Christian Horner gewährt Adrian Newey seine Rennambitionen

Formel 1 2012

— 22.05.2012

Zittern bei Red Bull: Newey wieder im Rennfieber

Am Wochenende nach Monaco will Stardesigner Adrian Newey bei der Lamborghini Super Trofeo starten - In den letzten Jahren war er immer wieder in Unfälle verwickelt



Adrian Newey kann es nicht lassen. Der britische Red-Bull-Star-Designer wagt sich wieder einmal auf die Rennstrecke - er wird in zwei Wochen (2. und 3. Juni) bei der Lamborghini Blancpain Super Trofeo in Silverstone an den Start gehen. Der 53-Jährige teilt sich den 570 PS starken Lamborghini Gallardo Trofeo, der Vierrad-Antrieb besitzt, mit dem Chefredakteur des italienischen Kultmagazins 'Autosprint', Alberto Sabbatini. Insgesamt werden 18 Autos am Start stehen.

Die Nerven der Red-Bull-Manager werden an diesem Wochenende wohl besonders gespannt sein, denn Newey gilt als Schlüsselfigur für den Erfolg der Truppe aus Milton Keynes. Er zeichnet insgesamt für acht Konstrukteurs-Weltmeisterschaften verantwortlich - dies gelang ihm mit den Teams Red Bull, McLaren und Williams.

Newey gilt als durchaus erfahrener Hobby-Rennfahrer: 2010 durfte er beim legendären Festival of Speed seinen eigenen Red Bull RB5 ausprobieren, zudem ist er immer wieder bei Rennen am Start. Dass es dabei auch krachen kann, hat das Red-Bull-Mastermind schon mehrmals bewiesen. 2006 verschrottete er einen Ford GT40 beim historischen 24-Stunden-Rennen von Le Mans, 2010 war er beim Ginetta-G50-Rennen in Snetterton in eine Kollision verwickelt. Beide Male endete sein Abenteuer im Krankenwagen.

Dennoch sehen die Entscheidungsträger im österreichischen Fuschl und in Milton Keynes davon ab, Newey seine Rennabenteuer zu verbieten, schließlich ist die Freigabe einer der Gründe, warum der Technikverantwortliche 2006 von McLaren zu Red Bull gewechselt war. "Adrian ist ein eifriger Amateur-Rennfahrer", verteidigte Teamchef Christian Horner gegenüber der 'SportWoche' Neweys teils gefährliche Ausflüge auf die Rennstrecken. "Er ist ein Freigeist. Er ist am Steuer sehr kompetent. Es liegt doch an ihm, was er in seiner Freizeit macht."

Horner glaubt, dass sich ein Verbot negativ auswirken würde: "Je mehr du jemanden einschränkst, desto weniger ausgefüllt ist er - und der Frust steigt. Für uns ist es kein Problem, dass Adrian seinen Interessen nachgeht." Der Teamchef stellt klar, dass das Designgenie bei seinem Ex-Team in seinen Freiheiten eingeschränkt war: "Aber Adrian ist sein eigener Herr, und er braucht die Freiheit. Wir geben sie ihm."

Fotoquelle: A. Hone/Getty Images

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