Sebastian Vettel konnte nur am Anfang die Führung behaupten

Formel 1 2012

— 11.06.2012

Red Bull: Nur in der Anfangsphase stark

Sowohl Sebastian Vettel als auch Mark Webber waren beim Großen Preis von Kanada lediglich in der Anfangsphase schnell



Sebastian Vettel konnte nur in der Anfangsphase des Großen Preises von Kanada die Führung behaupten, anschließend fiel der Deutsche zurück. Nur ein später Boxenstopp rettete ihm noch den vierten Platz. Teamkollege Mark Webber musste sich unterdessen mit der siebten Position zufrieden geben.

In der Gesamtwertung liegt Sebastian Vettel mit 85 WM-Punkten drei Zähler hinter Hamilton und einen Punkt hinter Alonso auf Position drei. Mark Webber folgt mit weiteren sechs Punkten Rückstand auf Position vier. Das Team liegt mit 164 Punkten in der Konstrukteursmeisterschaft um 31 Punkte vor McLaren auf Position eins.

"Das war heute ein schwieriges Rennen", so Vettel. "Wir haben uns selbst auf dem dritten Platz wieder gefunden, ziemlich weit von Lewis entfernt. Er entschied sich dazu, wieder an die Box zu gehen, aber Fernando und ich trafen die Entscheidung, auf der Strecke zu bleiben."

"Ich fühlte mich auf den Reifen ziemlich wohl, und natürlich hofften wir, dass wir den Platz wieder zurückbekommen würden. Aber es stellte sich heraus, dass es die richtige Entscheidung war, einen zweiten Stopp einzulegen. Ein paar Runden vor dem Ende entschlossen wir uns dazu, einen Boxenstopp einzulegen. Ein Stopp dauerte nicht allzu lange, rund 15 Sekunden, und schlussendlich war dies die richtige Entscheidung."

"Vor dem Stopp lagen wir rund vier Sekunden hinter Fernando, aber am Ende lagen wir um sechs Sekunden vor ihm. Bedenkt man, was man bei nur noch acht verbleibenden Runden verlieren kann, war dies eine gute Entscheidung. Es fällt nun leichter zu analysieren und alles zu wissen, aber ich denke, dass wir heute eine Menge gelernt haben. Wir haben gesehen, das Rennen bis zur allerletzten Runde interessant bleiben können."

"Alles in allem war es ein gutes Wochenende. Bis zum Qualifying verlief alles sehr reibungslos und wir hatten ein sehr gutes Qualifying. Im Rennen haben wir vielleicht diesen Vorteil verloren, aber wir waren einigermaßen dabei. Zudem haben wir heute einen weiteren Gewinner. Meiner Meinung nach verdient es Lewis heute zu gewinnen, ohne Zweifel. Aber wir haben mehr gelernt und werden in Valencia einen Schritt nach vorn machen."

"Ich wusste, dass es heute durcheinandergewirbelt wird", so Webber. "Aber ich dachte nicht, derart stark. In den ersten zehn Runden hatten wir ein kleines Problem mit dem Motor, mit dem wir umgehen mussten, aber dann konnte ich mich einschießen. Wir kamen an die Box und kehrten hinter den Ein-Stoppern wieder auf die Strecke zurück."

"Es ist schwierig, es hier richtig hinzubekommen - wenn man Druck macht, um zu überholen, dann killt man sich die Reifen. Wenn du jedoch wartest, dann findest du heraus, dass du dich auf derselben Strategie befindest und kommt sowieso hinter ihnen ins Ziel."

"Ich denke, dass wir schlussendlich heute zeitweise schnell waren, und es ist gut, dass wir in den Punkten ins Ziel gekommen sind. Rückblickend hätten wir eine andere Strategie fahren können, aber das kann man jetzt leicht sagen, und ich hatte schon schlechtere Tage als heute."

"Ein schwieriges Rennen", bilanzierte Teamchef Christian Horner. "Nachdem wir beim Start in Führung lagen, war es natürlich offensichtlich, dass wir etwas härter mit den Reifen umgingen, weswegen Sebastian früher an die Box kommen musste, als wir dies wollten. Dies erlaubte es Hamilton und Alonso, an uns vorbei zu kommen."

"Dann gab es das Dilemma, ob wir ein Ein- oder ein Zwei-Boxenstopp-Rennen fahren sollten. Wir waren gut auf den Reifen unterwegs, und zu diesem Zeitpunkt schien es unsere beste Option zu sein, ein Ein-Boxenstopp-Rennen zu fahren. Aber dann begannen die Reifen wirklich nachzugeben, also mussten wir einen späten Stopp einlegen, um auf den superweichen Reifen zu wechseln, der es uns erlaubte, auf die vierte Position zurück zu kommen, hinter den Ein-Stoppern Grosjean und Perez."

"Mit Mark waren wir erneut zu Beginn ordentlich unterwegs. Er hatte in den ersten paar Runden ein paar Probleme mit dem Motor, aber dann kam er in einen guten Rhythmus. Gegen Ende der Rennabschnitte waren wir erneut hart zu den Reifen, und es war mit Mark früher klar, dass wir auf zwei Stopps gehen. Unglücklicherweise haben es die Ein-Stopper geschafft, vor uns zu kommen. Dies war also ein taktisches Rennen, ein schwieriges Rennen, aber nichtsdestotrotz haben wir es immer noch geschafft, heute respektable Punkte zu holen."

"Das war heute schade", so Cyril Dumont von Renault. "Wir sind von der Pole gestartet und Vierter und Siebter geworden, das ist nicht gerade das Beste. Aber wir werden daran arbeiten, um dies zu verstehen. Nach dem Rennen ist es immer einfach zu sehen, was wir mit der Strategie hätten machen können. In Bezug auf den Motor gaben wir alles, um die maximale Leistung zu haben und die Motoren bei diesem Rennen bestmöglich zu nutzen, aber heute reichte es nicht aus."

Fotoquelle: xpbimages.com

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