Fernando Alonso zieht nach Montreal eine sehr zufriedene Bilanz

Formel 1 2012

— 11.06.2012

Alonso: "Ein Stopp war die richtige Strategie"

Fernando Alonso lag in Montreal sechs Runden vor Schluss noch in Führung, bis seine Reifen einbrachen, dennoch verteidigt er die Ferrari-Strategie



Frage: "Fernando, wann habt ihr euch entschieden, kein zweites Mal an die Box zu kommen?"
Fernando Alonso: "Ungefähr zehn Runden vor Schluss. Als Hamilton reinkam, blieben wir zuerst draußen, um zu sehen, was Vettel macht. Zehn Runden vor Schluss dachten wir dann, dass es nichts mehr bringt, an die Box zu gehen, weil ein Boxenstopp 15 Sekunden kostet. Die musst du in neun Runden erst einmal aufholen. Also blieben wir draußen."

Frage: "Findest du, dass das eine Fehlentscheidung war?"
Alonso: "Ich finde nicht, dass es die falsche Strategie war. Grosjean hätte mit einem Stopp fast gewonnen. Ein Stopp war die richtige Strategie."

Frage: "Aber glaubst du nicht, dass mit einem zweiten Boxenstopp ein besseres Ergebnis herausgekommen wäre?"
Alonso: "Wenn ich hinter Hamilton an die Box komme, werde ich Zweiter hinter Hamilton. Aber wenn meine Reifen genauso abbauen wie bei Grosjean, dann gewinne ich das Rennen, Vettel wird Zweiter, Grosjean Dritter und Hamilton Vierter. Dann würdet ihr jetzt bei McLaren stehen und denen sagen, dass zwei Stopps die falsche Strategie sind..."

Frage: "Für jemanden, der einen möglichen Sieg verloren hat, wirkst du erstaunlich zufrieden."
Alonso: "Ich bin sehr zufrieden damit, wie das Rennen gelaufen ist, denn wir konnten versuchen, das Rennen zu gewinnen. Mit einem besseren Abbau hätten wir gewonnen. Heute hat es nicht geklappt, aber ich bin glücklich über die Herangehensweise und glücklich über die Punkte für die Meisterschaft. Es stimmt, dass wir Punkte auf Hamilton verloren haben, zwei Punkte auf Vettel, aber auf alle anderen Konkurrenten haben wir Boden gutgemacht - mehr Punkte als Webber, mehr Punkte als Räikkönen, zehn Punkte mehr als Button. Es war für unsere Chancen in der Meisterschaft ein sehr produktives Wochenende."

Frage: "Habt ihr vielleicht das Tempo von Lotus und Sauber unterschätzt?"
Alonso: "Unterschätzt würde ich nicht sagen. Leider war unser Tempo das Problem, nicht das der anderen. Wir sahen über weite Strecken sehr gut aus, lagen im ersten Stint hinter Vettel und Hamilton und dann hinter Hamilton, aber vor Vettel. Bis zehn Runden vor Schluss haben die Reifen stufenweise abgebaut, aber wir sahen mit unseren alten Reifen genauso gut aus wie alle anderen. In den letzten zehn Runden war es aber kein stufenweiser Abbau mehr, sondern da knickten die Reifen völlig ein. Das hat uns überrascht, nicht das Tempo der anderen."

Fotoquelle: xpbimages.com

Weitere Formel 1 Themen

News

Formel-1-Gehälter 2017: Wer wie viel verdient

News

Fotostrecke: Design-Konzepte für Formel-1-Werksteams

News

Flexibler Unterboden: TV-Bilder belasten Ferrari

News

Nicht um jeden Preis: Formel 1 ab 2018 nicht mehr bei RTL?

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung