Bisher stellte HRT keine ernsthafte Konkurrenz für Marussia dar

Formel 1 2012

— 21.05.2012

HRT: In Monaco näher an Marussia?

Auch ohne ein spezifisches Monaco-Paket möchte HRT den Rückstand nach vorne verringern - Pedro de la Rosa: "Wir erwarten, näher dran zu sein"



Für HRT waren die vergangenen Tage etwas stressiger als sonst. Nach dem Barcelona-Rennen stand die Präsentation des neuen Firmensitzes in Madrid auf dem Plan. Das junge spanische Team hat von nun an einen adäquaten Hauptsitz, in dem man sich nun voll und ganz auf die Verbesserung des aktuellen Autos konzentrieren kann. Neben der feierlichen Präsentation musste man sich nebenbei auch auf Monaco vorbereiten. Es ist das Rennen, in dem es für HRT wohl am einfachsten ist, ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Durch die fehlenden Kapazitäten hat man sich aber dazu entschieden, keine spezifischen Teile mit an die Cote d'Azur mitzubringen, wie es bei der Konkurrenz seit vielen Jahren normal ist. HRT möchte sich lieber auf die allgemeine Verbesserung des F112 konzentrieren. "Monaco ist ein besonderer Grand Prix", bemerkt Teamchef Luis Perez-Sala. "Es ist ein Kurs, den ich zu meiner Zeit als Fahrer sehr gemocht habe, weil man immer sehr nah an den Begrenzungen fährt und sich nicht einen Fehler erlauben darf."

"Aus mechanischer Sicht ist der Kurs sehr fordernd. Das Können der Fahrer sowie die physikalische und psychischen Fähigkeiten werden auf eine Probe gestellt, weil man sich nicht vertun kann. Deshalb muss man zu jeder Zeit voll konzentriert sein. Es ist ein harter Test für die Zuverlässigkeit der Autos - vor allem, wenn es heiß ist. Wir haben kleine Upgrades für dieses Rennen, die uns dabei helfen sollen, den Abstand nach vorne zu verringern. Das Team freut sich auf ein schönes Rennen in Monaco", so der HRT-Teamchef.

De la Rosa erwartet Safety-Car-Phase

"Monaco ist mit Abstand der schwierigste und technischste Kurs der gesamten Meisterschaft", analysiert Routinier Pedro de la Rosa. "Der einzige Trick auf dieser Strecke ist, Kilometer zu sammeln und die Einstellungen des Autos nicht allzu sehr zu verändern, weil man dadurch mehr fahren kann. Wir müssen am Donnerstag so viel Runden wie möglich abspulen, um Vertrauen fürs Qualifying aufzubauen."

"Das ist das Wichtigste in Monaco. Eine weitere Schwierigkeit besteht im Verkehr. Es ist entscheidend, eine saubere Runde zu fahren und das Maximum herauszuholen. Pirelli bringt die weichen und die superweichen Reifen mit. Deshalb ist es noch wichtiger, eine gute erste Runde mit den superweichen zu fahren. Sie werden nicht für zwei Runden gut sein", prognostiziert der Spanier.

"Im Rennen besteht der wichtigste Punkt darin, sich die Strategie gut zu überlegen. Es wird höchstwahrscheinlich eine Safety-Car-Phase geben" denkt de la Rosa. "Das Glück spielt also auch eine Rolle. Wir freuen uns alle sehr auf das Rennen, weil die Aerodynamik weniger wichtig ist als auf einer Strecke wie Barcelona. Deswegen erwarten wir, näher an den Führenden dran zu sein, als beim vergangenen Grand Prix."

Karthikeyan mag keine Stadtkurse

Teamkollege Narain Karthikeyan hat vor dem Wochenende in Monaco keine allzu großen Erwartungen, freut sich aber dennoch auf das Spektakel: "Straßenkurse gehören nicht zu meinen Lieblingsstrecken, doch Monaco hat sicher einen besonderen Stellenwert im Kalender. Es ist nicht alltäglich, dass man in solch einer schönen Kulisse und bei solch einer tollen Atmosphäre ein Rennen fahren kann."

"Es ist eines der anspruchsvollsten Rennen, weil man sehr nah an den Begrenzungen fährt. Man kann sich keinen Fehler erlauben. Vergangenes Jahr lief es trotz der Probleme im Qualifying und im Training ganz anständig. Nach einem enttäuschenden Wochenende in Barcelona hoffe ich dieses Mal auf mehr Glück und auf eine Gelegenheit, um mit den Updates von Spanien zu arbeiten", schildert der Inder. "Hoffentlich haben wir ein problemfreies Wochenende."

Fotoquelle: xpbimages.com

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