Felipe Massa und Michael Schumacher waren 2006 bei Ferrari Teamkollegen

Formel 1 2012

— 16.06.2012

Massa: "Vielleicht ist Schumacher zu alt..."

Felipe Massa erfuhr als einer der Ersten von Michael Schumachers Comebackplänen und hat seine eigene Philosophie, warum es beim Deutschen bislang nicht läuft



Felipe Massa war einer der Ersten, die Michael Schumacher in seine Comeback-Pläne vor der Saison 2010 einweihte. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister war Ende 2006 zurückgetreten und vertrieb sich anschließend unter anderem die Zeit mit einigen Motorrad-Rennen in Deutschland. Nach drei Jahren Auszeit verspürte er dann jedoch wieder den Drang, sich in der Königsklasse noch einmal zu beweisen und kehrte mit dem neu formierten Mercedes-Werksteam zurück.

"Ich sagte zu ihm 'Was tust du? Bist du dir sicher?' und er antwortete, dass er daran glaube, wieder vorne mitfahren zu können und ich konnte nichts mehr dagegen sagen", schildert Massa, der 2006 bei Ferrari Schumachers Teamkollege war, gegenüber 'Sport 360'. Wirklich überzeugt war Massa von Schumachers Comeback-Vorhaben also nicht. Einen Seitenhieb angesichts Schumachers bisheriger enttäuschender Bilanz kann sich der Brasilianer deshalb nicht verkneifen: "Vielleicht hat es etwas mit seinem Alter zu tun, keine Ahnung."

Schumacher fand sich in der mittlerweile doch sehr stark veränderten Formel 1 bei seiner Rückkehr im Jahre 2010 schwer zurecht und hatte zudem mit Nico Rosberg einen jungen, motivierten und hochbegabten Teamkollegen, den es zu schlagen galt. Erst in diesem Jahr zeigte der 43-Jährige beispielsweise mit seiner Qualifying-Bestzeit in Monte-Carlo, was noch in ihm steckt. In den Rennen sprang aufgrund vieler Defekte und unverschuldeter Kollisionen bisher allerdings nichts wirklich Zählbares für den ehemaligen Ferrari-Piloten heraus.

"Die Formel 1 hat sich seit seinem Rücktritt enorm verändert", weist Massa unter anderem darauf hin, dass die Formel 1 ab 2009 wieder profillose Slick-Reifen und eine völlig andere Aerodynamik verwendete. "Ich blieb in der Formel 1, sie hat sich verändert und ich habe Probleme damit - also muss er das auch haben." Die Hauptsache sei jedoch eine andere: "Am wichtigsten ist, dass er Spaß daran hat, was er tut", so Massa.

Fotoquelle: xpb.cc

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