Die Marussia-Piloten kämpften ein einsames Rennen

Formel 1 2012

— 10.06.2012

Marussia: Glock gibt sicherheitshalber auf

Nachdem er beim Großen Preis von Kanada mit Bremsproblemen zu kämpfen hatte, muss Glock seinen ersten Ausfall der Saison hinnehmen



Der Große Preis von Kanada war für das Marussia-Team nicht von Erfolg geprägt. Lediglich Charles Pic sah in Montreal die Zielflagge - als Letzter auf Position 20. Teamkollege Timo Glock musste das Rennen in Runde 57 vorzeitig aufgeben, nachdem er mit Bremsproblemen zu kämpfen hatte.

"Zunächst einmal bin ich glücklich, das Rennen beendet zu haben", so Pic. "Ich war zum ersten Mal hier. Und auch wenn es ein hartes Wochenende war, so denke ich jedoch, dass es aus der Perspektive des Teams und für mich persönlich eine gute Erfahrung war, zu lernen, wo wir uns verbessern müssen."

"Unsere Geschwindigkeit war hier im Vergleich zu unseren direkten zwei Gegnern nicht gut, wir müssen aus diesem Grund verstehen, warum dies der Fall war. Was mich betrifft, so verlief der Start gut und wir hielten die Position. Anschließend hatten Timo und ich ein gutes Rennen. Von da an drehte sich alles darum, auf das Auto zu achten und ins Ziel zu kommen."

"Unser nächster Stopp ist Valencia, eine Strecke, auf der ich zuvor schon gefahren bin. Ich werde aus diesem Grund weniger Zeit bei der Akklimatisierung verlieren, und werde in der Lage sein, mehr Zeit mit der Vorbereitung des Autos zu verbringen."

"Ich habe dort in der GP2 die Pole geholt und habe für die Strecke ein gutes Gefühl. Es ist ein anderer Typ Straßenkurs. Ich denke aus diesem Grund, dass er mir und dem Auto deutlich besser liegen wird. Zudem sollte uns auch etwas Arbeit im Simulator in der kommenden Woche dabei helfen, uns gut vorzubereiten."

"Das war für mich kein großartiges Rennen", bilanziert Glock. "Generell war der erste Rennabschnitt ganz in Ordnung. Ich denke, dass ich aus irgendeinem Grund plötzlich an Leistung verlor. Ich glaube, dass die Temperatur des Motors ziemlich nach oben ging. Nach 14 Runden hatte ich unter einer ziemlich heftig starken Abnutzung der Hinterreifen zu leiden, und die Kombination dieser zwei Probleme war ziemlich schwierig zu managen."

"Wir mussten ziemlich früh zum Boxenstopp kommen, und dann kam ich in die blauen Flaggen und war nicht in der Lage, diese neuen Reifen effektiv zu nutzen. Ich konnte zumindest den Boden wieder gutmachen, den ich auf Charles verlor, und schloss die Lücke."

"Aber schlussendlich hatte ich so sehr unter den Bremsen zu leiden. Beim Drücken wurde sie länger und länger, und es war zu gefährlich weiterzumachen, also musste ich aufgeben. Dies war mein erster Ausfall. Generell war Kanada für uns dieses Jahr nicht großartig, was schade ist, denn dies ist eine Strecke, die ich liebe. Nichtsdestotrotz freue ich mich bereits auf Valencia. Ich möchte schauen, dass wir uns dort verbessern."

"Unser Auto und die Strecke von Montreal haben den Großteil des Wochenendes nicht zusammengepasst", so Teamchef John Booth. "Es ist frustrierend, dass wir nicht in der Lage waren, die Situation am Renntag heute zu verbessern. Nichtsdestotrotz haben wir jede Menge über das Paket gelernt, und wo wir unsere Anstrengungen fokussieren müssen, um uns wieder dorthin zu bringen, wo wir im Vergleich zu unseren direkten Gegner standen."

"Wir waren froh, dass wir Charles nach einer schwierigen Phase ins Ziel bringen konnten, aber offensichtlich ist Timo das Glück ausgegangen, den wir aufgrund von Bremsproblemen als Vorsichtsmaßnahme aus dem Rennen holten. Wir machen uns nun wieder auf den Weg nach Hause, hoffen, dass wir eine bessere zweite Phase der europäischen Saison haben werden. Dann werden wir ein paar Heimrennen für Timo und das Team haben."

Fotoquelle: xpbimages.com

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