Mit einem runderneuerten F2012 will Ferrari auf die Siegerstraße zurückfinden

Formel 1 2012

— 08.05.2012

Ferrari: Barcelona als Sprungbrett?

Luca di Montezemolo betrachtet den Grand Prix von Spanien als entscheidendes Wochenende, was die WM-Chancen der Scuderia betrifft



Mit einem überzeugenden Abschneiden beim Grand Prix von Spanien (13. Mai) will Ferrari in der trotz des Malaysia-Siegs durch Fernando Alonso bisher insgesamt enttäuschenden Saison 2012 neu durchstarten. Die Scuderia schickt in Barcelona einen umfassend überarbeiteten F2012 auf die Strecke. Erste neue Teile, darunter eine neue Auspuffvariante, wurden bereits beim Mugello-Test am Auto verbaut und hinterließen einen vielversprechenden Eindruck.

Der fünfte WM-Lauf des Jahres wird nach Meinung von Luca di Montezemolo der entscheidende Gradmesser für den weiteren Saisonverlauf. "Ich habe mich lange mit unseren Technikern unterhalten. Sie sie sind zuversichtlich, aber wir müssen abwarten, was die anderen auf Lager haben", so der Ferrari-Präsident am Dienstag in Maranello anlässlich der Gedenkfeiern zum 30. Todestag der Formel-1-Legende Gilles Villeneuve.

"Ich wünsche mir, dass wir in Spanien ein wettbewerbsfähigeres Auto haben werden", sagt Montezemolo und unterstreicht: "Das war meine Forderung im Hinblick auf das weitere Entwicklungsprogramm." Im Anschluss an den Grand Prix von Spanien sollen bei den Roten weitere Upgrades folgen. Ziel soll es sein, in Kürze ein Auto zu haben, "das sich leichter fahren lässt und den Piloten Vertrauen vermittelt", wie der Italiener betont.

Mit Blick auf den Saisonstart lässt der Ferrari-Präsident wenig Fragen offen. "Ich war von der Art und Weise, wie wir die Saison begonnen haben, sehr enttäuscht. Das hatte ich nicht erwartet, da ich anhand der Aussagen unserer Techniker und anhand der Daten von einer anderen Situation ausging." Im Vorfeld der Saison sprach man bei Ferrari wiederholt von einer beabsichtigten gewichtigen Rolle im WM-Kampf 2012. Diesen Anspruch musste man nach den ersten Testfahrten des Jahres in Jerez aber massiv herunterschrauben. Nach vier Rennen hat Ferrari als Vierter der Konstrukteurswertung nicht einmal die Hälfte der Punkte von Red Bull beziehungsweise McLaren.

Knackpunkt Aerodynamik

Inzwischen glaubt man bei Ferrari den Grund für die geringen Fortschritte in jüngster Vergangenheit zu kennen. "Die Entwicklung steht in der Formel 1 nie still. Ich habe meinen Leuten zu verstehen gegeben, dass wir während der vergangenen zwei Jahre in Maranello etwas zu isoliert gearbeitet haben", sagt Montezemolo und fügt mit Blick auf eine Reihe von Neuverpflichtungen im Team hinzu: "Wir brauchen frische Ideen von außerhalb." So wurde bei der Präsentation des F2012 im Februar unter anderem Ex-Bridgestone-Mann Hirohide Hamashia vorgestellt.

Während sich Hamashima naturgemäß dem Reifensektor widmet, sieht Montezemolo vor allem auf dem Gebiet der Aerodynamik noch Nachholbedarf. "Für uns als Automobilhersteller sind die mechanischen Strukturen wie Motor, Getriebe, Chassis oder Radaufhängung von grundlegender Bedeutung. Die Regeln sorgen allerdings dafür, dass die Aerodynamik den Ausschlag über Sieg oder Niederlage gibt", bedauert der Ferrari-Präsident und fordert: "Wir brauchen mehr Kompetenz und Erfahrung auf dem Gebiet der Aerodynamik."

Aus seinem Wunsch, Red-Bull-Designer Adrian Newey verpflichten zu wollen, machte Montezemolo nie einen Hehl. Der Brite lehnte jedoch stets ab. Ferrari wird also über kurz oder lang auch weiterhin ohne Newey auskommen müssen. Ungeachtet dessen steht für Montezemolo eines fest: "Ich erwarte in Spanien einen stärkeren Ferrari, der im weiteren Saisonverlauf noch besser werden muss, denn ich will, dass wir gewinnen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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