Adrian Newey und Gerhard Berger arbeiteten nie für das gleiche Team

Formel 1 2012

— 08.06.2012

Berger verrät: Newey zeichnet sogar beim Aufofahren

Ex-Pilot Gerhard Berger erklärt, welchen Anteil er an Adrian Neweys Wechsel zu Red Bull hatte und wie sehr der Designguru von seiner Leidenschaft besessen ist



Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger fuhr zwar nie ein Auto von Adrian Newey, doch am Wechsel des Stardesigners von McLaren zu Red Bull war er beteiligt. "In meiner Ferrari-Zeit haben wir diskutiert, ob wir Newey engagieren", spielt der Österreicher gegenüber der 'Kronen Zeitung' auf seine zweite Karriere bei den Roten zwischen 1993 und 1995 an, als Newey bei Williams als Designer arbeitete. "Leider ist er dann zu McLaren gegangen."

Dafür gab er Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz als Toro-Rosso-Mitbesitzer den Rat, den Briten von McLaren wegzulocken. Auf die Frage des Konzernbosses, was er von Newey halte, habe er laut eigenen Angaben gesagt: "Wenn du ein Auto willst, das eine Sekunde schneller ist als alle anderen, musst du ihn engagieren."

Auch ohne "Goldmarie" erfolgreich

Gesagt - getan. 2006 wechselte Newey von Woking nach Milton Keynes und ersetzte dort Mark Smith als Technikchef. Die Strukturen beim einstigen Jaguar-Team ließen aber zunächst noch zu wünschen übrig, und der erfolgsverwöhnte Designguru hatte große Mühe, das Team auf Vordermann zu bringen.

Newey sah sich gezwungen, seine Leidenschaft, geniale Rennautos zu zeichnen, vorübergehend zu vernachlässigen, und kümmerte sich um maschinelle und personelle Verstärkung. Dabei ist das Management eigentlich nicht seine Stärke, gibt Berger Preis: "Er ist ein Künstler, kein Manager. Das war bis vor zwei Jahren seine Ehefrau Marigold, die sie im Team immer 'die Goldmarie' genannt haben."

Berger setzt 2012 auf Red Bull

Doch die Zeiten sind vorbei - Newey hat sich von seiner Ehefrau getrennt und ist jetzt mit seiner neuen Freundin Nina liiert. Da das Team nun hervorragend aufgestellt ist, kann sich der 53-Jährige wieder voll auf das Zeichnen auf seinem geliebten Reißbrett, das Red Bull extra von McLaren kaufte, konzentrieren. Doch nicht nur dort ist Newey auf seine Arbeit fixiert, weiß Berger - stattdessen nützt er jede freie Minute: "Sogar wenn er von zuhause in die Fabrik nach Milton Keynes fährt, sitzt er im Fonds und zeichnet."

Daher setzt der zehnfache Grand-Prix-Sieger auch dieses Jahr auf Red Bull. "Auch wenn die Saison total verrückt läuft: Alles spricht wieder für Red Bull", glaubt er trotz der WM-Führung von Ferrari-Ass Fernando Alonso nicht an ein neues Weltmeisterteam.

Fotoquelle: xpb.cc

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