Die Toro-Rosso-Fahrer wollen in Montreal endlich ihr Pech abschütteln

Formel 1 2012

— 05.06.2012

Toro Rosso: Entschädigung für Monaco-Pech in Kanada?

In Monaco ließ der Regen die Toro-Rosso-Fahrer im Stich und verhagelte stattdessen ihr Rennen - Jetzt wünschen sie sich in Montreal ausgleichende Gerechtigkeit



So viel hatte sich Toro Rosso beim Klassiker in Monte Carlo ausgerechnet, doch die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Jean-Eric Vergne wurde mit einer vermeintlich cleveren Strategie und einem frühen ersten Stopp zeitweise bis auf Rang sieben nach vorne gespült, ehe er dann aber doch noch einen zweiten Stopp einlegen musste - der Poker, auf Intermediates zu wechseln, machte sein Rennen dann endgültig kaputt, denn abgesehen von ein paar vereinzelten Regentropfen blieb der Asphalt trocken.

Und auch Teamkollege Daniel Ricciardo musste im Fürstentum viel Frust bewältigen: Im Gegensatz zu Vergne wartete er zu lange mit dem ersten Stopp, weil er auf Regen hoffte - die Punkteränge rückten somit in weite Ferne. Zudem litt er in Monaco unter einer Erkältung, die ihm die Stimme raubte. Daher musste er die Knöpfe seines Lenkrades als Kommunikationsmittel zweckentfremden, weil er den Boxenfunk nicht nutzen konnte.

Ricciardo: Platz endlich der Knoten?

In Montreal hofft das italienische Team nun auf Besserung - und wer weiß: Vielleicht werden die Hoffnungen von Franz Tosts Rennstall ja in Kanada erfüllt, denn auch auf dem Circuit Gilles Villeneuve bieten sich oft Chancen für kleine Teams, viele Punkte zu holen.

"Meine Stimme kommt langsam wieder zurück, und in Kanada sollte ich wieder in Ordnung sein", glaubt der "Aussie" an eine rechtzeitige Gesundung. "Bisher war meine Zeit auf der Strecke von Montreal begrenzt, aber es scheint ein verdammt guter Kurs zu sein, um Rennen zu fahren. Natürlich ist die Herausforderung eine ganz andere als in Monaco. Wir haben uns beim Test in Mugello ein bisschen darauf vorbereitet, was uns helfen sollte, aber ich schätzte, wir werden erst am Freitag mehr wissen."

Ricciardo hofft nun, dass der Punkteregen für seinen Rennstall auf der Ile de Notre Dame beginnt, wo es ebenfalls ein Casino gibt: "Ich bin wie immer zuversichtlich, dass das ein gutes Rennen werden kann - und hoffentlich kommt unsere Saison dort wirklich in Schuss. Vielleicht regnet es ja diese Woche wirklich - und wie wir ja im Vorjahr gesehen haben, ist dann wirklich alles möglich."

Vergne verdaut Enttäuschung in der einsamen Wildnis

Teamkollege Vergne weilt bereits seit Freitag in Kanada. Ein Land, das er noch nicht kennt: "Daher freue ich mich wirklich auf das Rennen und auf die Tage davor. Ich reise früher an, da ich eingeladen wurde, in einem abgelegen Hotel nahe Trois Rivieres zu bleiben, das ungefähr 140 Kilometer nordöstlich von Montreal liegt. Es befindet sich inmitteln der Berge und ist umgeben von Seen. Ich freue mich darauf, mich am See etwas zu entspannen, Lachse zu fischen und die Wildnis anzusehen - ein friedliches Wochenende vor dem verrückten Rennbetrieb."

Der kann auf dem Circuit Gilles Villeneuve bekanntermaßen besonders verrückt sein. Vergne weiß das zumindest aus virtueller Perspektive: "Ich mag den Kurs. Ich bin ihn schon mehrmals im Simulator gefahren, und er ist definitiv einer meiner Favoriten auf der PlayStation. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, ihn in der Realität zu erleben."

Montreal-Erfolg als Grundbedingung?

Auch die Streckencharakteristik gefällt ihm: "Wenig Abtrieb und schnell - das mag ich. Das Wetter kann unberechenbar sein, was die Sache interessant machen sollte. Außerdem verwenden wir die Supersoft-Reifen, über die wir in Monaco einiges gelernt haben. Sie sollten sich aber in Montreal anders verhalten. Ich glaube, dass ich auch den Schauplatz mögen werde - eine tolle Stadt mit einer echten Atmosphäre und einer Leidenschaft für den Rennsport."

Auch der Franzose hofft, dass sich das Pech der Cote d'Azur im St.-Lorenz-Strom in Glück verwandeln wird: "Ich hatte zwar Zeit, die Ereignisse von Monaco zu verdauen, aber in Wahrheit glaube ich nicht, dass ich es ordentlich verdaut haben werde, ehe ich in Montreal in den Genuss eines guten Ergebnisses gekommen bin."

Fotoquelle: xpbimages.com

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