Jerome D'Ambrosio kam diese Woche zu seinem ersten Testeinsatz

Formel 1 2012

— 06.05.2012

D'Ambrosio sieht Testfahrerjob mit gemischten Gefühlen

Jerome D'Ambrosio findet sein Engagement als Testfahrer bei Lotus zwar attraktiv, würde sonntagnachmittags aber lieber Rennen fahren



Im letzten Jahr war Jerome D'Ambrosio noch Stammfahrer bei Virgin, dem heutigen Marussia-Team. Zur Saison 2012 wechselte der Belgier zum Lotus-Rennstall und bekleidet dort nun das Amt des offiziellen Testfahrers. Diese Woche kam der 26-Jährige zu seinem ersten Einsatz: In Mugello testete er zum ersten Mal den neuen E20 und spulte bei regnerischen Wetterbedingungen am Dienstag 40 Runden ab.

In Diensten von Virgin fuhr D'Ambrosio im Vorjahr dem Rest des Feldes mehr oder weniger hinterher und arbeitet nun für ein Team, das um Siege kämpfen kann. Die beiden Autos und Teams zu vergleichen wäre laut des ehemaligen GP2-Piloten aber nicht fair. "Ich habe schon mehrfach gesagt, dass der Lotus das bessere Auto ist", so D'Ambrosio gegenüber 'Autosport'. "Dabei habe ich aber immer vergessen, zu sagen, dass es unfair ist, Vergleiche anzustellen, wenn Sie verstehen, was ich meine. Marussia hat Leute, die ihr Bestes geben und gute Arbeit machen und sie sind noch ein neues Team."

"Die Autos sind ganz unterschiedlich und man kann sie wirklich nicht miteinander vergleichen. Der Lotus ist einfach in allen Belangen besser. Der Abtrieb ist einfach erstaunlich. Und das soll keine Kritik an Marussia sein. Es sind einfach zwei ganz unterschiedliche Geschichten, zwei unterschiedliche Teams."

Seine Rolle als Test- und Ersatzfahrer sieht D'Ambrosio mit gemischten Gefühlen. Denn einerseits würde der Mann aus Etterbeek gerne Rennen fahren, andererseits sieht er aber auch sein derzeitiges Engagement in der zweiten Reihe als attraktiv an. "Als Rennfahrer möchte ich Rennen fahren und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass meine derzeitige Situation fantastisch sei und ich ohne Ende Spaß hätte", gesteht D'Ambrosio. "Ich habe Spaß, weil ich viel lerne und immer noch Teil des Teams bin....doch an Sonntagnachmittagen würde ich schon gerne Rennen fahren."

"Es kommt beim Rennfahren nicht immer nur darauf an, im Auto zu sitzen", sagt D'Ambrosio, der sein Engagement als Testfahrer nur als Übergangslösung betrachtet. "Es gibt auch außerhalb des Autos viel zu tun. Natürlich ist es aber schwieriger, Erkenntnisse beizusteuern, wenn man nicht häufig im Auto sitzt, da es schlussendlich auf das Fahrgefühl ankommt. Trotz alle dem behalte ich durch meine Einsätze ein bisschen das Gefühl fürs Rennfahren."

Fotoquelle: xpbimages.com

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