Auf der Suche nach der Ideallinie: Jenson Button und McLaren sind aus dem Tritt

Formel 1 2012

— 29.05.2012

"Shit happens": McLaren und Button auf Talfahrt

Jenson Button und Lewis Hamilton rätseln über die schwankende Form von McLaren und hoffen auf ein Ende der sportlichen Talfahrt in der Formel 1



Der MP4-27 gibt McLaren Rätsel auf. In den ersten drei Saisonrennen waren Jenson Button und Lewis Hamilton noch auf dem Treppchen vertreten, doch seither scheint sich die gute Frühform des britischen Traditionsteams verflüchtigt zu haben. Vor allem Button leidet offenbar darunter: nur zwei Punkte aus den jüngsten drei Grands Prix. So gering war die Ausbeute des Briten lange nicht mehr.

Button bringt es gegenüber 'Reuters' auf den Punkt: "Es ist meine schwächste Phase seit meinen alten Honda-Tagen." Dieser nicht ganz ernst gemeinten Feststellung lässt er ein Achselzucken folgen und merkt an: "Shit happens. Manchmal ist das halt so. Du musst dann einfach weitermachen." Das ist aber leichter gesagt als getan - vor allem, wo es Buttons bisher größte "Krise" bei McLaren ist.

Dessen ist sich der Ex-Champion bewusst. "Seit ich zum Team gestoßen bin, lief alles erstaunlich gut. Schon nach ein paar Rennen schaltete mein Selbstvertrauen einen Gang höher, denn auch mein Verständnis des Autos wuchs und die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren entwickelte sich gut. Das setzte sich bis dieses Jahr fort. Die ersten drei Rennen liefen prima. Ich war zufrieden", meint Button.

"In den jüngsten drei Rennen fehlte mir aber das Tempo und das Gefühl für das Auto. Ich weiß nicht, wo all das auf einmal hin ist. So etwas hatte ich noch nie", stellt der Weltmeister von 2009 klar, zeigt sich allerdings zugleich kämpferisch: "Es ist schwierig, aber nichts, was wir nicht auskurieren könnten. Wir werden eine Lösung finden", sagt der Brite. "Die Frage ist nur, ob uns das rechtzeitig gelingt."

Sein McLaren-Teamkollege Lewis Hamilton pflichtet ihm bei: "Wir fallen Rennen für Rennen weiter zurück", hält der WM-Titelträger von 2008 nach dem Monaco-Grand-Prix fest. "Uns fehlt es ernsthaft an Geschwindigkeit. Wir müssen sicherstellen, nicht noch weitere wichtige Punkte zu verlieren, und herausfinden, wie wir den Anschluss herstellen können. Die Anderen sind nämlich schneller als wir."

Der Faktor Zeit scheint McLaren dabei nicht unbedingt in die Karten zu spielen, denn die To-Do-Liste der Mannschaft auf Woking ist laut Hamilton ziemlich umfangreich. "Es gibt einiges zu tun", meint der McLaren-Fahrer. "Der Abstand wird schließlich immer größer. Das ist hart. Wir kämpfen aber weiter." Und wie Button ergänzt, sei man bei McLaren weit davon entfernt, in eine Panik zu verfallen.

"Solche nicht konstanten Leistungen sind ja nicht neu", sagt der Teamkollege von Hamilton und merkt an: "Abgesehen davon würde eine panische Reaktion überhaupt nicht helfen. Wir müssen zurück auf Kurs finden und wieder mit den Jungs an der Spitze kämpfen. Wir müssen auch zuversichtlich sein, dass wir die jüngsten drei Rennen hinter uns lassen und nun einige gute Punkte holen können."

Fotoquelle: xpbimages.com

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