Das Feuer in der Williams-Box zerstörte große Teile der Ausrüstung

Formel 1 2012

— 16.05.2012

Verletzter Williams-Mitarbeiter zurück in England

Nach dem Boxenfeuer vom Sonntag ist auch der letzte Williams-Mitarbeiter wieder nach England zurückgekehrt und wird dort weiterbehandelt



Aufatmen bei Williams. Das Teammitglied, welches nach dem Brand in der Box von Bruno Senna seit Sonntagabend in einem spanischen Krankenhaus behandelt wurde, ist wieder zurück in der Heimat. "Ein Teammitglied befindet sich wegen Verbrennungen noch im Krankenhaus. Sein Zustand ist stabil, er ist in guter Verfassung und ist heute zur weiteren Behandlung nach England zurückgekehrt", erklärt Chefingenieur Mark Gillan gegenüber 'Autosport'.

Augenzeugenberichten zufolge war das Feuer beim Entleeren des Benzintanks des Autos von Senna ausgebrochen. "Die Untersuchung der Brandursache dauert an und wird gemeinsam mit den örtlichen Behörden und der FIA durchgeführt", sagt Gillan. Der Brand griff schnell auf die Boxeneinrichtung über und hüllte die Box in dichte Rauchschwaden. Insgesamt wurden bei dem Zwischenfall 31 Personen verletzt. "Einige Menschen mussten im Medical Center behandelt werden, in den meisten Fällen wegen einer Rauchgasinhalation."

Unterstützt von den Mitgliedern anderer Teams, vor allem von Caterham und Force India, begann die Williams-Crew unverzüglich mit den Löscharbeiten. Zugleich wurde versucht, so viele Ausrüstungsgegenstände wie möglich vor den Flammen zu retten. Dennoch ist der Sachschaden erheblich. "Das genaue Ausmaß wird noch ermittelt und wird erst dann feststehen, wenn beide Autos und die gesamte Ausrüstung wieder in der Fabrik sind", erklärt Gillan. "Fest steht jedoch, dass unsere IT-Ausstattung und die Boxeneinrichtung schwer beschädigt sind."

McLaren hatte sich nach dem Brand bereiterklärt, Williams leihweise Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung zu stellen. Ob und in welchem Maße das Team darauf eingehen wird, ließ Gillan offen. Zuvor hatte Williams bereits erklärt, dass die Einsatzbereitschaft beim nächsten Rennen in Monaco nicht gefährdet sei. Allerdings machte Gillan klar, dass bis dahin noch große Anstrengungen auf ihn und seine Mitarbeiter warten. "Nach dem Sieg fahren wir mit großen Erwartungen nach Monaco, aber wegen des Feuers liegt bis dahin noch gewaltige Arbeit vor uns."

Fotoquelle: xpbimages.com

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