Im Vorjahr rollte Sebastian Vettel mit völlig verschlissenen Reifen zum Sieg

Formel 1 2012

— 16.05.2012

Vettel rechnet auch in Monaco mit Reifenroulette

Warum Sebastian Vettel auch in Monaco mit Überraschungen durch die Reifen rechnet und wieso einen der Kurs zu einer anderen Herangehensweise zwingt



Die Formel-1-Saison 2012 geizt bisher nicht mit Sensationen. Einer der Hauptgründe dafür sind die Pirelli-Reifen, die dieses Jahr noch unberechenbarer sind als im Vorjahr, als die Teams vor allem zu Saisonbeginn ihre liebe Not mit den Gummis hatten. Doch dieses Jahr hat es noch kein Rennstall wirklich geschafft, die Pneus zu verstehen - dadurch verschiebt sich das Kräfteverhältnis wie durch einen Zufallsgenerator von Rennen zu Rennen.

Das mag für Fans aufregend sein, doch für die Teamverantwortlichen ist es ein Alptraum. Michael Schumacher betonte zuletzt mehrmals, dass die Reifen in der "Königsklasse" eine zu große Rolle spielen. Und auch so mancher Experte würde sich berechenbarere Rennen wünschen, denn Prognosen sind in der aktuellen Formel 1 beinahe unmöglich.

Nun steht in der Formel 1 der Klassiker von Monaco auf dem Programm - eine Strecke, wo die Reifen durch die engen, langsamen Kurven und mangelnden Grip völlig anders gefordert werden als zum Beispiel in Sepang, Schanghai oder Barcelona, wo die schnellen Kurven einen enormen Verschleiß zur Folge hatten.

Streckenposition steht im Vordergrund

Wird es daher für die Teams leichter, den Reifen in das richtige Temperaturfenster zu bringen? Sebastian Vettel winkt ab und rechnet gegenüber 'ServusTV' mit einer ähnlich schwierigen Ausgangssituation wie bei anderen Rennen: "Es wird genauso schwer wie woanders."

Dennoch gibt es in Monaco einen gravierenden Unterschied: Während man auf anderen Kursen auch einmal bei der Strategie riskieren und die verlorenen Positionen mit frischen Reifen und mutigen Überholmanövern wieder gutmachen kann, steht im Fürstentum die Position auf der Strecke im Vordergrund.

"Selbst wenn man im Rennen richtig langsam unterwegs ist, wie das bei mir letztes Jahr der Fall war, ist es nicht so einfach, dass man - wenn man schneller könnte - vorbeikommt", hält der Red-Bull-Pilot Szenarien wie bei Kimi Räikkönen in Schanghai 2012, der in der Endphase aufgrund nachlassender Reifen von Platz zwei nach hinten durchgereicht wurde, für äußerst unwahrscheinlich. "Das kann man sich vielleicht in der Situation besser einteilen."

Vettel will Pole-Position nicht überbewerten

Er meint aber dennoch, dass man die Bedeutung der Reifen in den Häuserschluchten nicht unterschätzen dürfe. "Ich glaube schon, dass die Reifen eine große Rolle spielen werden - was die Strategie angeht und wie oft ich reinkommen muss. Aber es wird wahrscheinlich nicht so dominant sein wie in Schanghai oder Barcelona, wo man wirklich merkt, dass die Reifen abbauen und man - wenn jemand wirklich extreme Probleme hat - an jeder zweiten Ecke vorbeifährt, ohne dass es einem schwerfällt."

Die alte Mär, dass die Pole-Position in Monte Carlo bereits der halbe Sieg ist, will der zweifache Weltmeister aber nicht unterstützen. "Ich glaube nicht, dass es in Monte Carlo wichtig ist, ganz vorne zu stehen. Es ist dort natürlich ein größerer Vorteil als überall anders, aber das war schon immer so."

Fotoquelle: xpb.cc

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