Fernando Alonsos erstes Barcelona-Ziel ist der lockere Einzug in Q3 am Samstag

Formel 1 2012

— 10.05.2012

Ferrari: Hoffnung auf Steigerung beim Europa-Auftakt

Fernando Alonso zählt in Barcelona auf seine Fans und hofft vor allem im Qualifying auf einen Schritt nach vorn - Felipe Massa will Aufwärtstrend aus Bahrain fortsetzen



Der Europa-Auftakt einer Formel-1-Saison wird von den Teams alljährlich herbeigesehnt. So auch von Ferrari. Im Falle der Roten kommt in diesem Jahr dazu, dass es das Heimspiel von Nummer-eins-Pilot Fernando Alonso ist: Die Königsklasse gastiert an diesem Wochenende zum Grand Prix von Spanien auf dem Circuit de Catalunya vor den Toren Barcelonas.

"Vor meinem Heimpublikum zu fahren, ist immer etwas Besonders, das ich nur zweimal im Jahr - in Barcelona und Valencia - genießen kann", sagt Alonso und gibt einen Einblick in das aktuelle Entwicklungsprogramm bei Ferrari: "Wir haben einige Updates für den F2012 dabei. Einen Teil davon testeten wir bereits in Mugello, andere Teile werden wir im Freien Training am Freitag erstmalig probieren." Nachdem man während der ersten vier Rennen auf Schadensbegrenzung aus war, müsse die Scuderia den Spieß nun umdrehen und aus eigener Kraft Erfolge einfahren, wie Alonso betont.

Als ersten Schritt auf diesem Weg kommt es nach Meinung des Lokalmatadors darauf an, "im Qualifying sicher in die Top 10 zu fahren". In diesem Zusammenhang zählt der Spanier auf die Unterstützung seiner heimischen Fans auf den Tribünen: "Die Anfeuerungen der Leute lassen mich das Maximum herausholen und sorgen auf der einen schnellen Runde für einen zusätzlichen Motivationsschub."

Gleichzeitig macht Alonso deutlich, dass es für ein gutes Rennergebnis in Barcelona inzwischen nicht mehr zwingend notwendig ist, auf der Pole-Position zu stehen. Dank der diesjährigen Generation der Pirelli-Reifen sind die Rennen unvorhersehbarer denn je. "Das Wichtigste für uns ist es, die Lücke zur Spitze so weit wie möglich zu reduzieren - zunächst an diesem Wochenende und anschließend in Monaco, Montreal, Valencia, Silverstone und so weiter", so Alonso, der betont, dass in diesem Jahr noch 16 Rennen und damit so viele wie in der kompletten Saison 2003 warten.

Massa will an Leistung aus Bahrain anknüpfen

Teamkollege Felipe Massa kann den Grand Prix von Spanien nach zwei rennfreien Wochenenden kaum noch erwarten. "Die Pause seit dem letzten Rennen war schon sehr lang. Das Wichtigste in diesem Zeitraum war natürlich der Mugello-Test. Es war gut, etwas zusätzliche Zeit im Auto zu verbringen, ich bin mir aber nicht sicher, inwieweit es für den weiteren Saisonverlauf von Nutzen war", so der Brasilianer, der sich nicht missverstanden wissen will: "Ein Test ist immer nützlich, aber um in Mugello testen zu können, mussten wir einen der Vorsaisontests opfern. Ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist."

Ungeachtet dessen fand es Massa "absolut fantastisch, wieder einmal mit einem Formel-1-Auto in Mugello zu fahren, erst Recht mit einem Ferrari". Auf dem malerisch in die toskanische Hügellandschaft eingebetteten Kurs legte der Brasilianer einst seine ersten Runden überhaupt am Steuer eines Formel-1-Boliden zurück.

Inwieweit der Test die Scuderia vorangebracht hat, vermag Massa im Vorfeld der ersten Runden auf dem Circuit de Catalunya noch nicht zu beurteilen. "Die wahre Antwort auf diese Frage werden wir wohl erst im Qualifying bekommen", sagt er, ist sich aber gleichzeitig sicher, dass "die neuen Teile, die Fernando am letzten der drei Tage in Mugello testete, eine Verbesserung darstellen".

Gleichzeitig waren naturgemäß auch die anderen Teams nicht untätig, weshalb die tatsächliche Verbesserung in puncto Positionen noch nicht abschätzbar sei. "Wir sagen es schon eine ganze Weile, aber es hat immer noch Gültigkeit: Wir müssen einen größeren Schritt machen als die Teams, die im ersten Teil der Saison vor uns waren", so Massa, der angesichts der aktuellen Leistungsdichte im Feld "schon in den geringfügigsten Änderungen einen möglichen Vorteil" erkennt und betont, dass er sich in Bahrain "schon viel wohler im Auto fühlte", da Ferrari bei diesem Grand Prix "die Reifen besser verstand als vorher".

An den Grand Prix von Spanien hat Massa gute Erinnerungen. "Im Jahr 2007 hatte ich hier ein tolles Rennen, das ich nach hartem Kampf gegen Fernando in der ersten Kurve gewann", erinnert der Brasilianer an das Duell gegen den damals in McLaren-Diensten antretenden Spanier. Im Jahr darauf kam Massa hinter seinem Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen als Zweiter ins Ziel. Es war der bis dato letzte Sieg der Scuderia auf dem Circuit de Catalunya. Alonso schaffte im Jahr 2006 für Renault einen Heimsieg, wartet aber noch auf seinen ersten Barcelona-Triumph am Steuer eines Ferrari.

Fotoquelle: xpbimages.com

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