Hamilton gewann in Montreal dank einer reifenschonenden Fahrweise zur Rennmitte

Formel 1 2012

— 17.06.2012

McLaren: "Vier oder fünf Rennen ohne Sieg nagen an dir"

Das erfolgsverwöhnte McLaren-Team erzielte in Kanada seinen ersten Sieg seit dem Auftakt in Melbourne - die sieglose Zeit hinterließ offenbar ihre Spuren



In Kanada gelang McLaren-Mercedes der lang ersehnte Sieg. Nach dem Triumph beim Auftakt-Grand-Prix in Australien brach speziell nach dem Großen Preis von China die Leistung beim britischen Rennstall deutlich ein. Zudem wurden die beiden Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button durch Patzer ihrer Mannschaften bei Boxenstopps von besseren Resultaten abgehalten.

Beim besagten Sieg in Montreal konnte Hamilton mit einer reifenschonenden Strategie gegen Rennende noch einmal angreifen, nachdem sich der Weltmeister von 2008 zur Mitte des Rennens etwas hatte zurückfallen lassen.

"Am Anfang des Rennens war er schnell und konnte mit Sebastian (Vettel, Anm. d. Red.) mithalten", blickt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh gegenüber 'Sky Sports News' auf den Kanada Grand Prix zurück. "Anschließend ließ er sich ein wenig zurückfallen um auf seine Reifen zu achten. Nach dem ersten Boxenstopp griff er dann wieder an und ließ Alonso und Vettel hinter sich. Am Ende musste er sich dann nur noch auf sich selbst konzentrieren."

Was die Erfolge angeht, ist McLaren mit insgesamt 177 Siegen das derzeit zweiterfolgreichste Formel-1-Team. Nur Ferrari holte mehr (216). Vor allem in den späten 80er und frühen 90er Jahren war der Rennstall, der damals noch von Ron Dennis geleitet wurde, praktisch unschlagbar. Comebacks gelangen der Mannschaft aus Woking in der Nähe von Windsor anschließend immer wieder: 1998 mit dem WM-Titel durch Mika Häkkinen und 2008 mit Lewis Hamilton.

In den Jahren dazwischen musste man sich immer wieder knapp der Konkurrenz geschlagen geben, ein Umstand, der offenbar nicht immer spurlos an den Verantwortlichen vorübergeht. Auch in dieser Saison hinterließen die sieglosen Rennen seit dem Saisonauftakt offenbar ihre Spuren.

"Vier oder fünf Rennen ohne Sieg nagen schon an der Seele eines Teamchefs von einem Team wie McLaren, das seit 1966 rund ein Viertel seiner Grands Prix gewonnen hat", so Martin Whitmarsh. "Also ist es schon sehr angenehm, wenn man wieder gewinnt."

Fotoquelle: xpbimages.com

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