McLaren ändert Personal und Abläufe bei den Boxenstopps

Formel 1 2012

— 09.05.2012

McLaren reagiert auf verpatzte Boxenstopps

Nach den Pannen bei Boxenstopps in Schanghai und Bahrain wechselt McLaren das Personal aus und stellt einige Arbeitsabläufe der Mannschaften um



Bei den letzten beiden Formel-1-Rennen wurden die McLaren-Fahrer durch Fehler bei den Boxenstopps zurückgeworfen. In Schanghai erwischte es Jenson Button, in Bahrain ließ sich bei Lewis Hamilton gleich zwei Mal das linke Hinterrad nicht schnell genug montieren. Durch die Pannen fielen beide Fahrer um einige Positionen zurück. Darauf hat McLaren nun reagiert. "Wir haben uns angesehen, was wir getan hatten und haben einige Änderungen an der Mannschaft und an den Abläufen vorgenommen", sagt Teamchef Martin Whitmarsh.

"Die wird man dann am Sonntag sehen, oder vielleicht schon früher, wenn man sich für die Boxenstopp-Übungen im Freien Training interessiert", so Whitmarsh. Welche konkreten Änderungen McLaren vorgenommen habe, wollte der Teamchef jedoch nicht verraten. Er macht jedoch klar, welches Ziel sein Team anstreben muss. "Für ein Spitzenteam wie McLaren müssen Stopps von unter drei Sekunden das Ziel sein."

Gleichzeitig erinnert Whitmarsh daran, unter welchem Druck die Boxenmannschaft steht. "Ich glaube die meisten Menschen haben keine Vorstellung davon, wie schwer ein Schlagschrauber ist. Damit schnell zu reagieren, ist keine einfache Aufgabe. Dabei arbeiten sie mit sehr heißen Komponenten unter sehr gefährlichen Umständen, und währenddessen blicken Zehn- oder Hundertmillionen Augen auf sie. Es ist körperlich eine große Herausforderung. Und die Teammitglieder werden ja nicht extra dafür bezahlt."

Während in einigen anderen Rennserien wie zum Beispiel der NASCAR professionelle Boxencrews arbeiten, werden diese in der Formel 1 aus "normalen" Teammitgliedern gebildet, die sonst andere Aufgaben ausüben. "Daher blicke ich immer gebangt darauf, ob wir genügend Freiwillige finden", sagt Whitmarsh. "Wir haben einige Veränderungen vorgenommen, und nach den bisherigen Rennen habe ich mich gefragt, ob wir überhaupt noch Freiwillige für die kritischen Positionen finden würden."

Doch das war zu seiner Überraschung kein Problem. "Ich war erstaunt, wie viele Jungs dieses Herausforderung annehmen wollten. Das spricht für unseren Teamgeist." Die Änderungen sollten nun schon in Barcelona spürbar sein. "Wir haben ordentlich trainiert und einige Abläufe geändert. Das sollte sich am Wochenende auszahlen", so Whitmarsh.

Fotoquelle: xpbimages.com

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