Alonso stark, Massa stark verbessert: In Kanada stehen die Vorzeichen weniger gut

Formel 1 2012

— 05.06.2012

Nur die Reifen sprechen in Montreal für Ferrari

Hat die Scuderia ihre Probleme bei Höchstgeschwindigkeit und Traktion wirklich überwunden Alonso kokettiert wieder mit dem WM-Titel



Nach einem schwierigen Saisonauftakt scheint Ferrari wieder auf der Höhe des Geschehens - zumindest, wenn es um Podestplätze und um den überraschend die WM anführenden Fernando Alonso geht. Vor dem Kanada-Grand-Prix demonstriert der Spanier Selbstbewusstsein und schraubt die Erwartungen in die Höhe: "Das ist erst der Anfang, denn das ultimative Ziel ist es, nach dem letzten Rennen in Brasilien an der Spitze der Meisterschaft zu stehen", so Alonso.

Ist der Fahrertitel für ihn also das Ziel? Alonso betont nach zwei Top-3-Platzierungen in Folge: "Es ist eine lange Saison und die ersten sechs Rennen haben uns genügend Punkte für die Führung eingebracht. Trotzdem ist uns klar, dass wir uns dringend verbessern müssen", fordert der Doppelweltmeister und weist darauf hin, dass eine Minimierung der Fehlerquote und mehr Konstanz wichtige Punkte seien. "Es ist nicht die leichteste Aufgabe in dieser Saison."

Wie gut dem Team das bisher geglückt ist, glaubt Alonso in Montreal herausfinden zu können. "Ich denke, wir haben das Auto seit Saisonbeginn verbessert. Kanada wird ein guter Test." Der Circuit Gilles Villeneuve verlangt den Autos allen voran Höchstgeschwindigkeit und Traktion ab - zwei Disziplinen, die bislang die Achillesferse des F2012 waren. Hinzu kommen großer Bremsverschleiß und Unsicherheit über Überholmöglichkeiten, nachdem eine zweite DRS-Zone gestrichen wurde.

Dass Pirelli mit Soft und Supersoft die gleichen Mischungen wie in Monaco liefert, dürfte Ferrari - insbesondere Felipe Massa - aber gefallen. Eine Prognose wagt Alonso dennoch nicht: "Es ist in dieser Saison immer alles so schwierig vorherzusagen. Trotzdem sehe ich keinen Grund, warum Ferrari in Kanada nicht konkurrenzfähig sein sollte." Weder Siege noch Podiumsplatzierungen bezeichnet der Mann aus Oviedo in der aktuellen Situation als "einfach".

Immerhin hat Ferrari den Mythos auf seiner Seite - und der heißt in Kanada Villeneuve. Sein 30. Todestagzog Alonso und Massa jüngst nach Maranello, um die Ferrari-Legende zu ehren. "Eine emotionale Veranstaltung", erinnert sich der Spanier. "Jetzt kommen wir auf eine nach ihm benannte Strecke und wollen die Fans jubeln lassen." Zehn Mal gelang das der Scuderia, seitdem die Formel 1 1978 zum ersten Mal in Montreal gastiert. Zuletzt 2004 durch Michael Schumacher.

Fotoquelle: xpbimages.com

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