Nico Rosberg hatte beim Klassiker im Fürstentum den Sieg im Visier

Formel 1 2012

— 29.05.2012

Mercedes: Wird der WM-Titel langsam ein Thema?

Nico Rosberg hat seit Schanghai die meisten Punkte von allen Piloten geholt und liegt in der WM nur noch 17 Zähler zurück - Norbert Haug spricht über den WM-Titel



Mercedes erlebt diese Saison die reinste Achterbahnfahrt: In Melbourne sieht man nach einem tollen Qualifying wie ein Sieganwärter aus, fällt dann aber ins Nirgendwo zurück. Nach einer Wiederholung in Sepang dominiert man dann plötzlich das Schanghai-Wochenende, und Nico Rosberg feiert seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Nach zwei mittelmäßigen Rennen gelingt Michael Schumacher im Qualifying von Monte Carlo die schnellste Zeit, Rosberg wird im Rennen Zweiter und erklärt, dass er im Rennen das "schnellste Auto" hatte.

Ein Blick auf die Statistik beweist zudem, dass kein Fahrer seit Schanghai so viele Punkte geholt hat wie Rosberg - zudem ist er seitdem der Einzige, der öfter als einmal aus der ersten Reihe gestartet ist. Auf WM-Leader Fernando Alonso fehlen dem Wiesbadener, der auf Rang fünf liegt, nur noch 17 Punkte.

Haug: Formkurve zeigt klar nach oben

Langsam wird auch den Mercedes-Managern klar, dass die Truppe aus Brackley eventuell ein Wörtchen um die WM mitreden kann. "Vorhersagen machen uns nicht schneller, daher müssen wir fokussiert sein und weiterarbeiten, aber der allgemeine Trend scheint zu passen", meint Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug gegenüber 'Autosport'.

Er mahnt sein Team auch dazu an, nach Rückschlägen den Kopf nicht in den Sand zu stecken: "Es wird auf und ab gehen, aber ich denke, dass unsere Formkurve grundsätzlich nach einem Saisondrittel nach oben zeigt. Wir dürfen zwar jetzt nicht in Jubel verfallen, ich vergleiche die Situation nur mit dem Vorjahr."

Noch ist Tiefstapeln angesagt

Und wie so oft waren es die größten die Niederlagen, die das Mercedes-Team wieder auf Kurs brachten. In Melbourne und in Sepang verzweifelte man im Rennen an den Reifen. "Wir wissen, dass wir es nicht komplett hingekriegt haben, eigentlich haben wir es gar nicht hingekriegt", gibt Haug zu. "Aber so ist es immer, wenn man etwas lernt. Wenn wir jetzt in Australien oder Malaysia fahren würden, dann könnten wir bessere Arbeit leisten - es ist unglücklich, dass Nico diese Punkte in Australien verloren hat."

Trotz der guten Ausgangssituation Rosbergs bemüht sich der Schwabe, die Erwartungen niedrig zu halten: "Er liegt 17 Punkte zurück. Das ist nicht schlecht. Aber es bedeutet nicht, dass wir in einer Position sind, wo wir die Weltmeisterschaft gewinnen können." Er relativiert aber: "Im Vorjahr waren wir Vierter in der Konstrukteur-WM - wenn uns da jemand gesagt hätte, dass wir nach sechs Rennen nur 17 Punkte zurück liegen werden, dann hätten wir das aber wahrscheinlich selbst gebracht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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