Schlüssel. In China haben wir gesehen: Wenn du ein Zehntel findest, stehst du fünf Plätze weiter vorne. Daher versuchen wir, wirklich alles aus dem Auto herauszuquetschen. Wir erwarten ein nettes Update. Das ist schön zu wissen", sagt er. "Wir kennen jetzt die Basis genauer, mit der wir anfangen wollen. Die war beim ersten Grand Prix noch nicht hundertprozentig optimal, aber jetzt wissen wir, was wir ans Auto packen müssen, wo wir anfangen müssen. Das ist eine gute Basis. In Mugello konnten wir diese Dinge bestätigen."

Nachdem er diese Woche hart arbeiten musste, während Räikkönen zu Hause entspannen konnte, wird sich nun Grosjean eine kurze Auszeit gönnen: "Die nächsten paar Tage werde ich mich erholen", kündigt er an. "Mugello ist für den Fahrer ziemlich anstrengend, mit vielen schnellen Kurven. Daher raste ich mich vor Barcelona aus." Auftakt zum Grand Prix von Spanien ist heute in einer Woche mit dem Medien-Donnerstag. Das erste Freie Training in Barcelona steigt am 11. Mai.

Fotoquelle: xpbimages.com

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