Sebastian Vettel landete in beiden Freitagssitzungen auf Platz zwei

Formel 1 2012

— 11.05.2012

Vettel: "Schauen wir mal..."

Sebastian Vettel erwartet in Barcelona einen heißen Reifentanz und schleißt nicht aus, am Samstag mit neuen Teilen auf die Strecke zu gehen



Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel beendete die beiden Freitagstrainings zum Grand Prix von Spanien in Barcelona jeweils auf Platz zwei. Am Vormittag war Lokalmatador Fernando Alonso im Ferrari knapp vier Zehntelsekunden schneller als der amtierende Weltmeister. Am Nachmittag konnte sich McLaren-Pilot Jenson Button mit gut 1,5 Zehntelsekunden vor Vettel behaupten.

In seiner Interview-Runde am Freitag spricht Vettel über seine Erwartungen für das Qualifying am Samstag, über seinen Zeitunterschied zu Teamkollege Mark Webber und über die Rolle der Reifen an diesem Wochenende.

Frage: "Sebastian, ist die Pole-Position für dich hier realistisch?"
Sebastian Vettel: "Das ist im Moment schwer zu sagen. Wir sind alle viel gefahren, aber wirklich schlauer ist glaube ich im Moment noch keiner. Jetzt müssen wir die Zeiten mal gut analysieren. Es sieht nicht so schlecht aus. Ich habe nicht viel gesehen von den anderen, aber ich gehe davon aus, dass es morgen im Quali und übermorgen im Rennen spannend werden wird. Die Reifen sind ein großes Thema hier und die über die Distanz zu bringen wird der Schlüssel sein."

Frage: "Wie groß ist der Zeitunterschied zwischen den weichen und den harten Reifen?"
Vettel: "Sehr groß. Wenn man um die Pole fährt, dann fährt man auf jeden Fall mit dem weichen Reifen. Die harten Reifen sind doch einen deutlichen Schritt dahinter. Es wird auf jeden Fall eng, aber im Qualifying wird sich alles auf den weichen Reifen bewegen."

Frage: "Hat sich das, was in Mugello getestet wurde, hier ausgezahlt?"
Vettel: "Es ist noch einiges dazu gekommen. Jetzt ist es wichtig, genau zu schauen, ob alles so funktioniert wie wir uns das wünschen. Wir hatten ein paar neue Teile am Auto, aber das gilt wohl für alle Teams hier in Barcelona. Vom Gefühl her war es kein schlechter Tag, aber man sieht, dass alle ein bisschen zu kämpfen haben und jeder am Rutschen ist. Wir müssen jetzt schauen, dass wir über Nacht einen Schritt nach vorn machen."

Frage: "Inwiefern spielte der Wind heute eine Rolle?"
Vettel: "Der Wind hatte sicherlich einen Einfluss. Man konnte sehen, wie einige Autos von der Strecke abkamen. Dazu kommen die hohen Temperaturen. Ich würde sagen, wir befinden uns in einer ähnlichen Position wie im vergangenen Jahr und werden am Sonntag viele Stopps sehen."

Frage: "Warst du im Vergleich zu Mark Webber auf einem unterschiedlichen Programm unterwegs oder warum war der Abstand so groß?"
Vettel: "Ich weiß nicht genau, was er direkt gemacht hat. Sollte er das gemacht haben, was auf dem Plan stand, dann waren wir ziemlich ähnlich unterwegs. Generell gibt es am Freitagnachmittag keine großen Geheimnisse. Man versucht zunächst, sich mit weniger Benzin zurechtzufinden und dann herauszufinden, wie lange die Reifen mit mehr Benzin im Tank halten. Vom Grundsatz her ist das für alle gleich, aber klar, ob man die Runde dann so trifft und so weiter, da spielen viele Faktoren eine Rolle."

Frage: "Ist für dich das Qualifying wichtiger oder kommt es eher darauf an, Reifen zu sparen?"
Vettel: "Am wichtigsten sind die WM-Punkte am Sonntag. Der Grund, warum wir am Samstag rausgehen ist natürlich, dass wir uns so weit vorn wie möglich qualifizieren wollen - idealerweise auf der Pole. Daran hat sich nichts geändert, aber während des Rennens wird sich in Bezug auf die Reifen einiges tun. Die Startposition sagt nicht unbedingt etwas darüber aus, wo du am Sonntag ins Ziel kommst."

Frage: "Gibt es noch Sachen, die man morgen auspacken wird?"
Vettel: "Schauen wir mal. Im Moment gibt es für uns wie gesagt viel, das wir zu überprüfen haben. Daraufhin wird sich zeigen, ob man morgen genauso fährt oder anders."

Fotoquelle: xpbimages.com

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