Gilles Villeneuve bestritt 66 seiner 67 Grands Prix am Steuer eines Ferrari

Formel 1 2012

— 17.05.2012

Lauda: Villeneuves Speed war unglaublich

Gilles Villeneuve gilt bis heute als Gigant der Formel 1 - Niki Lauda erinnert sich an den populären Kanadier und bedauert dessen frühen Unfalltod



Auch 30 Jahre nach dem tödlichen Unfall von Gilles Villeneuve lebt der nur 32 Jahre alt gewordene Franko-Kanadier in den Herzen der Formel-1-Fans weiter. Im Kreise seiner Fahrerkollegen genoss Villeneuve, der es in seiner viel zu kurzen Karriere auf sechs Grand-Prix-Siege brachte, großen Respekt.

"Gilles war ein unglaubliches Naturtalent. Von vornherein hat der Typ einen Speed gehabt, das war unglaublich", erinnert sich der dreifache Ex-Weltmeister Niki Lauda gegenüber 'ServusTV'. Nach Laudas zweiten WM-Titel im Jahr 1977 übernahm Villeneuve für die letzten beiden Rennen der Saison in Kanada und Japan dessen Ferrari-Cockpit und fuhr bis zum tragischen Ende seiner Karriere für die Scuderia aus Maranello.

Der sympathische Kanadier, der im Qualifying zum Grand Prix von Belgien 1982 in Zolder sein Leben ließ, war aufgrund seiner unbekümmerten Art bei allen beliebt. "Bei Ferrari ist er mit seiner Aura und mit seinem Einsatz natürlich auch Enzo Ferrari nahegestanden, was mir irrsinnig imponiert hat", erzählt Lauda und unterstreicht: "Ich hatte auf positive Art und Weise sehr viel mit ihm zu tun."

Der Österreicher erinnert sich an eine Szene in Zolder, als Villeneuve im Freien Training unmittelbar vor Lauda die Box verließ und sich noch im Verlauf der ersten Runde drehte: "Dann gehe ich nachher zu ihm hin und frage ihn, wieso er sich schon in der ersten Runde dreht, denn der Kurs ist schmutzig und es spielt noch keine Rolle. Sagt er: 'Ich kann nicht anders.'"

Aktionen wie diese trieben Villeneuve stets ein Lachen ins Gesicht, wie Lauda betont. "Er ist immer nur Vollgas gefahren und deshalb war er unter uns immer so geachtet, weil er keine Kompromisse eingegangen ist", lobt der dreifache Weltmeister, der selbst eher für seine kalkulierte Fahrweise bekannt und damit nach Ergebnissen unterm Strich erfolgreicher als Villeneuve war .

"Er war wirklich damals einer der Topfahrer, hat es aber leider nicht zu dem Erfolg gebracht, den viele von uns dann geschafft haben, weil er in Zolder verunglückt ist", bedauert Lauda. Ferrari setzte seinem Lieblingspiloten Gilles Villeneuve am vergangenen Dienstag ein Denkmal, als dessen Sohn Jacques anlässlich des 30. Todestages seines Vaters einige Runden am Steuer des 1979er-Ferrari 312T4 drehte.

Fotoquelle: GPP/xpb.cc

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