Rosberg im Zweikampf mit Räikkönen: Regelmäßig Punkten ist wichtig

Formel 1 2012

— 10.06.2012

Mercedes: Rosberg punktet - Schumacher wieder im Pech

Während Nico Rosberg in Montreal als Sechster in die WM-Punkte fuhr, klebt Michael Schumacher das Pech weiterhin an den Fersen



Nico Rosberg durfte sich beim Großen Preis von Kanada über den sechsten Rang freuen und liegt mit 64 WM-Punkten weiterhin auf Platz fünf der Fahrermeisterschaft. Teamkollege Michael Schumacher hatte unterdessen erneut technische Probleme und musste den fünften Ausfall im siebten Rennen hinnehmen.

Dieses Mal war es die Heckflügelklappe seines Autos, die wegen eines Problems mit der Hydraulik nicht mehr zu schließen war. Der Mercedes-Pilot musste sein Auto daraufhin in Runde 43 in der Boxengasse von Montreal abstellen. Mit lediglich zwei WM-Zählern rangiert Schumacher in der Gesamtwertung auf Position 18.

"Platz sechs ist ein ordentliches Resultat für uns", so Rosberg. "Es ist sowohl wichtig für mich als auch das Team, konstant weiter WM-Punkte zu erzielen. Wir erlebten heute Nachmittag ein wechselhaftes Rennen, in dem es schwierig war, einen Rhythmus zu finden, besonders zu Beginn."

"Gegen Rennende war der Abstand zu den Führenden allerdings nicht allzu groß. Dieses Wochenende hätte besser verlaufen können und wir müssen noch ein bisschen mehr Performance finden, um ganz vorne an der Spitze mitzukämpfen. Dennoch erzielen wir gute Fortschritte und verstehen die Reifen immer besser."

"Anders als erhofft, entpuppte sich das Wochenende in Montreal als leider nicht ganz störungsfrei für mich", bilanziert Schumacher. "Wegen eines hydraulischen Schadens am DRS musste ich das Rennen wieder vorzeitig beenden, was natürlich schade ist. Zunächst wusste ich nicht genau, was das Problem ist; ich bin durch das Gras gesegelt oder habe die Kurve nicht gekriegt und mich gefragt, was da los ist."

"Dann hat mir das Team gesagt, wo das Problem liegt, und ich habe es dann auch im Rückspiegel gesehen. Das ist natürlich enttäuschend für uns alle, aber einen Vorwurf kann man niemandem machen. Solche Dinge passieren. Ich weiß, dass meine Jungs und das gesamte Team ihr Bestes geben, und ich weiß, dass sie sich wahrscheinlich mehr ärgern als ich. Die Attacke ist nun also verschoben auf Valencia."

"Wir hatten heute ein schnelles Auto", beginnt Teamchef Ross Brawn seine Analyse, "das hat insbesondere Nicos Leistung gezeigt, aber leider haben wir sowohl im Qualifying als auch im Rennen unser Potential nicht voll nutzen können. Das kostete uns im Endergebnis einige Positionen. Wir hielten beide Fahrer dazu an, in den ersten Runden vorsichtig mit den superweichen Reifen umzugehen. Als wir ihnen grünes Licht gaben, war besonders bei Nico - der freie Fahrt hatte - zu erkennen, dass wir eines der schnellsten Autos im Feld hatten."

"Michael wurde in einem Fahrzeugzug in der zweiten Hälfte der Top 10 aufgehalten. Aus diesem Grund versuchten wir bei ihm eine andere Strategie und holten ihn früher zum Boxenstopp herein, sodass er frei fahren konnte - doch der Plan ging nicht auf. Danach hatte er ein Hydraulikproblem, das seine Heckflügelklappe blockierte - leider konnten wir dieses Problem nicht unter Rennbedingungen beheben. Ich möchte mich bei Michael für diesen neuerlichen technischen Defekt entschuldigen."

"Nicos Rennen verlief nach Plan und er machte Boden auf die Führenden gut, als er auf Felipe Massa auflief, der sich vor seinem letzten Stopp energisch mit abbauenden Reifen verteidigte. Das kostete Nico Positionen und wertvolle Zeit, die ihm in den Schlussrunden fehlte. So etwas gehört aber zum Rennsport und lehrt uns, dass es entscheidend für starke Resultate ist, sein Potential im Qualifying auszuschöpfen und ein sauberes Rennen zu fahren."

"Ein großartiges und spannendes Rennen", so Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, "bei dem Nico konkurrenzfähige Zeiten fuhr und nach einer etwas schwierigeren Anfangsphase die Pace der Spitze gehen konnte. Nicos Abstand nach 70 Runden im Ziel ist mit knapp 14 Sekunden nicht größer als dies bereits nach 10 Runden der Fall war. Unser Team hat einen wichtigen Schritt gemacht, und bei diesen heißen Asphalttemperaturen von über 40 Grad die Reifen richtig genutzt, wie heute Nicos mehrfach gefahrene schnellste Runden während seiner langen Stints zeigten."

"Das richtige Reifenmanagement gelang uns hier wie vor zwei Wochen in Monaco und wir arbeiten hart, um diesen Prozess fortzusetzen. Nico liegt nach sieben Rennen 21 Punkte hinter der Tabellenspitze, hat pro Rennen im Schnitt also drei Punkte weniger gemacht als der aktuelle Spitzenreiter Lewis Hamilton, das ist kein allzu großer Abstand, und kein Fahrer hat in den letzten fünf Rennen mehr Punkte gemacht als Nico."

"Michael war nach einem frühen Stopp gut unterwegs, bis ihn eine nicht schließende Heckflügelklappe an die Box zwang. Allen im Team ist klar, dass wir an seinem Auto endlich die absolute Zuverlässigkeit so darstellen müssen wie an Nicos, der jede einzelne Rennrunde aller sieben bisher gefahrenen Rennen absolviert hat."

"Glückwunsch an Lewis Hamilton und McLaren zu diesem Sieg heute - es war der 300. Grand Prix von McLaren und Mercedes und bei dieser runden Zahl passt die höchste Treppenstufe natürlich ganz besonders gut."

Fotoquelle: xpbimages.com

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