Fernando Alonso ist zufrieden, denn er spürt die Fortschritte, die Ferrari macht

Formel 1 2012

— 09.06.2012

Ferrari glücklich: Anstrengungen tragen langsam Früchte

Mit dem dritten Startplatz untermauert Alonso in Montreal die Fortschritte des Autos, auf einer Strecke, die nicht unbedingt zum Auto passt



Das Ferrari-Team ist mit Fernando Alonso wieder einmal in Schlagdistanz. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister qualifizierte sich mit 0,367 Sekunden Rückstand auf der dritten Startposition zum Großen Preis von Kanada in Montreal. Teamkollege Felipe Massa platzierte sich mit 0,681 Sekunden Rückstand auf der sechsten Position.

"Ich bin glücklich darüber, wie die Dinge bisher an diesem Wochenende gelaufen sind", so Alonso. "Besonders, dass sich das Auto als konkurrenzfähig erwiesen hat, selbst auf einer Strecke, welche sicherlich nicht zu seinen Charaktereigenschaften passt. Dies ist hauptsächlich den Updates zu verdanken, die wir hierher mitgebracht haben, welche wie erwartet funktionierten. Dies lässt mich auch für den Rest der Saison zuversichtlich sein."

"Ich kann mich noch gut daran erinnern, wo wir in Australien standen, und wenn wir uns heute im Kampf um die Pole befinden, so zeigt dies, dass wir während den vergangenen paar Monaten gute Arbeit geleistet haben, besonders da die anderen nicht wirklich Däumchen gedreht haben."

"Ich bin auch für Felipe froh, der die Fortschritte bestätigt, die wir schon in den vergangenen Rennen gesehen haben. Zu Beginn der Meisterschaft hatte er definitiv Pech, aber wir haben immer Geschlossenheit gezeigt, und nun kommen die Ergebnisse, wie sie für einen Fahrer seines Talent es auch kommen sollten."

"Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass es heute zwei Fahrer gab, die schneller waren als wir. Aus diesem Grund fehlt es uns noch etwas an Boden, welchen wir in Bezug auf die Leistung gutmachen müssen. Schlussendlich scheinen wir jedoch auf einem Niveau mit den Besten kämpfen zu können."

"Dies war eine ziemlich stressige Qualifying-Einheit, denn hier liegen die Zeiten immer sehr nah beieinander, und es benötigt lediglich einen Unterschied von ein paar Zehntelsekunden, um vorne oder hinten zu liegen. Dritter in der Startaufstellung ist eine gute Position, von der man im Rennen attackieren kann, besonders da die Pole hier nicht so wichtig ist, wie auf anderen Strecken."

"Am Sonntag wird die Abnutzung der Reifen einer der Schlüsselfaktoren sein, vor allem angesichts der Temperaturen, die völlig anders sein werden als jene, welche wir gestern Nachmittag sahen. Rennen sind wir immer unvorhersehbar, aber mit Sicherheit wäre es sehr schön, allen kanadischen Ferrari-Fans zum 30. Todestag von Gilles Villeneuve ein schönes Ergebnis zu schenken."

"Ich bin mit den Fortschritten zufrieden, die wir an diesem Wochenende gemacht haben", so Massa. "Es ist ein positives Ergebnis, von der sechsten Position zu starten. Ich kann jedoch mit meiner letzten Runde im dritten Qualifying-Durchgang nicht glücklich sein. Im zweiten Sektor verlor ich die Kontrolle über das Heck, was mich ein paar Zehntelsekunden gekostet hat. Das hat womöglich ein paar Plätze in der Startaufstellung bedeutet."

"Ich bin sehr enttäuscht, denn ich hatte das Potenzial, um besser abzuschneiden als dieser sechste Platz. Wenn man alles bedenkt, so bleibe ich zuversichtlich, denn das gesamte Team macht Fortschritte, was für den Rest der Saison sehr wichtig ist."

"Morgen werden wir aufmerksam sein müssen, wenn es um die Definition unserer Strategie geht. Ich denke, dass die Wahl sich auf einen oder zwei Stopps beschränkt. Aber eine Menge hängt vom Verhalten der Reifen ab."

"Wir hoffen, dass wir ein paar Plätze gutmachen und ein gutes Ergebnis nachhause fahren können. Auf meinem Helm habe ich den Namen von Gilles Villeneuve als Erinnerung an einen Fahrer, der Teil der Ferrari-Geschichte war. Ich bin sehr stolz darauf, in der Lage zu sein, ihn in jenem Jahr zu ehren, welches den 30. Todestag darstellt. Selbst wenn ich gerade geboren war, als der Unfall passierte, war ich immer ein sehr großer Fan von ihm gewesen."

"Das morgige Rennen wird nicht einfach, es wird sehr umkämpft, wir müssen also alles richtig hinbekommen. Wir sind gestern einen sehr guten Longrun gefahren, ich denke aus diesem Grund, dass wir für den morgigen Tag positiv gestimmt sein können."

"Die einzige Tatsache, welches das Rennen vielleicht im Vergleich zu gestern anders machen könnte, ist die Tatsache, dass es gestern sehr kühl war. Morgen wird es sehr heiß, sogar noch heißer als heute. Wir wissen, wie sich diese Reifen verhalten, wie diese Reifen die Temperatur fühlen. Und wir müssen sicherstellen, dass wir die richtige Strategie haben."

"Ich bin definitiv zuversichtlich. Wir müssen die Dinge verstehen, um die Strategie richtig hinzubekommen. Es ist nicht sehr einfach, aber ich hoffe, dass wir alles perfekt hinbekommen, um sogar noch weiter vorne zu kämpfen, als ich morgen starte."

"Wir können mit dieser Qualifying-Einheit zufrieden sein", so Teamchef Stefano Domenicali. "Dies ist die beste aus bisher sieben in dieser Saison, unsere beiden Fahrer stehen in den ersten drei Reihen der Startaufstellung. Wir befinden uns wieder auf der Jagd nach der Pole, und das ist der wichtigste Faktor. Dies bedeutet, dass alle unsere Anstrengungen, die Leistung des Autos zu verbessern, Früchte tragen."

"Noch ermutigender ist es, wenn man bedenkt, dass diese Strecke jene Qualitäten hervorhebt, die bisher unsere Schwachpunkte waren, mit anderen Worten die Traktion und die Höchstgeschwindigkeit. Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht, aber er ist noch nicht ausreichend, um dort zu sein, wo wir stehen wollen."

"Nun werden wir uns auf ein Rennen konzentrieren, das sehr nach einem unvorhersehbaren Rennen aussieht. In diesem Jahr haben wir schon gesehen, dass Sonntage immer ein paar Überraschungen mit sich bringen, und ich denke nicht, dass der morgige Tag eine Ausnahme darstellen wird."

"Wir müssen versuchen, mit derselben Entschlossenheit und Organisation weiterzuarbeiten, welche es uns speziell mit Fernando erlaubt hat, das Maximale aus unserem Potenzial in der Anfangsphase der Saison zu machen."

"Es ist ein gutes Ergebnis für das Team - auf einer Strecke, die auf dem Papier der Charakteristik unseres Autos nicht liegt", so Pat Fry, Technischer Direktor des Teams. "Wir haben bewiesen, dass wir wettbewerbsfähig sind, auch wenn es das morgige Rennen ist, was zählt. Wir arbeiten hart an der Entwicklung des F2012 und können nun spürbare Fortschritte beobachten. Das wurde durch all unsere Mitarbeiter möglich, beginnend bei denen im Windkanal, bis zu den Leuten in der Herstellung, die mit immer knapperen Deadlines klarkommen müssen."

"Zudem dürfen wir all die anderen Abteilungen nicht vergessen. Ich möchte ihnen für ihre Bemühungen danken. Wir müssen an diesem Weg festhalten. Auch wenn wir den Rückstand zur Spitze reduzieren konnten, sind wir noch nicht ganz vorn. Wir haben hier verschiedene Updates und der Großteil hat sich bewährt, was auch ein sehr positives Signal ist. Das morgige Rennen ist unvorhersehbar. Das war aber im bisherigen Saisonverlauf für gewöhnlich immer der Fall."

"Das Safety-Car spielt hier in der Regel eine Rolle. Damit müssen wir rechnen. Dann gibt es noch den unbekannten Faktor Reifen. Heute haben wir gesehen, wie sich die Situation durch die Temperaturen ändert. Es war eindeutig wärmer als gestern. Es wird einen großen Einfluss auf die Strategie haben, weil man im Rennen nicht wie in Monaco ein schnelleres Auto hinter sich halten kann."

Fotoquelle: xpbimages.com

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