Teamchef Christian Horner hofft, dass kein Protest mehr eingelegt wird

Formel 1 2012

— 27.05.2012

Protest gegen Red Bull unwahrscheinlich

Ferrari und Mercedes legen keinen Protest gegen Red Bull ein - Christian Horner: "Ich wäre enttäuscht, sollte es doch einen geben" (Artikel-Update)



Vor dem heutigen Grand Prix von Monaco sorgten Gerüchte für Aufregung, wonach McLaren und/oder Ferrari nach dem Rennen gegen Red Bull Protest einlegen könnten. Anstoß der Diskussionen ist ein Loch im Unterboden des RB8, das sich unmittelbar vor den Hinterrädern befindet und selbst mit freiem Auge gut zu erkennen ist.

Aber: "Im Moment deutet nichts darauf hin, dass das die Absicht ist", antwortet Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali auf die Frage, ob er einen Protest gegen das heutige Rennergebnis erwartet. Bereits vor dem Start hatte Mercedes abgewunken: "Wir haben in Barcelona eine Anfrage über das Design gestellt. Uns wurde gesagt, es sei eine clevere Interpretation, und dabei haben wir es belassen", so Ross Brawn gegenüber 'Sky Sports F1'.

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh hatte einen Protest ebenfalls ausgeschlossen, glaubt aber, dass Ferrari das Thema nicht auf sich beruhen lassen wird. Damit scheint er nicht ganz falsch zu liegen, denn Domenicali stellt klar: "Wir brauchen sicher eine Klarstellung in diesem Punkt. Es gibt eine Diskussion, aber mehr im Moment nicht. Ich denke, wir müssen vielleicht darüber diskutieren, aber das ist Teil des Spiels."

Bei Red Bull geht man davon aus, dass das Thema mit der Anfrage, die der Technische Delegierte der FIA, Charlie Whiting, positiv beantwortet hat, erledigt ist: "Nach dem Bahrain-Grand-Prix gab es eine Diskussion darüber", erklärt Technikchef Adrian Newey gegenüber 'Sky Sports F1'. "Wir erhielten dann eine Klarstellung von der FIA, dass es völlig legal ist. Daher sind wir sehr überrascht, dass die Sache jetzt, drei Rennen später, wieder hochkocht."

Teamchef Christian Horner wäre über einen Protest "enttäuscht. Es wäre schade, sollte das nach dem Rennen passieren. Wir sind total zuversichtlich, dass das Auto den Regeln entspricht. Wir haben uns eine Klarstellung geben lassen, dass der Technische Delegierte mit unserer Interpretation übereinstimmt. Wir haben keine Bedenken mit dem Auto, mit dem wir hier an den Start gegangen sind, und sind damit auch schon in anderen Rennen gefahren."

Fotoquelle: Red Bull

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