Jean-Eric Vergne geriet im Laufe des Rennens in große Reifenprobleme

Formel 1 2012

— 29.05.2012

Minardi: Warum Vergnes zweiter Stopp unvermeidbar war

14 Runden vor Schluss holte sich Jean-Eric Vergne auf Platz sieben Intermediate-Reifen ab - Giancarlo Minardi glaubt, dass er damit keine Punkte verschenkt hat



Bitteres Rennen für Jean-Eric Vergne: Der französischen Toro-Rosso-Rookie befand sich beim Klassiker im Fürstentum bereits auf Rang sieben, als ihn sein Rennstall zum Boxenstopp hereinholte. Für die Endphase des Rennens pokerte man im Toro-Rosso-Lager und ließ beim Franzosen Intermediate-Reifen aufziehen.

Eine Entscheidung, die zunächst viel Unverständnis erntete, schließlich verlor Vergne dadurch einen sicher scheinenden Platz in den Punkterängen - da der Reifenpoker aber ebenfalls nicht aufging, war das Rennen des Youngsters damit zerstört. Doch erst im Nachhinein wurde klar, dass der Boxenstopp unvermeidbar war, denn Vergnes Reifen waren nach einem frühen Stopp völlig verschlissen. Der leichte Nieselregen erschwerte die Situation zusätzlich.

Da es unvermeidbar schien, dass man aus den Punkterängen fällt, ging man das Risiko mit den Intermediate-Reifen ein. "Es tut mir leid für Vergne, der für seine Entscheidung, in der 18. Runde die Reifen zu wechseln, bezahlt hat", fällt auch dem ehemaligen Teambesitzer Giancarlo Minardi auf, dass nicht der späte, sondern der frühe Boxenstopp die Ursache allen Übels war. "Da der Fahrer dann im Laufe des Rennens in Probleme geriet, entschied sich das Team für einen Wechsel - in der Hoffnung, dass es regnen würde. Aber es regnete nicht so stark."

Daher fand sich Vergne in einer frustrierenden Situation wieder: Er rollte mit seinem Boliden um den Kurs und sah gegen die Konkurrenten kein Land - die Intermediates bauten auf trockener Piste rasch ab, Vergne sah seine Felle davonschwimmen. "In den letzten 14 Runden war das Auto mit nicht geeigneten Reifen ausgestattet", weiß Minardi, stellt aber klar, dass man um einen Stopp nicht herumgekommen war. "Selbst ohne Stopp wäre er aus den Top-10 herausgefallen, denn die Gruppe lag sehr eng beisammen."

Dennoch sieht der Italiener, der bis 2001 Besitzer des Toro-Rosso-Vorgängerteams Minardi war, Vergne als großes Talent: "Er ist ein Fahrer, den wir für den Rest der Saison im Auge behalten sollten. Er ist interessant und entwickelt sich Rennen für Rennen."

Fotoquelle: Toro Rosso

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