Lediglich bei Showruns oder Aerotests sitzt Marc Gene im Formel-1-Ferrari

Formel 1 2012

— 07.05.2012

Testfahrer-Job: Sponsorenbetreuung statt Simulatorfahrten

Marc Gene ist offizieller Testfahrer bei Ferrari, im Formel-1-Auto oder im Simulator sitzt der Spanier aber höchst selten



Schon seit einigen Jahren ist die Tätigkeit als Testfahrer in einem Formel-1-Team kein Traumjob mehr für Rennfahrer. Während in früheren Jahren regelmäßig zwischen den Grands Prix getestet wurde und die Testpiloten somit ständig im Auto saßen, kommen sie aufgrund der derzeit geltenden Testbeschränkungen heute kaum noch zum Fahren. Bei den wenigen Testtagen vor Beginn der Saison sitzen in der Regel die Stammfahrer im Auto, und auch bei den Tests in der vergangenen Woche in Mugello kamen nur bei einigen Teams die Testfahrer zum Einsatz.

Lediglich bei den Aerodynamiktests auf gerader Strecke, die von den Testeinschränkungen ausgenommen sind, kommen die Testfahrer zum Zuge. So ergeht es auch Marc Gene. "Ich fahre Ende des Monats einen kleinen Aerotest für Ferrari", erklärt der Spanier im Rahmen des Laufs zur Langstrecken-Weltmeisterschaft in Spa-Francorchamps, wo er für Audi im Einsatz war. In der Formel 1 übt der 38-Jährige, der seit 2004 zum Testfahrer-Kader der Scuderia gehört, hauptsächlich repräsentative Tätigkeiten aus. "Ansonsten bin ich bei den Rennen dabei, betreue einige Sponsoren und arbeite für die Kundensport-Programme von Ferrari", so Gene.

Nach dem weitgehenden Wegfall der Testfahrten kommt seit einigen Jahren der Arbeit im Fahrsimulator eine immer größere Bedeutung zu. Doch hier gewährt Gene italienischen Kollegen den Vortritt: "Nein, dort sitze ich nicht mehr drin. Das machen andere. Ich lebe in Spanien, müsste aber drei oder vier Tage in Maranello sein, um intensiv im Simulator zu sitzen", erklärt Gene. "Ferrari nimmt dann lieber die Italiener Andrea Bertolini und Davide Rigon für den Job. Mir würde ganz einfach die Zeit fehlen."

Das war allerdings nicht immer so. "Ich war derjenige, der fünf Jahre lang den Simulator von Ferrari von Beginn an aufgebaut und entwickelt hat. Die Arbeit ging in meinem ersten Jahr beim Team los und endete vor zwei Jahren", erklärt der Spanier. Nach getaner Aufbauarbeit war sein Werk jedoch vollbracht. "Seit der fertige Simulator in Maranello steht, habe ich nicht mehr dort drin gesessen."

Fotoquelle: Ferrari

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