Martin Whitmarsh will sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen

Formel 1 2012

— 16.06.2012

McLaren bleibt mit den Füßen auf dem Boden

Nach dem Kanada-Sieg rechnet McLaren zwar mit weiteren Erfolgen, gibt sich angesichts des unvorhersehbaren Kräfteverhältnisses aber keinen Illusionen hin



In Kanada lief es vor knapp einer Woche ganz nach dem Geschmack von McLaren-Mercedes: Im Qualifying belegte man mit Lewis Hamilton Startplatz zwei, im Rennen am Sonntag konnte man diese Position dann letztendlich in einen Sieg ummünzen, mit dem man sich die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft zurückholen konnte.

Angesichts der unübersichtlichen und äußerst undurchschaubaren Reifensituation gab es dieses Jahr bislang in sieben Rennen sieben unterschiedliche Sieger. Und nur zwei Teams konnten zwei Siege einfahren - Red Bull und McLaren. Aufgrund der Tatsache, dass die Teams logischerweise mit der Zeit mehr Daten sammeln und zur Verfügung stehen haben, möchte man annehmen, dass sich langsam aber sicher wieder ein Rennstall an der Spitze etablieren kann.

Das ist allerdings gar nicht so einfach, wie McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh gegenüber 'Sky Sports News' erläutert: "Jedes Teams befindet sich nach jedem Rennen in einer besseren Position, weil mehr Daten zur Verfügung stehen. Natürlich denkt man, sobald es gut läuft, dass man die Reifen verstanden hat. Doch die Reifen scheinen in ihrem Verhalten fast organisch zu sein", spielt Whitmarsh auf ihr ständig variierendes Verhalten an.

Man selber erzielt in dieser Hinsicht aber offenbar deutliche Fortschritte: "Wir verstehen die Reifen immer besser, doch das ist bei der Konkurrenz genauso. Es geht dieses Jahr so eng zu, dass man perfekte Arbeit leisten muss, um gute Ergebnisse zu erzielen." Man könne ohne weiteres dieses Jahr noch Rennen gewinnen, doch "wir müssen hart arbeiten und auf das Gelernte aufbauen."

Was die kommenden Rennen angeht - nächste Woche macht die Formel 1 Station in Valencia - rechnet Whitmarsh zwar mit weiteren Siegen seines Teams, es sei aufgrund des unvorhersehbaren Kräfteverhältnisses allerdings schwer, exakte Prognosen und tätigen.

"Rennen zu gewinnen ist nicht einfach, aber ich weiß, dass wir es schaffen können", so der 54-jährige Brite. "Es geht derzeit so eng zu, der richtige Umgang mit den Reifen ist sehr anspruchsvoll und man darf sich während eines Wochenendes keine Fehler erlauben. Man muss mit dem besten Auto und der besten Abstimmung anreisen und darf keine Fehler im Ablauf begehen. Wenn man in irgendeinem Bereich Fehler macht, ist das Wochenende schon gelaufen. Deshalb wäre es recht dumm, zu sagen, dass wir von nun an jedes Rennen gewinnen. Das wird sehr schwierig und so soll es auch sein."

Fotoquelle: McLaren

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