Timo Glock will sich gegen die Konkurrenz der direkten Rivalen verteidigen

Formel 1 2012

— 22.05.2012

Monaco: Marussia will zehnten Platz absichern

Mit Monaco und Kanada stehen für Marussia wichtige Rennen bevor - Turbulente Rennverläufe könnten wichtige Platzierungen für die Konstrukteurs-WM ermöglichen



Das Marussia-Team verteidigt nach wie vor die zehnte Position in der Formel-1-WM - damit liegt man vor der direkten Konkurrenz von Caterham und HRT. Grund ist der 14. Platz von Timo Glock in Melbourne. Und das, obwohl der MR01 davor keinen einzigen Test absolviert hatte. Doch nun stehen für die Truppe von Teamchef John Booth wichtige Rennen bevor.

Beim Formel-1-Roulette im Leitplankendschungel von Monaco weiß man nie, was passieren wird - auch ein Chaosrennen ist nicht auszuschließen. Und dann folgt gleich der Grand Prix von Kanada - ein Rennen, wo traditionell viele Piloten ausscheiden. Daher könnten sich für die kleinen Teams günstige Gelegenheiten bieten, gute Platzierungen oder eventuell sogar Punkte einzufahren - der Kampf um Platz zehn, der für die kleinen Teams vor allem in Hinblick auf die besonders wichtigen TV-Gelder von Bernie Ecclestone von großer Bedeutung ist, könnte sich also in den kommenden Wochen entscheiden.

Glock hofft auf Ende der Balance-Probleme

Glock möchte nach zwei enttäuschenden Jahren bei Marussia die Rote Laterne endlich abgeben und zumindest seinen aktuellen 19. Platz in der Fahrer-WM verteidigen. Auch er sieht Monaco als durchaus entscheidendes Rennen. "Monaco ist jedes Mal ein sehr spezielles Wochenende", sagt der Wersauer. "Es handelt sich um den ersten echten Stadtkurs, und es ist jedes Mal eine große Veranstaltung. Zudem bieten sich Möglichkeiten für kleine Teams, da so viele Faktoren eine Rolle spielen und öfter als auf anderen Strecken Situationen auftreten können, die außerhalb deiner Kontrolle liegen."

Außerdem spielt die Aerodynamik - mit Sicherheit die Schwachstelle von Marussia - in den langsamen Kurven im Fürstentum nur eine untergeordnete Rolle. Glock wünscht sich daher ein problemloses Wochenende: "Dann könnte es auch am Renntag gut laufen. Von meiner Seite hoffe ich, dass wir die Balance-Probleme bei meinem Auto, die uns bei den vergangenen zwei Rennen beeinträchtigten, in den Griff bekommen haben. Ich liebe Monaco, daher hoffe ich auch ein gutes Auto, mit dem ich an diesem Rennwochenende attackieren kann. Ich kann es nicht erwarten, dass es endlich losgeht."

Pic zeigt Respekt vor Monaco

Teamkollege Charles Pic kennt den Kurs im Fürstentum, allerdings nicht aus dem Formel-1-Cockpit. "Monaco ist speziell", weiß der Franzose, "es ist eines der Rennen, auf das ich mich in meiner Debütsaison am meisten gefreut habe. Nichts kann dich auf so eine Herausforderung vorbereiten - trotz meiner GP2-Erfahrung. Ich kann es nicht erwarten, es selbst zu erleben, wenn es am Donnerstag endlich losgeht."

Ihm ist allerdings bewusst, dass das Erlebnis schneller vorbei sein könnte, als ihm lieb ist: "Die Strecke verzeiht nichts, also hoffe ich, dass ich nach diesem Wochenende sagen kann, dass ich gute Arbeit geleistet habe. Das letzte Rennen endete für mich in einer Enttäuschung, und wir müssen wieder zu unserer guten Zuverlässigkeit zurückkehren, da das eigentlich eine unserer Stärken ist. Das wird auch ein Schlüsselfaktor sein, wenn wir den zehnten Platz in der Konstrukteurs-WM verteidigen wollen. Dieses Wochenende wird jedenfalls auch neben der Strecke sehr stressig, aber ich habe vor, jeden Augenblick dieser Erfahrung zu genießen."

Booth sieht Team besonders gefordert

Für Teamchef Booth stellt der Grand Prix von Monaco wie jedes Jahr eines der Saisonhighlights dar: "Ich glaube, dass jeder schon gespannt ist, welche Überraschungen Monaco an diesem Wochenende für uns bereithält. Wir hatten in den ersten fünf Saisonrennen von allem etwas, darunter fünf verschiedene Sieger - und Monaco ist jedes Jahr eine andere Geschichte. Diese Saison entwickelt sich für die Fans wirklich großartig, und das möge noch lange so weitergehen."

Dem Briten ist bewusst, dass der Kurs in Monaco starken Piloten die Chance gibt, über das Auto hinauszuwachsen - daher rechnet er mit besonders motivierten Fahrern: "In diesem Rennen zählt der Fahrer besonders viel, denn die Strecke verlangt einem besonders viel ab - Präzision und Hingabe sind besonders wichtig. Daher liegt es an uns, Timo und Charles ein Auto zu liefern, das ihnen absolutes Vertrauen gibt - während Charles bisher von Balance-Problemen ziemlich verschont blieb, gab es bei Timo bei den vergangenen Rennen immer wieder Schwierigkeiten. Wir hoffen, dass wir diese Probleme im Griff haben, wenn es am Donnerstag losgeht, damit beide voll auf ihre Kosten kommen können."

Das wäre für das Team auch wünschenswert, da viele Gäste des Teams dem Rennen in Monaco beiwohnen werden. "Das Rennen ist jedes Jahr ein tolles Erlebnis für unser Team und unsere Partner - viele von ihnen werden uns dieses Jahr begleiten. Ich freue mich darauf, die Zeit mit ihnen zu verbringen. Das Wetter könnte ganz interessant werden: Im ersten Teil der Woche erwartet uns eher unwirtliches Wetter, was man von Südfrankreich vielleicht nicht erwarten würde. Auch im Laufe des Wochenendes gibt es keine Garantie für eine Verbesserung. Das Rennen könnte also in jeder Hinsicht interessant werden."

Fotoquelle: Marussia

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