Lewis Hamilton machte heute fast alles richtig

Formel 1 2012

— 12.05.2012

McLaren trauert aberkannter Pole-Position nach

Von ganz vorne nach ganz hinten: Für McLaren verlief das Qualifying nahezu perfekt, letztendlich starten Button und Hamilton aber nur von P10 und P24



Für McLaren lief es im heutigen Qualifying in Barcelona nahezu optimal, doch letztendlich konnte sich keiner im Team freuen. Denn die Pole-Position von Lewis Hamilton wurde nachträglich aberkannt, da der Brite auf seiner Auslaufrunde seinen Boliden abstellte, um nicht jene Benzinmenge zu unterschreiten, die als Restmenge mindestens vorgeschrieben ist, damit die FIA ihre Probe entnehmen kann. Als Konsequenz wird Hamilton morgen von ganz hinten starten.

"Das ist eine große Enttäuschung", so Hamilton. "Die heutige Qualifying-Session war eine der besten, die ich je gefahren bin. Das Auto ließ sich so rund fahren, es fühlte sich fantastisch an. Das Team hat einen großartigen Job gemacht, indem es die Updates für dieses Wochenende brachte. Ich möchte mich bei allen im Team bedanken, die in der Fabrik Tag und Nacht gearbeitet haben, um die neuen Teile hierher zu bringen."

Zur Situation, die letztendlich zur Rückversetzung führte, merkt Hamilton an: "Auf meiner Auslaufrunde sagten mir meine Ingenieure, dass ich das Auto abstellen soll, aber ich wusste nicht warum. Später hörte ich, dass ich aus der Wertung genommen wurde, was natürlich extrem enttäuschend war. Doch nun schauen wir auf den morgigen Tag. Ich denke, dass klar ist, dass es ein unglaublich hartes Rennen für uns wird. Ich werde aber dennoch nicht aufgeben und alles geben. Es würde mir so viel bedeuten, hier in Spanien ein gutes Ergebnis zu erzielen. Es ist so ein Vergnügen, hierher zu kommen, und die Unterstützung ist unglaublich."

Button klagt über fehlende Balance

Teamkollege Jenson Button hatte am Freitag noch die schnellste Zeit des Tages erzielt. Es reichte im Qualifying allerdings nur zu Platz zehn. Dabei profitierte er von der Disqualifikation Hamiltons, da er sich eigentlich als Elfter qualifiziert hatte. "Ich habe von dem heutigen Qualifying eine Menge erwartet, also verstehe ich nicht ganz, was falsch gelaufen ist", erklärt Button nach dem Qualifying.

Der Brite weiter: "Das Auto ist schnell genug, wie Lewis unter Beweis gestellt hat. Wir waren gestern auf den weichen Reifen am schnellsten und ich dachte, dass wir heute auch recht konkurrenzfähig wären. Wir wissen nicht genau, warum das nicht so war. Ich hatte eine andere Balance als gestern, was mir zu schaffen machte. Ich hatte das ganze Qualifying über Übersteuern, und nachdem wir den Frontflügel steiler gestellt hatten, hatte ich Untersteuern. Es ist nicht optimal, nur von Platz zehn zu starten, doch ich hoffe, dass wir heute Abend herausfinden können, was an der Balance nicht stimmte."

Whitmarsh baut auf "kampfeslustige Einstellung"

Teamchef Martin Whitmarsh steht die Enttäuschung über das Qualifying-Ergebnis ins Gesicht geschrieben: "Es wird Sie nicht überraschen, wenn ich sage, dass es ein enttäuschender Tag für McLaren-Mercedes ist. Doch man kann auch etwas Positives anmerken, denn unser Auto war gestern und heute auf dieser anspruchsvollsten aller Strecken sowohl schnell als auch konstant. Dadurch gelang es Jenson und Lewis, extrem schnell zu sein. Doch im letzten Qualifying-Durchgang konnten Jenson und seine Ingenieure nicht die optimale Lösung bei der Abstimmung und den Reifen finden, weshalb er nur Zehnter wurde. Lewis schaffte es hingegen problemlos in Q3 und wiederholte einmal mehr seine großartige Qualifying-Leistung."

Und weiter: "Er konnte seine Auslaufrunde jedoch nicht zu Ende fahren. Wir akzeptieren die Entscheidung der Kommissare, dass das Stehenbleiben nicht durch höhere Gewalt zu erklären war. Unser Ziel ist jetzt, morgen so viele Punkte wie möglich einzufahren, und Sie können sich sicher sein, dass Jenson und Lewis mit ihrer kampfeslustigen Einstellung alles geben werden."

Fotoquelle: McLaren

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