Sebastian Vettel hinterließ am Samstagmorgen einen starken Eindruck

Formel 1 2012

— 09.06.2012

Montreal: Vettel Schnellster im Abschlusstraining

Weil sich Lewis Hamilton auf Supersoft nicht steigern konnte, erzielte Sebastian Vettel im dritten Training zum Grand Prix von Kanada vor Fernando Alonso Bestzeit



Nicht Topfavorit Lewis Hamilton (McLaren), sondern Sebastian Vettel (Red Bull) sicherte sich heute Morgen die Bestzeit im abschließenden Freien Training zum Grand Prix von Kanada. Bei strahlendem Sonnenschein und mit bis zu 32 Grad Celsius Asphalttemperatur deutlich wärmeren Bedingungen als gestern landete Vettel nicht nur auf Platz eins, sondern er hinterließ auch den stärksten Eindruck.

Zwar war seine Bestzeit von 1:14.442 Minuten nur um sechs Tausendstelsekunden schneller als die von Fernando Alonso (Ferrari), doch seinen eigentlich schnellsten Versuch mit Bestzeiten in den ersten beiden Sektoren musste der Weltmeister wegen eines Nachzüglers abbrechen. Für seine Qualifying-Chancen spricht auch, dass er auf Supersoft-Reifen am schnellsten war, während Hamilton (3./+0,270) seine Bestzeit mit den härteren Pneus fuhr.

Beschwerden über Hamilton und Button

Vierter wurde Mark Webber (Red Bull/+0,282), der Hamilton nicht nur im Klassement vor seiner Nase hatte, sondern einmal auch beim Anbremsen der Zielschikane. Überhaupt schienen die McLaren-Boliden heute teilweise selbst rollende Schikanen zu sein, denn auch Paul di Resta (11./Force India/+0,670) fluchte in der Schlussphase über Jenson Button (15./+0,885): "Er steht mir jedes Mal im Weg, jedes Mal!"

Button war hauptsächlich damit beschäftigt, nach den technischen Problemen von gestern seinen Trainingsrückstand aufzuholen, doch allzu erfolgreich war er damit nicht. Schon im ersten Drittel der Session hörte man ihn klagen: "Ich habe ernste Probleme mit blockierenden Vorderrädern." Besonders beim Anbremsen der Haarnadelkurve vor der langen Gegengeraden, wie man immer wieder sehen konnte.

Noch unglücklicher verlief die Session aber für Nico Rosberg (Mercedes), der schon nach vier Minuten ausrollte und anschließend nicht mehr trainieren konnte. Der Deutsche tröstete sich mit einer Schale Müsli über die Enttäuschung hinweg. Teamkollege Michael Schumacher (+0,354) wurde indes Siebter, knapp hinter Pastor Maldonado (Williams/+0,313) und Felipe Massa (Ferrari/+0,325), aber noch vor den beiden Lotus-Piloten.

Droht Räikkönen eine Strafe?

Kimi Räikkönen (9./+0,535) droht übrigens ein Nachspiel: Der "Iceman" bretterte gegen Ende der Session erst mit Normalgeschwindigkeit auf die Zielschikane zu, lenkte wie immer ein, wählte aber den Notausgang - und drehte plötzlich an die Boxengasse ab. Die Rennleitung kündigte eine Untersuchung an. Eine Plus-Fünf-Strafe ist nicht wahrscheinlich, eine Verwarnung könnte der Zwischenfall aber durchaus nach sich ziehen.

Guter Zehnter wurde Nico Hülkenberg (Force India/+0,550), und Pedro de la Rosa (HRT/+3,263) lag am Ende überraschend vor Timo Glock (Marussia/+3,532) auf dem soliden 19. Rang. Keine Zeit schaffte Jean-Eric Vergne wegen eines Unfalls im Senna-S: "Ich habe einen Fehler gemacht, bin mit den Reifen aufs Gras gekommen. Das Gras war ziemlich feucht. Deshalb habe ich das Auto verloren", ärgert sich der Franzose.

Einen klaren Favoriten auf die Pole-Position gibt es vor dem Qualifying nicht, beste Chancen hat aber derjenige, der es schafft, das Maximum aus den Reifen herauszuholen. Zwar scheint das Paket Hamilton/McLaren in Montreal über den besten Grundspeed zu verfügen, aber Fahrer wie Vettel oder Alonso schafften es im Abschlusstraining besser, die weicheren Pirellis optimal zu nutzen. Das könnte am Nachmittag ausschlaggebend sein.

Fotoquelle: Red Bull

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