Susie Wolff ist seit diesem Jahr Testfahrerin bei Williams

Formel 1 2012

— 07.06.2012

Wolff: "Werden bald eine Frau in der Formel 1 sehen"

Laut DTM-Pilotin Susie Wolff könnte in den nächsten zehn Jahren wieder eine Frau in der Königsklasse fahren - "Denke, dass es eher früher als später passieren wird"



Susie Wolff glaubt, dass in naher Zukunft einer Frau der Sprung in die Formel 1 gelingen könnte. Die DTM-Pilotin, die im Vorjahr den österreichischen Investor Toto Wolff geheiratet und ihren Nachnamen Stoddart abgelegt hatte, unterschrieb kürzlich einen Vertrag als Testfahrerin bei Williams und hat sich damit zumindest ins Gespräch gebracht, die erste Formel-1-Fahrerin seit Giovanna Amati zu werden, die 1992 bei drei Grands Prix vergeblich versuchte, sich zu qualifizieren.

"Ich denke, dass es eher früher als später passieren wird", so Wolff gegenüber 'BBC Sport' auf die Frage, ob eine weibliche Rennfahrerin in Zukunft Formel 1 fahren könnte. "Es wird definitiv innerhalb der nächsten zehn Jahre soweit sein."

Wolff gelang 2006 selber der Sprung in die bis dahin von Männern dominierte Deutsche Tourenwagen Meisterschaft. Neben ihr gingen dort in den vergangenen Jahren allerdings auch drei weitere Frauen an den Start: Vanina Ickx, Tochter des ehemaligen Formel-1-Fahrers Jacky Ickx, Katherine Legge, die mittlerweile wieder in der Indy-Car-Serie fährt, sowie Rahel Frey, die dieses Jahr in Diensten von Audi steht. Anfang der 90er Jahre hatte bereits Ellen Lohr in der beliebtesten Tourenwagen-Klasse mit einem Sieg für Aufsehen gesorgt.

Der Trend, dass Frauen DTM fahren, hält also an. In der Formel 1 müsste die Rückkehr einer Frau als Stammfahrerin noch erfolgen. Wolff sieht diesbezüglich aber schon gute Ansätze: "Im Motorsport gibt es Vorurteile", so die Schottin. "Aber ich denke, dass sich das langsam ändert und sich immer mehr Frauen durchsetzen werden." Die 29-Jährige ist übrigens nicht die einzige Testfahrerin in der Königsklasse. Mit Maria de Villota verpflichtete das Marussia-Team vor Saisonbeginn eine weitere weibliche Akteurin.

Den Schritt von der Testfahrerin zur Stammfahrerin schätzt Susie Wolff derzeit offenbar noch als sehr groß ein, geht jedoch davon aus, dass ein Großteil des Umfelds positiv reagieren würde: "Ein Team müsste schon extrem viel Vertrauen in eine Frau haben, um ihr ein Cockpit in der Formel 1 zu geben", so Wolff. "Aber viele Leute in der Formel 1 würden diesen Schritt begrüßen. Sobald eine Frau einige Zeit in der Formel 1 gefahren ist, wird das denke ich vielen anderen die Möglichkeit geben, auch so weit zu kommen."

Allerdings müssten Leistungen dabei eine gewichtige Rolle spielen, von reinen PR-Gags hält Susie Wolff nichts: "Sie muss es sich verdient haben, ansonsten ist sie schnell wieder weg."

Fotoquelle: Williams

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