Teamchef Martin Whitmarsh hält Jenson Button nach wie vor für siegfähig

Formel 1 2012

— 18.06.2012

Whitmarsh glaubt an Buttons Talent

Der McLaren-Teamchef ist trotz der blamablen Vorstellung in Kanada von den Fähigkeiten seines Piloten überzeugt und schiebt einen Teil der Schuld aufs Team



Nach dem Sieg beim Saisonauftakt in Australien hielt McLaren mit Jenson Button die Rolle des WM-Favoriten inne. Sowohl der MP4-27 als auch der Weltmeister von 2009 präsentierten sich in bestechender Form. Nach einem Nuller in Malaysia fuhr Button in China erneut aufs Podest. Doch dann kam die Wende. In den vergangenen vier Rennen sammelte der Brite lediglich zwei WM-Zähler und rutschte damit bis auf Platz acht der Fahrerwertung ab. Der 16. Platz in Montreal war der bisherige Tiefpunkt.

"Ich denke, dass wir ihm kein gutes Auto gegeben haben", erklärt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh bei den 'Sky Sports News'. "Es hat die Hinterreifen zerstört. Diese Reifen sind sehr empfindlich. Er besitzt die Fähigkeit, die Reifen sehr zu schonen. Der Fakt, dass er solche Probleme mit den Hinterreifen hatte, beweist, dass er eine andere Geometrie der Federelemente und ein anderes Setup im Vergleich zu Lewis fuhr."

"Wenn wir dieses Setup am Freitag hätten länger fahren können, wären wir vielleicht schlauer gewesen. Doch das war nicht möglich. Deshalb mussten wir es im Rennen herausfinden. Da war es aber zu spät", bedauert Whitmarsh, der immer wieder auf den Melbourne-Sieg seines Piloten verweist und nicht an dessen Talent zweifelt.

"Nach einem Wochenende wie Kanada stellt ein Fahrer sein Können natürlich in Frage", ist sich der McLaren-Teamchef bewusst. "Doch wir sprechen von einem der Fahrer mit der meisten Erfahrung, Intelligenz, Coolness und Selbstsicherheit im Fahrerlager. Ich bin zuversichtlich, dass Jenson nach einem Gespräch mit seinen Ingenieuren mit dem Gefühl nach Valencia kommt, gewinnen zu können. Es ist ein Kurs, der Melbourne sehr ähnlich ist. Vor einigen Wochen dominierte er auf diesem Kurs."

Im Gegensatz zu Button kam Teamkollege Lewis Hamilton in Kanada sehr gut zurecht und gewann das Rennen. Dabei überrundete er den mit Reifenproblemen kämpfenden Button sogar. Das Ergebnis beweist, dass Hamilton am Renntag klar das bessere Auto hatte. Geheimnisse zwischen den beiden Fahrern soll es laut Whitmarsh aber nicht geben: "Wir teilen absolut alle Daten zwischen beiden Autos im Team aus."

"Das bedeutet, wir können jeweils von der anderen Seite der Box lernen und uns sicher sein, dass es umgekehrt genauso funktionieren würde. Es ist nun an der Zeit, ein paar Änderungen vorzunehmen", bemerkt er und hofft auf eine baldige Steigerung. "Ich bin mir sicher, dass Jenson gute Arbeit leisten wird, wenn er ein gutes Auto hat."

Um im Kampf um den WM-Titel noch ein Wörtchen mitzureden, sollte Button bald Siege holen. Im Moment trennen ihn 43 WM-Zähler von Spitzenreiter Hamilton. "Ich denke nicht, dass er unbedingt gewinnen muss", relativiert Whitmarsh, der auf konstant gute Ergebnisse setzt: "Er muss einfach vorne dabei sein und in den anstehenden Rennen konkurrenzfähig sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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