Fernando Alonso fuhr am Vormittag in Monte Carlo zur Bestzeit

Formel 1 2012

— 24.05.2012

Session frühzeitig abgebrochen: Bestzeit für Alonso

Heikki Kovalainen vernebelt mit einem Renault-Motorschaden den Tunnel, sodass niemand mehr Fernando Alonsos Bestzeit angreifen kann



Für den Rest des Wochenendes ist der Wetterbericht instabil, aber während des ersten Freien Trainings zum Grand Prix von Monaco präsentierte sich die Cote d'Azur von ihrer schönsten Seite. Zwar ist es nach rund acht Minuten unmöglich, Rückschlüsse auf das Kräfteverhältnis zu ziehen, aber die erste Bestzeit des Donnerstags sicherte sich Fernando Alonso in 1:16.265 Minuten.

Der Ferrari-Pilot verpasste damit seine Donnerstags-Bestzeit aus dem Vorjahr (1:15.123 Minuten), distanzierte aber Romain Grosjean (Lotus) um 0,365 und Sergio Perez (Sauber) um 0,446 Sekunden. Perez war zu Beginn der Session der Erste, der einen kompletten Run absolvierte - möglicherweise auch, um sein Unfalltrauma des Vorjahres gleich zu Beginn des Wochenendes abzuschütteln. Das dürfte ihm gelungen sein.

Kovalainens Renault-Motor geplatzt

Eine Zeitenjagd am Ende blieb übrigens aus, weil die Session knapp zehn Minuten vor Schluss unterbrochen werden musste. Heikki Kovalainen (18./Caterham/+2,774) vernebelte erst den kompletten Tunnel, ehe der Motor vor der Hafenschikane komplett kaputt ging und blockierte, sodass der Finne an einer gefährlichen Stelle stehen bleiben musste. "Der Motor ist weg", funkte Kovalainen, ehe sein Caterham von neun Streckenposten weggeschoben wurde.

"Wir wissen nicht genau, was passiert ist", erklärt ein Caterham-Sprecher. "Als Heikki aus dem Tunnel herauskam, spürte er, wie die Hinterachse blockierte. Deshalb stellte er das Auto ab. Das Fahrzeug wurde nicht beschädigt, doch es gab reichlich Rauch. Für den Nachmittag dürfte ein Motorwechsel anstehen. Wenn der bisherige Motor dann wieder in der Renault-Fabrik ist und dort untersucht wird, dürfte sich die genaue Ursache feststellen lassen."

"Das ist eine Stelle, an der man nicht stehen bleiben sollte, aber wo soll man hin, wenn der Motor blockiert?", meint Experte Marc Surer. Zum Glück ging die Situation glimpflich aus und alle nachfolgenden Autos konnten trotz der schlechten Sicht ausweichen. Aufgrund der von Kovalainen gelegten Ölspur im Tunnel wurde die Session nicht mehr neu gestartet - sehr zum Leidwesen von Sebastian Vettel (9./Red Bull/+0,957), der noch etwas ausprobieren wollte.

Training: Jede Runde zählt

"In Monaco", weiß der ehemalige Formel-1-Pilot Surer, "zählt jede Runde. Es ist eine Fahrerstrecke. Natürlich muss das Auto passen, aber der Einfluss des Fahrers ist hier größer als auf jeder anderen Strecke." Hofft auch der drittplatzierte Perez und meint selbstbewusst: "Wir sind hier ziemlich konkurrenzfähig. Es wird also unser Ziel sein, um das Podium zu kämpfen." Pirelli-Testfahrer Jaime Alguersuari macht ihm Mut: "Sauber scheint einen Schritt gemacht zu haben."

Ex-Weltmeister Mika Häkkinen hat eher seinen Landsmann Kimi Räikkönen auf der Rechnung: "Der Lotus scheint hier wirklich gut zu gehen." Aber während Grosjean im Drift-Fahrstil von Anfang an ganz vorne mitfuhr, hatte Räikkönen die Lotus-Box schon verlassen, als Kovalainens Renault-Motor noch gar nicht geplatzt war. Wegen eines Problems mit der Servolenkung musste der "Iceman" die erste Session nach der Installationsrunde spritzen.

Massa bemüht, aber verkrampft

Die Monaco-Spezialisten Lewis Hamilton (McLaren/+0,482) und Pastor Maldonado (Williams/+0,495) landeten auf den Plätzen vier und fünf, noch vor Felipe Massa (Ferrari/+0,578), der heute Morgen sehr couragiert wirkte und 19 Runden absolvierte. In einer davon streifte er unnötigerweise auf der Geraden (!) vor der Tabak-Kurve die Leitplanken, aber das Team nahm ihn via Funk in Schutz: "Schon okay, kann passieren, Felipe."

Das Mercedes-Duo Rosberg/Schumacher landete mit jeweils rund einer Sekunde Rückstand auf den Plätzen zehn und elf, unmittelbar vor Nico Hülkenberg (Force India/+1,366). Apropos Mercedes: Schumacher bereitete seiner Crew ein wenig Arbeit, als er mit einem losen Frontflügel an die Box kam. Was die Ursache für dieses Problem war, ging aus den TV-Bildern jedoch nicht hervor. 13. wurde Mark Webber (Red Bull/+1,841).

Jenson Button (+0,925) belegte zunächst Platz acht. McLaren testete aber nicht nur für dieses Wochenende, sondern auch schon 2013er-Komponenten - und die scheinen die Fahrer noch immer in der Sicht zu beschränken, wie Button über Funk lautstark bemängelte. Ansonsten gab es während des ersten Trainings keine Zwischenfälle oder Crashes, was für die Disziplin des Starterfeldes spricht. Übrigens: Freitagstester waren heute nicht im Einsatz.

Fotoquelle: xpbimages.com

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