Das Lotus-Team steht hinter Räikkönen, auch wenn der zuweilen aussteigt

Formel 1 2012

— 19.06.2012

Räikkönen erhält Rückhalt vom Team

Lotus-Teamchef Eric Boullier stellt sich in der Diskussion um die Arbeitseinstellung von Kimi Räikkönen hinter den Ex-Weltmeister



Am Monaco-Wochenende ließ Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen Fragen zu seiner Arbeitseinstellung aufkommen. Der Finne, der sich im November nach zwei Jahren Pause für ein Formel-1-Comeback entschieden hatte, kämpft im Lotus E20 vor allem mit dem Gefühl für die Lenkung.

Trotz diverser Umbauten seit den ersten Testfahrten im Februar waren die Sorgen Räikkönens beim Einlenken auch nach dem Grand Prix von Spanien, den er als Dritter beendete, nicht verflogen. Der "Iceman" verzichtete daraufhin als einziger Fahrer auf das erste der beiden Donnerstagstrainings in Monte Carlo.

Bei Lotus will man von einer Arbeitsverweigerung durch den Superstar im Team aber nichts wissen. "Das ist Teil des Gewöhnungsprozesses zwischen Team und Fahrer", so Teamchef Eric Boullier gegenüber 'Autosport'. "Wir haben in diesem Jahr zwei neue Fahrer im Team und jeder hat seinen eigenen Fahrstil und seine eigenen Vorlieben."

Die Lotus-Situation ist anders

Der Franzose bezeichnet die Probleme Räikkönens mit der Servolenkung und die Bemühungen seitens des Teams, diese zu beseitigen, als "Teil des Lernprozesses" und hält fest: "McLaren, Red Bull und Ferrari haben allesamt Fahrerpaarungen im Cockpit sitzen, mit denen sie vertraut sind." Gleiches gilt für die Teams Mercedes und Sauber, die gegenwärtig die Top 6 der Konstrukteurswertung komplettieren.

"Wir haben in diesem Jahr zwei neue Fahrer an Bord, einer davon ist nahezu ein Rookie", spricht Boullier auf Räikkönens Teamkollegen Romain Grosjean an, der dem Ex-Weltmeister vor allem im Qualifying regelmäßig die Grenzen aufzeigt und auch in Bezug auf die gesammelten WM-Punkte immer dichter auf die Pelle rückt. Nach sieben Rennen trennen die beiden Lotus-Piloten gerade einmal zwei Zähler. Sowohl Räikkönen als auch Grosjean schafften es bis dato zweimal aufs Podium.

Grosjean rückt Räikkönen auf die Pelle

Grosjean findet sich besser und besser im Team ein und unterstreicht dies mit seinen Leistungen im Cockpit. "Was Kimi betrifft, mussten wir uns einfach die Zeit für gegenseitige Anpassungen nehmen", sagt Boullier und präzisiert: "Es ist einfach Teil des Prozesses, zu verstehen welchen Fahrstil er pflegt und welche Veränderungen ihn am schnellsten weiterbringen."

Die kommenden Rennen werden zeigen, wie lange dieser Prozess noch andauert. Mit der Servolenkung zeigt sich der "Iceman" bis heute nicht hundertprozentig glücklich.

Fotoquelle: Lotus

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