Froce India will in Barcelona wieder in die Punkte fahren

Formel 1 2012

— 07.05.2012

Force India: Weitermachen wie in Bahrain

Der sechste Platz von Paul di Resta in Bahrain hat den Speed des Force India unter Beweis gestellt - An diese Leistung will das Team in Barcelona anknüpfen



Im engen Duell um die Führungsposition im Mittelfeld der Formel 1 setzte Force India in Bahrain ein erstes Ausrufezeichen. Paul di Resta fuhr mit einer mutigen Zwei-Stopp-Strategie auf den sechsten Platz und gewann so acht wichtige WM-Punkte. So verkürzte Force India den Abstand auf die Konkurrenz von Sauber und Williams, die beim Rennen in Bahrain leer ausgingen. "Das Rennen in Bahrain war für uns ein sehr ereignisreiches, daher war es umso schöner zu sehen, dass die Anstrengungen des gesamten Teams mit einer solch herausragenden Leistung belohnt wurden", freut sich Teamchef Vijay Mallya.

"Die Zwei-Stopp-Strategie hat perfekt funktioniert und ermöglichte Paul, das Rennen auf einem wertvollen sechsten Platz zu beenden. Es war eine enge Entscheidung, denn beim Überqueren der Ziellinie waren Pauls Reifen am Ende", blickt der Inder auf das Rennen am Persischen Golf zurück. Obwohl nun schon ein Fünftel der Saison absolviert ist, weiß Mallya immer noch nicht, wo sein Team im Vergleich zur Konkurrenz steht. "Wir kommen zwar schon zum fünften Saisonrennen, aber es ist immer noch schwierig, das wahre Kräfteverhältnis der Teams richtig einzuschätzen. Bei jedem Rennen haben wir Überraschungen erlebt, daher ist es schwierig, vor dem Qualifying oder dem Rennen irgendwelche Vorhersagen zu treffen."

Nach den Überseerennen ist der Grand Prix in Barcelona schon traditionell eine Art Neustart in die Saison. "Da nun die Europasaison beginnt, sollten wir in der Lage sein, mehr Updates für das Auto zu liefern. Das wird schon am kommenden Wochenende beginnen, wo wir einige neue Teile fahren werden, die wir in der vergangenen Woche in Mugello getestet haben", erklärt Mallya. Der Inder erinnert jedoch daran, dass auch die Konkurrenz nachzieht. "Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass die meisten Teams in Barcelona einen Entwicklungsschritt machen werden, also müssen wir abwarten, wie sich das auf unsere relative Leistung auswirkt."

Weiterentwicklung in allen Bereichen

Doch nicht die Verbesserung des VJM05 steht bei Force India im Mittelpunkt. "Neben der Weiterentwicklung des Autos arbeiten wir an der Optimierung der Strategie. Unsere Fahrer zeigen im Rennen exzellente Leistungen, das ist in diesem Jahr, wo die Abstände zwischen den Teams so gering sind, besonders wichtig", lobt Mallya seine Piloten. "Wenn wir dort weitermachen, wo wir in Bahrain aufgehört haben, sollten wir auch am kommenden Wochenende in der Lage sein, um Punkte zu kämpfen."

Auch di Resta blickt mit gut zwei Wochen Abstand immer noch gerne auf sein Rennen in Bahrain zurück. "Solch ein Resultat macht jeden im Team stolz. Alle haben dazu beigetragen. Die Strategie war gewagt, aber letztlich die richtige und hat uns eines der besten Ergebnisse der vergangenen Jahre beschert", so der Schotte, der damit sein bestes Formel-1-Resultat egalisierte. 2011 war er in Singapur ebenfalls Sechster.

Während der dreiwöchigen Pause seit dem Rennen in Bahrain standen für di Resta, wie für die meisten seiner Kollegen, in der vergangenen Woche die Testfahrten in Mugello auf dem Programm. Dort machte das zu Beginn regnerische Wetter und technische Probleme Force India einen Strich durch der Rechnung. "Wir sind zwar nicht so viele Runden gefahren, aber es war eine Gelegenheit, mit der Erprobung einiger Weiterentwicklungen des Autos zu beginnen", erklärt di Resta. "Im Freien Training wartet noch viel Arbeit auf uns, aber die Basis-Checks haben wir bereits durchgeführt."

Mit dem Circuit de Catalunya erwartet die Fahrer nun eine Strecke, die sie wie ihre Westentasche kennen: "Barcelona kenne ich wahrscheinlich besser, als jede andere Strecke im Kalender. Bei den beiden Tests im Winter saß ich vier Tage lang im Auto, daher fühle ich mich gut vorbereitet, aber so geht es allen", sagt di Resta. Der 26-Jährige glaubt nicht, dass sich dort an den bisher engen Abständen etwas ändern wird. "Ich erwarte, dass das Feld wieder unglaublich dicht beieinander sein wird."

Hülkenberg mag Stadt und Strecke

Teamkollege Nico Hülkenberg freut sich ebenfalls auf Barcelona. "Ich mag die Strecke und war dort in der Vergangenheit erfolgreich. Sie ist sehr schnell und hat viele Rechtskurven. Dadurch ist sie körperlich sehr anstrengend, vor allem für den Nacken." Doch nicht nur die Strecke steht beim Deutschen hoch im Kurs. "Ich mag auch die Stadt Barcelona sehr, dort herrscht immer eine nette Atmosphäre. Auch sind die Tribünen am Renntag immer voll besetzt, denn die spanischen Fans lieben die Formel 1."

"Der erste Sektor mit den Kurven eins, zwei und drei ist schwierig, den musst du im Grunde als eine Kurve ansehen", analysiert Hülkenberg den Kurs. "Ein Fehler in Kurve eins oder zwei wirkt sich auch auf die dritte Kurve aus und kostet dich die Rundenzeit. Wenn du allerdings gut durchkommst, fühlt es sich großartig an. Der letzte Sektor ist sehr technisch, er ist langsam und eng, vor allem die letzte Schikane. Dort ist es leicht möglich, am Ende der Runde eine gute Zeit wegzuwerfen."

Obwohl er in den bisherigen Rennen nur einmal in die Punkteränge fuhr, sagt Hülkenberg: "Ich fühle mich sehr wohl im Team und genieße die Saison. Einige Rennen sind für mich nicht nach Wunsch verlaufen, aber ich blicke voraus und noch zurück und bin entschlossen, einige gute Resultate für das Team zu erzielen. Die Zusammenarbeit mit meiner Crew läuft gut, wir machen eine Menge Druck und werden versuchen, am kommenden Wochenende wieder Punkte zu gewinnen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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