Felipe Massa posiert im Fahrerlager von Monaco - läuft es diesmal besser?

Formel 1 2012

— 23.05.2012

Massa: "Meine Situation wirkt sich auch mental aus"

Der angezählte Ferrari-Pilot Felipe Massa gibt zu, mental unter der aktuellen Lage zu leiden, sieht Alonso nicht als das Problem und hofft auf einen Neustart in Monaco



Felipe Massas verzweifelte Ankündigungen erinnern bereits an den Hollywood-Klassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier". Da macht auch der Formel-1-Klassiker in der Wahlheimat des Brasilianers keine Ausnahme. Im Vorfeld des Grand-Prix-Wochenendes stellt der schwer unter Druck stehende Ferrari-Star einmal mehr klar, dass es auf diese Art und Weise nicht weitergehen kann und dass es oft nur Kleinigkeiten brauche, um eine Trendwende einzuleiten.

"Ich hoffe, dass meine Weltmeisterschaft 2012 an diesem Wochenende beginnt", übt sich Massa in Durchhalteparolen. "Vor allem, da es sich hier um mein zweites Heimrennen handelt und ich hier den Großteil des Jahres verbringe. Daher hoffe ich, dass es an diesem Wochenende besser läuft als bei den vergangenen Rennen. Dieses Rennen unterscheidet sich von ziemlichen allen außer Singapur, und daher hoffe ich, dass es für mich einen Neuanfang darstellt."

Massa gibt zu, dass er sich in der größten Krise seiner bisherigen Karriere befindet: "Ich hatte in meiner Karriere schon einige schwierige Zeiten, und vielleicht war dieser Saisonstart die bisher schwierigste Zeit. Daher müssen wir aus dieser Lage herauskommen und in die richtige Richtung gehen - darauf konzentriere ich mich."

Massa gibt mentales Tief zu

Zuletzt machten Spekulationen die Runde, wonach der 30-Jährige in Spanien und Monaco nur noch auf Bewährung fahre - demnach müsste er nun eine Glanzleistung zeigen, da das Barcelona-Wochenende in die Hose ging. Kein Wunder, dass Massa auch psychisch angeschlagen ist: "Ich musste mich mit der technischen Seite des Problems beschäftigen, aber das wirkt sich auch auf die mentale Seite aus, da es nicht einfach ist, mit dieser Situation umzugehen. Wenn man aber eine Sache löst, dann ist es leichter, auch die anderen zu lösen."

Während Massa nach fünf Rennen in der WM-Wertung nur 17. Ist, liegt Teamkollege Fernando Alonso punktegleich mit WM-Leader Sebastian Vettel auf dem zweiten Platz. Sind die starken Leistungen des Spaniers ein Grund für die Krise des Ferrari-Routiniers? "Ich denke nicht, dass Fernando das Problem ist", winkt er ab. "Man hat immer großartige Teamkollegen und schwierige Zeiten mit dem Teamkollegen - starke Kerle treffen aufeinander."

Massa vorsichtig optimistisch

Mit seinen Erwartungen für dieses Wochenende hält sich Massa zurück, schließlich lief es auch bei den vergangenen fünf Rennen nicht nach Wunsch. Dennoch analysiert er das Potenzial des F2012 in den Häuserschluchten von Monaco: "Wenn wir trotz der Verbesserungen akzeptieren, dass die zwei Schwachpunkte des F2012 Traktion und Topspeed sind, dann sollte zumindest der Topspeed auf diesem langsamen Stadtkurs kein Problem sein - das könnte uns also helfen. Aber wir müssen natürlich abwarten, was im Training passiert, um die Situation zu verstehen."

Immerhin sind die WM-Leader noch nicht völlig enteilt, denn dieses Jahr kann sich bisher kein Pilot im Klassement absetzen. "Normalerweise liegen die besten Autos an der Spitze, doch derzeit ist es schwer herauszufinden, welche Autos die besten sind", fällt Massa auf.

"Es ist schwer zu sagen, welches Auto bei welchem Rennen die meisten Punkte holen kann. Das liegt daran, dass sich die Situation von einer Strecke zur anderen ändern kann. Wir haben gesehen, dass Autos, die auf gewissen Strecken eingeschätzt wurden, den Erwartungen nicht entsprechen konnten. Normalerweise weiß man in einer Weltmeisterschaft nach ein paar Rennen, in welche Richtung es gehen wird. Dieses Jahr ist es aber viel schwieriger, sich ein Bild zu machen."

Fotoquelle: Ferrari

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