Caterham möchte die Chance nutzen und in Monaco nach vorne kommen

Formel 1 2012

— 17.05.2012

Caterham in Monaco: Sprung nach vorne?

Der Kurs in Monaco ist die große Chance für die kleinen Teams: Kann Caterham dank KERS die Ergebnisse aus dem Vorjahr toppen?



Nachdem mit Barcelona ein aus aerodynamischer Sicht sehr anspruchsvoller Kurs abgehakt ist, freuen sich besonders die kleinen Teams auf den Kurs in Monaco. Nirgends spielt die Aerodynamik eine untergeordnetere Rolle. Einzig maximaler Abtrieb zählt. Zudem sollten sich die Piloten Fehler verkneifen.

"Monaco ist das Rennen, das jeder in der Formel 1 gewinnen möchte", weiß auch Heikki Kovalainen. "Es ist nicht nur ein berüchtigtes Formel-1-Rennen. Es ist eine der größten jährlichen Veranstaltungen der Welt. Für die Fahrer ist es ein sehr hartes Rennen, egal ob im oder außerhalb des Autos. Es ist eine Herausforderung, die ich sehr genieße. In den Straßen zu fahren, ist eines der Highlights für einen Formel-1-Fahrer."

Monaco nach wie vor einmalig

"Es ist eines der Rennen, bei denen sich das Feld etwas durchmischt. Das gibt uns die Chance zu etwas Besonderem", erkennt er. "Vergangenes Jahr wurde ich 14., es zählte zu den besseren Ergebnissen der Saison. Hoffentlich können wir das dieses Jahr noch steigern. Dieses Jahr haben wir KERS und ein Auto, das über ein gutes Renntempo verfügt. Unser Auto geht mit den Reifen etwas besser um als die Autos vor uns. Das wird uns vielleicht dabei helfen, ein gutes Ergebnis zu erzielen."

"Ich bin schon oft in Monaco gefahren, nicht nur in der Formel 1", berichtet Teamkollege Witali Petrow. "In der GP2 bin ich aufs Podest gefahren, als ich 2009 Zweiter wurde, was gut war. In der Formel 1 bin ich zwei Mal dort gefahren. Das erste Mal war nicht besonders toll, doch vergangenes Jahr war recht gut, bis ich den Unfall hatte. Es war enttäuschend, doch ich konnte es nicht verhindern."

"Monaco ist ein unglaublicher Ort. Normalerweise haben wir zwischen Barcelona und Monaco nur eine Woche. Ich bin deswegen bereits Sonntagnacht in Barcelona abgereist und nach Monaco gefahren, weil wir am Dienstag vor dem Rennen das Fußballspiel haben, das immer toll ist", so der Russe.

"Die Strecke selbst ist zu Beginn des Wochenendes immer etwas schmutzig. Es ist recht schwierig, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Es ist knifflig, weil die Begrenzungen so nah sind. Wenn man einen Fehler macht oder etwas Übersteuern bekommt, hat man keine Chance für eine Korrektur. Man ist in der Wand. Man benötigt etwas mentale Vorbereitung. Man muss voll konzentriert sein auf jeder Runde in jeder Session. Das Rennen selbst? Die Atmosphäre im Rennen ist unglaublich. Es ist ein beeindruckender Ort, um mit einem Rennauto zu fahren. Ich mag es sehr", schildert Petrow.

Enges Fahrerlager erschwert die Arbeit

"Monaco ist eine einzigartige Herausforderung für die Fahrer und das Team", stellt Mark Smith, der Technische Direktor von Caterham klar. "Der Fakt, dass die Boxen ganz anders sind und das Fahrerlager sehr verdichtet ist, macht es zu einem harten Rennen für unsere LKW-Fahrer, Mechaniker und Ingenieure. Doch es ist ein Rennen, auf das wir uns alle freuen und bei dem jeder gut abschneiden möchte."

"Die Kürze und die wenigen schnellen Sektionen bedeuten, dass es deutlich geringere Unterschiede bei den Rundenzeiten gibt als beispielsweise in Barcelona. Wir nutzen alle den maximalen Abtrieb. Wir haben eine besondere Aero-Konfiguration für Monaco, die wir vielleicht auch in Ungarn nutzen werden. Die Tage, in denen die Autos alle möglichen Arten von Flügeln auf den Autos hatten, sind aber vorbei", erklärt Smith.

"Die Autos sehen nicht deutlich anders aus als in Spanien, doch wir haben den größtmöglichen Abtrieb in Monte Carlo", so der Technische Direktor von Caterham. "Andere Herausforderungen stellen die Kühlung der Bremsen und der Reifenabbau dar. Man muss sicherstellen, dass die Bremsen so effizient wie möglich gekühlt werden. Das ist etwas, an dem wir beim Mugello-Test gearbeitet haben. Wir sind froh, eine gute Lösung gefunden zu haben."

Doch auch die Reifen sind nach wie vor ein heikles Thema für die Fahrer und Teams: "Wir haben den weichen und den superweichen Reifen in Monaco. Wenn der Abbau der weichen Reifen dem von Spanien ähnelt, wird es mit der Strategie kritisch."

Fernandes ist stolz

Teamchef Tony Fernandes möchte vor dem Rennen in Monaco noch einmal an das Geschehene von Barcelona erinnern: "Als das Team zurückkehrte, habe ich eine sehr nette Nachricht von Jean Todt erhalten, der unseren Jungs für die Hilfe dankte, das Feuer am Sonntag unter Kontrolle zu bekommen."

"Das Handeln des Williams-Teams, Leuten unseres Teams und den anderen hat eine Eskalation der Lage verhindert. Es macht mich unglaublich stolz, ein Teil dieses Sports zu sein, der so viel Mut und Spirit zeigt. Teams wie Williams sind unsere Messlatte", so Fernandes.

Fotoquelle: xpb.cc

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