Mark Webber und seine Verfolger Nico Rosberg und Lewis Hamilton

Formel 1 2012

— 30.05.2012

Hätte Webber für Red-Bull-Doppelsieg sorgen können?

Nach dem Rennen in Monaco wurde spekuliert, dass Mark Webber seine Verfolger hätte bremsen können, um Vettel zu helfen, doch der Sieger hält das für "überheblich"



Mark Webber war der große Triumphator des Grand Prix von Monaco 2012, doch auch sein Teamkollege Sebastian Vettel sah während des Rennens kurzzeitig wie ein möglicher Sieger aus. Der Heppenheimer stürmte beim Start von Platz neun auf Platz sechs nach vorne und schonte seine Soft-Reifen, während die Rivalen auf der weniger haltbaren Supersoft-Mischung unterwegs waren.

Als die Spitzengruppe ab der 27. Runde an die Box fuhr, wurde der Weltmeister an die Spitze gespült und hatte endlich freie Bahn. So gelang es ihm, einen Vorsprung von rund 17 Sekunden auf Webber und seine Verfolger herauszufahren. Für das Team wäre es optimal gewesen, wenn sich Vettel nach seinem Stopp in der 46. Runde unmittelbar hinter dem späteren Sieger eingereiht hätte, doch schließlich wurde es Platz vier, wo Vettel auch bis zum Rennende verweilte.

Anderson: Webber hätte Vettel helfen können

Nach dem Rennen gab es Diskussionen, ob der "Aussie" das Tempo absichtlich gedrosselt hatte, um seinen Teamkollegen weiter nach vorne zu bringen. Ex-Jordan-Technikchef Gary Anderson meinte sogar, er hätte dies offensiver tun sollen. "Hätte er Rosberg und Alonso mehr aufgehalten, hätte sich Vettel vielleicht dazwischen einreihen können", meint der Ire gegenüber der 'BBC'. "Webber hätte natürlich aufpassen müssen, nicht selbst gegen Vettel den Kürzeren zu ziehen, aber das hätte er schon hinbekommen müssen, da er ja weiß, was die minimale Zeit für einen Boxenstopp ist."

Doch Webber ist der Meinung, dass sich die Kritiker dieses Unterfangen zu einfach vorstellen. "Ich habe nach dem Rennen gehört, dass die Leute spekulieren, dass ich Nico, Fernando und Lewis Hamilton, der auch hinter mir war, aufgehalten habe, um meinem Teamkollegen zu helfen, Plätze zu gewinnen, doch das ist absoluter Blödsinn", stellt er gegenüber der 'BBC' klar. In Monaco kann man nicht so überheblich sein."

Webber wollte nicht "überheblich" werden

Der Routinier erklärt, dass die Situation zu unberechenbar war, um einen derartigen Plan zu verfolgen: "Am Ende ließen Sebastians Reifen nach und er musste an die Box kommen, denn die anderen Fahrer und ich wurden schneller, aber wenn es so weitergegangen wäre, dann hätte er gewinnen können."

Es war schlichtweg "nicht der Plan", die Rivalen abzubremsen, um seinem Teamkollegen zu helfen, meint Webber. "Wenn man so etwas probiert, dann setzt man sich noch größerem Druck von den Leuten hinter einem aus - in diesem Fall waren das Nico und Fernando. Und wenn dann die Jungs in der Box Sebs Stopp verpatzt hätten, dann wäre all das umsonst gewesen."

Der Red-Bull-Pilot hält wenig von derartigen taktischen Spielchen, da er weiß, dass man oft den Kürzeren zieht, wenn man es zu perfekt machen will: "Wenn man zu überheblich wird, dann zahlt man oft drauf. Daher ist es besser, man probiert es erst gar nicht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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