Michael Schumacher wurde für sein Manöver gegen Bruno Senna bestraft

Formel 1 2012

— 18.05.2012

Wo steht Mercedes in Monaco?

Nico Rosberg freut sich auf sein Heimrennen und denkt, dass mindestens zehn Fahrer Siegchancen haben - Michael Schumacher durch Strafversetzung eingebremst



Monaco ist auch fr Mercedes ein besonderes Rennen. Die sechste Station des Formel-1-Kalenders 2012 hat auch dieses Jahr nichts von dem Glamour und der Einzigartigkeit verloren. Der Kurs an der Cote d'Azur stellt die Piloten Jahr fr Jahr auf eine sehr spezielle Probe: In einer Runde machen die Piloten jeweils 130 Lenkbewegungen und wechseln alle 54 Meter den Gang.

"Die Strecke in Monaco ist schon ein ganz eigenes Pflaster", erkennt auch Michael Schumacher, der bereits fnf Siege im Frstentum einfahren konnte. "Man knnte sie mit einem guten Schuss Ironie als Widerspruch in sich betrachten - einerseits setzen wir Fahrer uns seit vielen Jahren erfolgreich fr mehr Sicherheit an den Strecken ein, andererseits fahren wir freiwillig in Monaco."

Ist Monaco sicher genug?

"Aus meiner Sicht ist das aber ein Mal im Jahr durchaus zu vertreten, besonders, weil das Fahren dort so wahnsinnig viel Spa macht. Jedes Jahr wieder vor diesem Rennwochenende freue ich mich darauf, endlich auf die Strecke zu fahren", berichtet der Rekordweltmeister, der durch sein Manver im Rennen von Barcelona fnf Startpltze nach hinten versetzt wird.

"Natrlich vergrert es meine Vorfreude nicht gerade, dass ich fnf Startpltze verlieren werde, letztlich bedeutet dies aber nur, dass ich noch hrter kmpfen werde. Wenn man die Arbeit sieht, die jeder im Team in die Weiterentwicklung unseres Autos steckt, bin ich zuversichtlich, dass wir in Monaco ganz gut aussehen und das Beste aus dem Wochenende heraus holen knnen", so Schumacher.

Rosberg freut sich auf sein Heimrennen

Teamkollege Nico Rosberg hat in China bewiesen, dass er Rennen gewinnen kann. Ein Sieg beim Heimrennen fehlt ihm aber noch: "Ich liebe den Groen Preis von Monaco. Es ist ein groartiges Gefhl, zu Hause zu fahren und zu wissen, dass ich alle meine Freunde und meine Familie wiedersehe."

"Ich war in den Straen von Monaco stets schnell und ich glaube, dass wir am nchsten Wochenende ein gutes Resultat erzielen knnen. Die Streckencharakteristik sollte unserem Auto liegen, allerdings wird der Umgang mit den Reifen auch hier entscheidend sein - genauso wie es bei allen Rennen in dieser Saison bisher der Fall gewesen ist", analysiert er.

"Bislang gab es in diesem Jahr fnf verschiedene Sieger und in Monaco besitzen mindestens zehn Fahrer Siegchancen. Uns knnte dort eines der interessantesten Rennen seit vielen Jahren erwarten", prognostiziert der Mercedes-Pilot. Teamchef Ross Brawn wird in Monaco wieder vor Ort sein, nachdem er in Spanien krankheitsbedingt fehlte.

Brawn erwartet Steigerung

"Monaco ist eine einzigartige Strecke, weshalb sie zu jenen Kursen zhlt, auf denen alles geschehen kann - besonders in einer Saison wie dieser, die bisher nahezu unvorhersehbar war", erklrt der Brite. "Trotz der logistischen Herausforderungen dieses Wochenendes freuen sich alle im Team sowie die Fahrer auf das Rennen in Monaco."

"Das Erlebnis, in Monaco zu gewinnen, ist ein ganz Besonderes. Nach Nicos Sieg in China erlebten wir zwei schwierige Rennwochenenden, aber ich bin zuversichtlich, dass wir ab Monaco eine Steigerung erkennen werden, wenn unsere jngsten Neuerungen am Auto beginnen, sich auszuwirken", schildert Brawn.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug wie vielen anderen Experten auch der Durchblick, wie die Krfteverhltnisse in der Formel 1 momentan einzuschtzen sind: "Fnf Rennen, fnf verschiedene Sieger aus fnf unterschiedlichen Teams - das erste Viertel der Saison 2012 steckte voller Spannung und berraschender Rennergebnisse. Jetzt ist die Formel 1 auf der untypischsten, aber wohl auch reizvollsten Strecke von allen, in Monaco, zu Gast."

"Dort stehen die Autos und Fahrer vor einer ungewhnlichen und einzigartigen Herausforderung - neben schnellen und vergleichsweise engen Passagen werden acht Kurven mit Formel 1-untypischen Tempi von weniger als 100 km/h durchfahren und im Rennen gibt es mehr als 4.500 Schaltvorgnge", analysiert Haug.

Haug analysiert die Krfteverhltnisse

"Fr die Fahrer ist der Kurs auerordentlich fordernd und eine einzigartige und durchaus beliebte Herausforderung: Mehr als auf jeder anderen Strecke kann der Fahrer in Monaco den Unterschied machen, am meisten auf einer Runde im Qualifying", schtz er ein. "Nico und Michael haben in den vergangenen Jahren ein groartiges Gefhl fr diese und viel Knnen auf dieser Strecke gezeigt."

"In dieser Saison war viel die Rede von der Unvorhersehbarkeit und der Unkalkulierbarkeit des Krfteverhltnisses unter den Teams, aber es gibt auch Fakten, die unumstlich sind: Bei drei von fnf Rennen startete der Sieger aus der Pole Position - unter ihnen auch Nico bei seinem Sieg in China", erklrt Haug.

"Fnf Fahrer haben bisher jede Rennrunde absolviert und sie alle liegen in den Top Sieben der aktuellen WM-Wertung. Ein guter Qualifying-Speed wurde bislang bei jedem Rennen belohnt und es ist in der hart umkmpften Saison 2012 besonders wichtig, Rennen konstant in den Punkten zu beenden", bemerkt der Mercedes-Motorsportchef.

"In den letzten drei Rennen seit seinem Sieg in China holte Nico mit 41 Zhlern nach Sebastian Vettel mit 43 die meisten Punkte im Feld", berichtet Haug. "Unser Fokus liegt in Monaco darauf, das Beste aus unserem weiterentwickelten technischen Paket zu holen. Besonders wichtig ist auf dieser Strecke das Vertrauen des Fahrers in sein Auto, das hier mehr zhlt als auf jedem anderen Kurs im Rennkalender."

Fotoquelle: xpbimages.com

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