Ross Brawn arbeitet schon seit 1993 mit Michael Schumacher zusammen

Formel 1 2012

— 07.06.2012

Brawn bewundert Schumachers Teamgeist

Ross Brawn lobt die Mannschaftsdienlichkeit von Michael Schumacher und schließt trotz des aktuellen WM-Stands eine Bevorzugung Rosbergs aus



Bei Mercedes bleibt man angesichts Michael Schumachers bislang enttäuschender Saisonbilanz weiterhin gelassen und möchte konzentriert weiterarbeiten. Der siebenmalige Weltmeister stellte beim letzten Rennen in Monaco mit der Bestzeit im Qualifying unter Beweis, dass er weiterhin mit der Spitze mithalten kann, musste sich aufgrund von technischen Problemen in diesem Jahr allerdings oftmals mit Nullnummern im Rennen begnügen.

Sein Mercedes-Team macht ihm daher auch keinen Vorwurf. "Ich habe bereits vor dem Rennwochenende in Monaco gesagt, dass Michael in diesem Jahr auf einem sehr hohen Niveau fährt, was leider von einigen Schwierigkeiten verschleiert wurde", sagt Mercedes-Teamchef Ross Brawn, der Schumacher noch aus der gemeinsamen Zeit bei Benetton und Ferrari kennt, der 'dpa'. "Mit seiner Bestzeit im Qualifying hat er gezeigt, wie gut er momentan fährt, und das auf der ultimativen Fahrerstrecke. Er hat sich bei vier der bisherigen sechs Rennen in den Top Vier qualifiziert - in meinen Augen verdient das eine sehr gute Note."

Schumacher wird bei den "Silberpfeilen" nicht nur als Fahrer geschätzt, sondern auch als Teamplayer. "Eine der Eigenschaften, die ich schon immer an Michael bewundert habe, ist sein Teamgeist", so Brawn. "Er weiß, dass jeder für ihn sein Bestes gibt. Wenn wir Probleme haben, werden diese angesprochen. Er hat seine Energien schon immer lieber gebündelt, als sie zu verschwenden."

Im Qualifying-Duell mit Teamkollege Nico Rosberg steht es nach dem Rennen in Monte-Carlo ausgeglichen 3:3. In der Fahrerweltmeisterschaft gestaltet sich das Bild derzeit jedoch noch völlig anders. Dort liegt Rosberg mit 59 Punkten 57 Zähler vor Schumacher. Zugegebenermaßen kam diese Bilanz vor allem aufgrund Schumachers zahlreicher technischer Defekte zustande.

Brawn schließt Teamorder aus

Allerdings liegt Rosberg, der in China den ersten Mercedes-Sieg seit 1955 erzielte, derzeit so aussichtsreich an fünfter Stelle - der Rückstand zur Spitze beträgt nur 17 Punkte -, dass man durchaus in Erwägung ziehen könnte, sich zugunsten des Titelkampfes fortan vornehmlich auf den jungen Wiesbadener zu konzentrieren.

Ross Brawn hält davon allerdings nichts, speziell weil die Saison für derartige Überlegungen noch viel zu jung sei. "Wir haben zwei erfahrene Piloten, die wissen, dass die Formel 1 ein Mannschaftssport ist", stellt Brawn klar. "Sie wissen und verstehen, wann und wie sie im Interesse des Teams handeln müssen. Aber die Saison 2012 ist erst sechs Rennen jung. Es ist nicht die richtige Zeit, um eine solche Diskussion zu starten."

Nico Rosberg geht übrigens davon aus, dass Markenkollege Schumacher seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei Mercedes verlängern wird, wie er in einem Interview mit der 'Bild'-Zeitung verrät. "Ich sehe keinen Grund, warum er aufhören sollte", so Rosberg.

Fotoquelle: xpb.cc

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