Ralf Schumacher sieht die Reifenkritik seines Bruders als gerechtfertigt an

Formel 1 2012

— 06.05.2012

Ralf Schumacher: "Sehe noch jede Menge Feuer bei Michael"

Ralf Schumacher glaubt nicht, dass das Ego von Bruder Michael nach Rosbergs China-Sieg angekratzt ist - "Michael wird nicht nachlassen"



Bei Michael Schumacher ist auch in dieser Saison, Jahr drei nach seinem Formel-1-Comeback, der Knoten bislang noch nicht wirklich geplatzt. Zwar steht es im Qualifying-Duell mit seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg nach vier Grands Prix ausgeglichen 2:2. Die Punkteausbeute spricht hingegen eine deutlichere Sprache: Schumacher liegt mit zwei WM-Punkten abgeschlagen auf Rang achtzehn, Rosberg mit 35 Zhlern an aussichtsreicher sechster Stelle. Die Bilanz lsst sich auch nicht durch die Tatsache beschnigen, dass der siebenmalige Weltmeister in China einen unverschuldeten Ausfall durch eine nicht korrekt angezogene Radmutter zu verbuchen hatte.

Ausgerechnet bei diesem Rennen in Schanghai gewann Teamkollege Rosberg den ersten Grand Prix fr Mercedes seit dem Jahr 1955. Aufgrund seiner Vergangenheit - Schumacher war Anfang der 90er Jahre Teil des Mercedes-Junior-Teams in der Sportwagen-WM - mchte man annehmen, dass dem Kerpener viel daran gelegen htte, fr die "Silberpfeile" diesen langersehnten Erfolg zu erzielen. Laut seinem Bruder Ralf, selber in Diensten von Mercedes in der DTM, habe der Sieg Rosbergs nicht am Ego Michaels gekratzt und htte nicht etwa eine Resignation zur Folge.

"Michael ist zurckgekommen, um mit Mercedes Erfolge zu feiern", so Ralf Schumacher gegenber der 'Bild am Sonntag'. "Und bevor er nicht Erfolg hat, wird er auch nicht nachlassen. Ich sehe noch jede Menge Feuer bei Michael. Er pusht, das hat man beim Test in Mugello letzte Woche wieder gesehen." Fr den Rest der Saison rechnet der jngere der Schumacher-Bruder ergo noch mit einer Steigerung: "Der Wagen war bislang immer fr die Top-Fnf gut und es sind noch 16 Rennen. Deshalb denke ich, dass wir Michael auch auf dem Podium sehen werden."

Ein Grund fr Schumachers magere Bilanz in der bisherigen Saison knnten die Reifen sein. Der 43-Jhrige beklagte sich nach dem Bahrain-Grand-Prix ber die Eigenschaften der Pirelli-Pneus, da in seinen Augen ein Fahren am Limit mit diesen aufgrund des schnellen Abbaus nicht mglich sei. Dies verzerre laut ihm das Krfteverhltnis. Ralf Schumacher glaubt jedoch, dass sich sein lterer Bruder mit der Zeit daran gewhnen wird und betrachtet die Kritik als gerechtfertigt. Ralf: "Er beherrschte in seiner Karriere schon ganz andere Dinge. Michael fragt halt nur, ob es wirklich sinnvoll ist, dass die Fahrer in jeder Kurve hllisch aufpassen mssen. Und zumindest die Frage kann man sicher stellen."

Wie lange man die Schumacher-Brder noch in Aktion sehen wird, ist laut Ralf vllig offen. An ein Karriereende denken offenbar beide noch nicht. "Ich brauche das Adrenalin noch", so Ralf. "Irgendwann kommt sicher der Punkt, da geht's einfach vom Krper her nicht mehr. Aber wenn ich Michael so sehe, dann ist das noch ein paar Jahre hin."

Fotoquelle: xpb.cc

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