Nico Rosberg verschwendet keinen Gedanken an den Kampf um die WM

Formel 1 2012

— 11.06.2012

Rosberg: "Nehme mit, was möglich ist"

Nico Rosberg denkt von Rennen zu Rennen und sieht sich nicht im Rennen um die Weltmeisterschaft - Rennspeed nach wie vor der Schwachpunkt



Nach seinem ersten Grand-Prix-Sieg beim Rennen in China wurde Nico Rosberg von einigen Beobachtern, unter anderem von Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko, zum Kreis der Anwärter um den Weltmeisterschaftstitel in der Saison 2012 gezählt. Doch der erste Sieg, von dem oft behauptet wird, dass er der schwierigste sei, war beim Deutschen bisher noch nicht der lange erwartete Durchbruch. Das muss auch Rosberg selbst eingestehen.

"Danach sollte es einfacher sein, also hoffe ich einfach mal, dass das stimmt. Aber eigentlich ist es seitdem eher schwieriger geworden", wird der 26-Jährige von 'formula1.com' zitiert. Nur in Monaco stand der Mercedes-Pilot seitdem als Zweiter auf dem Podium, mit den Plätzen fünf (Bahrain), sieben (Spanien) und sechs (Kanada) fand sich Rosberg in Ergebnisregionen wieder, die er gerne hinter sich lassen würde.

Aufgrund der mangelnden Konstanz zählt sich Rosberg auch nicht zum Kreis der Meisterschaftsanwärter. "Ich zähle mich zu gar nichts. Ich konzentriere mich auf den Sieg und nehme mit, was möglich ist, unabhängig davon, was es für die Meisterschaft bedeutet." Als WM-Fünfter hat Rosberg derzeit 21 Punkte Rückstand auf den Führenden Lewis Hamilton. Bei noch 13 ausstehenden Rennen ist dabei wegen des ausgeglichenen Feldes aber noch alles möglich.

"Das ist für uns eine große Chance", erkennt der 26-Jährige. "Wir müssen die Reifen noch besser verstehen, obwohl wir schon viel dazugelernt haben. Das ist in diesem Jahr der Schlüssel zur Meisterschaft. Die Reifen funktionieren an verschiedene Autos unter verschiedenen Bedingungen völlig unterschiedlich. Als Team musst du versuchen, dass dein Auto unter allen Bedingungen gut mit den Reifen arbeitet. Dann gewinnst du auch mehr als ein Rennen."

"Letztlich wird es darauf ankommen, so konstant wie möglich zu sein", gibt Rosberg die Zielsetzung vor. "Es wird wieder eine Strecke kommen, auf dein Auto das Schnellste ist, und dann wirst du wieder gewinnen. Hoffentlich!" Nach wie vor die sein Mercedes jedoch im Qualifying in der Regel schneller als im Rennen, Monaco und Schanghai waren hier die Ausnahme. "Es ist vielleicht richtig, dass wir bisher in den meisten Rennen im Qualifying besser waren", gibt Rosberg zu.

"Aber darüber mache ich mir keine Sorgen, wir haben clevere Leute, die sich um das Problem kümmern. Es geht vor allem um die richtige Handhabung der Reifen, und da lernen wir schnell dazu", gibt sich der Mercedes-Pilot unbesorgt. Ob dies allerdings die ganze Wahrheit ist, wird sich zeigen. Klar ist, dass der F-Schacht von Mercedes durch die Kopplung an das DRS, welches im Qualifying unbegrenzt eingesetzt werden darf, im Zeittraining ein größerer Vorteil ist als im Rennen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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