Felipe Massa und Fernando Alonso suchen noch nach dem perfekten Setup

Formel 1 2012

— 11.05.2012

Ferrari: Gute Teile, schlechte Teile

Ferrari nutzt den Freitag in Barcelona, um neueste Updates zu evaluieren: Abstimmung braucht noch mehr Zeit - Unterboden als Knackpunkt?



Ferrari hat den Fans am Freitag zunchst viel Hoffnung machen knnen. Fernando Alonso fuhr am Morgen zu einer deutlichen Bestzeit, aber am Nachmittag relativierte sich dieses Ergebnis wieder: Platz 14. Der Spanier war der einzige Pilot im gesamten Feld, der sich im zweiten Freien Training nicht steigern konnte. Alonso lag mit seiner Tagesbestzeit von 1:24.430 Minuten am Ende nur im tristen Mittelfeld. Sein Teamkollege Felipe Massa war in 1:24.418 Minuten nur einen Hauch schneller.

"Schn, endlich mal wieder vor heimischer Kulisse zu fahren. Schon bei meiner Ankuft am Mittwochabend habe ich den herzlichen Empfang von Landsleuten und vielen Ferrari-Fans gesprt", beginnt Alonso seine Zusammenfassung des Tages. "Wir haben heute ein umfangreiches Programm abgespult, wir haben zahlreiche neue Teile genauestens unter die Lupe genommen."

"Die ersten Eindrcke sind positiv. Manche Teile funktionieren wie erwartet, andere weniger", schildert der Spanier. "Grundstzlich besttigt sich der Trend, den wir auch schon Mugello erkennen konnten: Die Daten aus dem Windkanal decken sich mit den Ergebnissen bei den Fahrten auf der Strecke." Dennoch scheint man sich der Sache nicht sicher zu sein. Als Knackpunkt gilt der neue Unterboden am F2012.

"Es geht nicht nur um den Diffusor, sondern auch um jene Bereiche, wo die Luft vor den Seitenksten nach unten geleitet wird", sagt 'BBC'-Technikexperte Gary Anderson. "Das wirkt hnlich wie ein kleiner Diffusor. Dort wird die Luft beschleunigt, die letztlich am Heck im Diffusor landet. Dieses System muss man perfekt aufeinander abstimmen, die Bereiche mssen Hand in Hand arbeiten. Das ist enorm wichtig."

"Wir haben versucht, unser Auto an die Bedingungen anzupassen, aber wir sind noch nicht ganz zufrieden. Es gibt noch Arbeit fr uns", sagt Alonso. "Es war irgendwie ein anderer Freitag als an den vergangenen vier Rennwochenenden, weil die Zeiten so bunt gemischt waren. Die Reifen? Keine berraschungen. Wir kennen sie seit den Wintertests und den ersten Rennen ausreichend gut. Der weiche Pneu ist schneller, der hrtere ist haltbarer - nichts Neues also."

"Es war heute sehr hei, darum wurden die Reifen extrem belastet. Wir haben intensiv am Auto gearbeitet. Bislang sind die Ergebnisse durchaus positiv", sagt Felipe Massa, der am Freitag 260 von insgesamt 506 Ferrari-Kilometern abspulte. "Am Morgen haben wir hauptschlich an der Fahrzeug-Konfiguration gearbeitet, am Nachmittag standen Setuparbeiten und Reifentests auf dem Programm."

"Man kann die Ergebnisse nicht mit den Resultaten der Wintertests vergleichen. Die Bedingungen sind komplett anders, die Streckentemperatur liegt jetzt in einem ganz anderen Bereich", so der Brasilianer. "Wir mssen jetzt die besten Elemente zusammenfgen, um das maximale Potenzial in Qualifying und Rennen abrufen zu knnen. Wenn es auch am Sonntag so hei wird, dann wird es ein noch hrteres Rennen - allein schon wegen des Reifenverschleies."

"Nachdem wir gerade ziemlich viele arbeitsreiche Tage hinter uns gebracht haben - sowohl mit drei Testtagen in Mugello auf der Strecke als auch in der Fabrik, wo alle auergewhnliche Anstrengungen investiert haben, um hierher so viele neue Teile wie mglich mitzubringen -, war das fr das gesamte Team ein sogar noch arbeitsreicherer Freitag als blich", so Technikchef Pat Fry. "In den beiden Einheiten haben wir insbesondere alle neuen zur Verfgung stehenden Teile bewertet und miteinander verglichen, anstatt den blicheren Vorbereitungen auf ein Rennwochenende nachzugehen."

"Ich habe nicht die Gewohnheit, ber neue Teile umgehend zu urteilen: einige Elemente haben unsere Erwartungen vollstndig erfllt, andere weniger. Nun mssen wir alles in Ruhe analysieren, um das Maximale aus dem Verfgbaren herauszuholen und dies an das Auto zu bringen", erklrt der Brite. "Definitiv scheint die Balance des Autos auf den harten Reifen besser zu sein als auf den weichen, und das erklrt kaum die Tatsache, dass wir es nicht geschafft haben, unsere Rundenzeiten bedeutend zu verbessern, als wir von der einen auf die andere Mischung wechselten."

"Wir drfen jedoch nicht vergessen, dass sich Fernando immer im Verkehr befand, wenn er auf einem Satz neuer weicher Reifen war. Wir haben jedoch immer noch eine Menge Arbeit am Setup des Autos zu verrichten, um es so hinzubekommen, dass wir das Maximale aus diesen Reifen herausholen. Alles in allem denke ich, dass wir sagen knnen, dass wir einen Schritt nach vorn gemacht haben. Aber wie gro dieser im Vergleich zu unseren Wettbewerbern ist, ist etwas, das wir erst morgen herausfinden werden", so Fry.

Fotoquelle: xpbimages.com

Weitere Formel 1 Themen

News

Top 10: Die dominantesten Autos der Formel-1-Geschichte

News

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

News

Fotostrecke: Die grten Hassduelle der Formel-1-Geschichte

News

Formel 1 Ungarn 2017: Teamorder-Diskussionen bei Vettel-Sieg

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung