Pastor Maldonado freut sich, Venezuela jubelt in einer historischen Stunde

Formel 1 2012

— 13.05.2012

Maldonado: "Ich hatte alles unter Kontrolle"

Es waren nicht die großen Emotionen, die erste venezolanische Grand-Prix-Sieger der Formel-1-Geschichte in Barcelona zeigte - Maldonado fordert Konstanz



Nüchterner Südamerikaner - ein Widerspruch in sich? Offenbar nicht, denn genauso emotionsarm wie die Gratulation von Renningenieur Xevi Pujolar im Boxenfunk erklang, so gelassen gibt sich auch Pastor Maldonado nach seinem ersten Grand-Prix-Sieg in der Formel 1. "Mein erstes Podium, mein erster Sieg. Sie können sich vorstellen, wie ich mich fühle", sagt der Venezolaner und vermeidet es, über seine Emotionen zu sprechen.

Freude und Erleichterung klingen in seiner Stimme aber durch, wenn er sagt: "Es ist ein wunderbarer Tag, nicht nur für mich, sondern für das Team. Wir haben so hart gearbeitet." Und auch sein Heimatland - die Petrodollar von dessen Präsident Hugo Chavez fließen - vergisst Maldonado nicht. "Es ist ein wirklich wichtiger Sieg für Venezuela. Wir sind ein junges Land", betont er bei 'RTL'. "Ich habe die ganzen Fans im Rücken - und jetzt gewinne ich noch."

Reifenabbau zerrte an den Nerven

Den Sieg noch süßer macht, dass er die achtjährige Abstinenz der Williams-Mannschaft auf der obersten Stufe des Podestes beendet. "Seit dem letzten Jahr haben wir versucht, uns Rennen für Rennen zu verbessern - und jetzt sind wir da", meint Maldonado.

Er ist von seinem Wochenende begeistert: "Gestern hatten wir ein großartiges Qualifying, heute einen großen Tag", so Maldonado, der unter dem Helm gleich mehrere Gründe zum Schwitzen hatte. Nummer eins: die Pirelli-Pneus. "Es war ein hartes Rennen, speziell, weil die Hinterreifen nach ein paar Runden stark in Mitleidenschaft gezogen wurden", analysiert er.

"Wir haben nur darauf geschaut, den Reifenabbau in den Griff zu bekommen. Ich habe irgendwie versucht, sie am Leben zu erhalten." Grund Nummer zwei: Fernando Alonso. Maldonado sah das rote Auto immer größer in den Rückspiegeln, behielt aber die Nerven. "Fernando kam so dicht heran - speziell am Ende der Geraden", erinnert sich der Williams-Pilot.

Auf seine Nerven und den FW34 konnte er sich aber verlassen."Ich habe den Abstand kontrolliert, hatte alles unter Kontrolle. Das Tempo des Autos war wirklich stark, Team und Auto waren fantastisch", resümiert Maldonado.

Zittern beim letzten Stopp

Und auch seine Crew spielte mit bei der großen Maldonado-Show, als eine Radmutter beim letzten Halt kurz klemmte: "Wir haben beim letzten Boxenstopp einen kleinen Fehler gemacht, aber das hat unserer Leistung keinen Abbruch getan", freut sich der Venezolaner für sein Team.

Das hatte ihm einen perfekten Boliden in die Garage gestellt. "Das Auto war so konkurrenzfähig - von der ersten Runde an. Fernando hat einen besseren Start erwischt als ich, aber ich konnte sein Tempo mitgehen", so Maldonado.

Folgt der nächste Streich auf einer Strecke, auf der der 27-Jährige schon im vergangenen Jahr aufhorchen ließ? Maldonado über den nächsten Grand Prix in Monaco: "Eine große Gelegenheit für uns, wieder ein starkes Rennen zu liefern. Ich werde mein Bestes geben, das Team kümmert sich um das Auto." In der Herzschlagsaison 2012 fordert er Stetigkeit: "Wir müssen so weitermachen wie bisher, die Konstanz wird aber das Wichtigste in diesem Jahr sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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