Die Formel 1 präsentiert sich in dieser Saison so ausgeglichen wie selten

Formel 1 2012

— 09.05.2012

Red Bull sieht Barcelona nicht als Gradmesser

Red-Bull-Teamchef Christian Horner rechnet damit, dass sich die Kräfteverhältnisse an der Spitze auch nach dem Grand Prix von Spanien verschieben werden



Aufgrund der Streckencharakteristik des Circuit de Catalunya galt der Grand Prix von Spanien in Barcelona in den vergangenen Jahren regelmäßig als Gradmesser, was die Konkurrenzfähigkeit der einzelnen Fahrzeuge betrifft. In dieser Saison, die für die Königklasse so abwechslungsreich und unvorhersehbar wie seit knapp 30 Jahren nicht mehr begann, stellen sich die Dinge anders dar.

Die Ausgeglichenheit im diesjährigen Formel-1-Feld brachte bei den ersten vier Rennen des Jahres nicht weniger als vier verschiedene Sieger und vier verschiedene Tabellenführer zu Tage. Anno 2012 entscheidet die Tagesform mehr denn je über Sieg oder Niederlage. So glaubt man im Lager des Weltmeisterteams Red Bull jedenfalls nicht, dass eine starke oder auch schwache Vorstellung in Barcelona automatisch auf den weiteren Saisonverlauf umgemünzt werden kann.

"Normalerweise ist Barcelona ein ziemlich guter Indikator für die Leistungsfähigkeit eines Autos. Funktioniert ein Auto auf dieser Strecke gut, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es auch auf den meisten anderen Kursen gut liegt", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner gegenüber 'Autosport' mit Blick auf den in puncto Aerodynamik als Referenz geltenden Circuit de Catalunya.

"Ob das jedoch in diesem Jahr auch wieder so sein wird, wer weiß das schon?", so Horner fragend. Beim Europa-Auftakt wird es wie schon in den vergangenen Jahren den ersten großen Schwung überarbeiteter Boliden zu sehen geben. "Wir bilden da keine Ausnahme", sagt der Red-Bull-Teamchef und fügt vorfreudig hinzu: "Es wird interessant sein zu sehen, wie die unterschiedlichen Entwicklungen der Teams das Kräfteverhältnis verschieben werden."

In Form der bisherigen Saisonsieger McLaren, Ferrari, Mercedes und Red Bull und nicht zuletzt dem nahezu überall stark aufgeigenden Lotus-Team finden sich im Formel-1-Feld 2012 so viele Sieganwärter wie seit Jahrzehnten nicht mehr. "Die Dinge verschieben sich ständig. Das ist aufregend", hält Horner entzückt fest.

"Wir hatten in diesem Jahr sehr gute Rennen. Auch wenn wir selbst eine langweilige dominante Weltmeisterschaft bevorzugen würden, ist es aus sportlicher Sicht toll, Konkurrenz zu haben", urteilt der Red-Bull-Teamchef. Großen Anteil daran hat Reifenhersteller Pirelli, der die Pneus im Vergleich zur Comeback-Saison 2011 für dieses Jahr überarbeitete und die Teams damit Wochenende für Wochenende vor neue Herausforderungen stellt.

Fotoquelle: Pirelli

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