Williams-Chefingenieur Mark Gillan wurde auf den Boden der Realität zurückgeholt

Formel 1 2012

— 30.05.2012

Gillan: "Sollten in Montreal stark sein"

Williams-Chefingenieur Mark Gillan im Interview: Warum das Team sein enormes Pontezial in Monaco nicht nutzte und warum er für Kanada zuversichtlich ist



Nach dem Sieg in Spanien galt Williams in Monaco als Geheimfavorit, zumal die Traktion des FW34 und Pastor Maldonados Fahrstil im Fürstentum als Vorteil gesehen wurden. Doch dann kam alles anders: Der Barcelona-Sieger kollidierte im Freien Training am Samstag-Vormittag mit Sergio Perez und wurde in der Startaufstellung um zehn Plätze zurückversetzt, ein Getriebewechsel sorgte für weitere fünf Positionen. Teamkollege Bruno Senna wurde einmal mehr Opfer seiner Qualifying-Schwäche - von Startplatz 13 reichte es im Rennen gerade noch zu Platz zehn und einem Punkt.

Im Interview blickt Williams-Chefingenieur Mark Gillan noch einmal auf das enttäuschende Wochenende in den Häuserschluchten von Monaco zurück, übt Kritik an Maldonado und erklärt, wie man Senna aus seiner Krise befreien will. Zudem blickt er auf das kommende Rennen in Kanada voraus.

Frage: "Mark, das war für Williams ein weiteres frustrierendes Monaco-Wochenende. Ihr hattet so viel Potenzial, und dennoch reichte es nur für einen WM-Punkt. Wie konkurrenzfähig war der FW34 in den Straßen des Fürstentums?"
Mark Gillan: "Das Auto war im Qualifying gut genug für die Plätze vier oder fünf, und unser Renntempo war ebenfalls gut, daher ist es enttäuschend, dass wir von diesem Rennen keine ordentliche Punkteanzahl mitnehmen konnten."

Frage: "Das war das erste Rennen des Jahres auf der Supersoft-Mischung von Pirelli. Verhielt sich der Reifen wie erwartet?"
Gillan: "Ja, die Performance des Reifens entsprach in Sachen Tempo und Haltbarkeit in etwa den Erwartungen."

Frage: "Warst du überrascht, dass sich so viele für eine Einstopp-Strategie entschieden hatten?"
Gillan: "Nein, nicht wirklich, da die Reifen dazu imstande waren - und daher war es die Standardstrategie für den Großteil des Feldes."

Frage: "Pastors Wochenende wurde nach der Kollision mit Sergio Perez im dritten Freien Training durch eine Rückversetzung um zehn Startplätze beeinträchtigt. Was ist deine Meinung zum Zwischenfall und zur Strafe?"
Gillan: "Ich denke, dass der Zwischenfall vermeidbar und daher enttäuschend war, und dass die Strafe daher verständlich war."

Frage: "Bruno war im Renntrim schneller als im Qualifying. Warum war das der Fall, und was benötigt er, um im Qualifying besser abzuschneiden?"
Gillan: "Bruno war nach dem Qualifying sehr ehrlich und gab zu, dass er besser hätte abschneiden können. Er pushte im Rennen sehr hart, war aber am Ende frustriert, weil er von Kimi aufgehalten wurde. Wir werden mit Bruno weiterhin im Simulator und an der Strecke hart arbeiten, um ihm zu helfen, das Maximum aus der Performance der neuen Reifen herauszuholen."

Frage: "Jetzt steht der Grand Prix von Kanada auf dem Programm. Was sind die technischen Herausforderungen des Circuit Gilles Villeneuve, und was können wir uns dort vom FW34 erwarten?"
Gillan: "Das Team blickt bereits nach Montreal, da wir glauben, dass wir dort wieder stark sein sollten, aber wir müssen sowohl im Qualifying, als auch im Rennen unsere Leistung abliefern. Montreal ist normalerweise ein ereignisreiches Rennen mit zahlreichen Stopps, hohem Bremsenverschleiß und mit einer großen Wahrscheinlichkeit einer Safety-Car-Phase."

Fotoquelle: Glenn Dunbar/LAT

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